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Alfred Wegener - gestern und heute im Forschungsinstitut Senckenberg

11.01.2002


Vor fast exakt 90 Jahren, am 06. Januar 1912, stellte Alfred Wegener, Astronom, Geograph, Geophysiker, Meteorologe und Polarforscher, seine Theorie von der Kontinentalverschiebung im Senckenberg-Museum der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vor.

Eine Theorie, die sich letztlich als wegweisend erwies und heute glanzvoll bestätigt wird, stieß damals unter den Wissenschaftlern auf erheblichen Widerspruch.

Davon ausgehend, dass die Landmassen der Erde ursprünglich in einem einzigen Kontinent (Pangäa) zusammengeschlossen waren und erst im Laufe des Erdmittelalters allmählich auseinandergedriftet sind, setzte Wegener sie in Beziehung zu biologischen Erkenntnissen und untermauerte damit seine Theorie.

Die fünfteilige Wintervortragsreihe des Senckenberg-Museums ist in diesem Jahr ausschließlich Alfred Wegener gewidmet, der von seiner vierten Expedition nicht zurückkehrte und im Grönlandeis sein Grab fand.

Die Vorträge fügen sich in das Jahr der Geowissenschaften ein, das im Rahmen der Initiative "Wissenschaft im Dialog" von der Bundesforschungsministerin, EDELGARD BULMAHN, initiiert wurde.

Prof. Dr. Wolfgang Franke, J.W.Goethe-Universität, Frankfurt, eröffnet die Reihe am kommenden Sonntag mit einem Vortrag zu Leben und Werk Wegeners.

Vortragsprogramm:

13. Jan. 2002:
Das Weltbild der Geowissenschaften: das Erbe Alfred Wegeners
Prof. Dr. Wolfgang Franke, Gießen/Frankfurt

27. Jan. 2002:
Erzfabriken in der Tiefsee
Prof. Dr. Peter M. Herzig, Freiberg

17. Feb. 2002:
Die unendliche Reise -
Wandernde Kontinente, wandernde Saurier
Prof. Dr. Hans-Dieter Sues, Toronto

03. März 2002:
4 Milliarden Jahre Leben -
was hält unseren Planeten lebendig?
Prof. Dr. Wolfgang Oschmann, Frankfurt

17. März 2002:
Entstehung und Entwicklung der Erdatmosphäre
Prof. Dr. M. Schidlowski, Mainz


Beginn der Dia-Vorträge:
jeweils um 11:00 Uhr im Festsaal des Senckenberg-Museums

Doris von Eiff | idw

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