Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KTP: Internationale Konferenz zur Kautschukverarbeitung am 9. und 10.1.2002 in Paderborn

19.12.2001


Am 9. und 10. Januar 2002 findet in der PaderHalle in Paderborn die internationale Konferenz zum Thema Kautschukverarbeitung statt: "A Review of European Rubber Research in Practice: MiniDerucom and PRODESC". Veranstalter ist das Institut für Kunststofftechnik (KTP) der Universität Paderborn. Etwa 130 Experten der Kautschukbranche werden neueste Erkenntnisse zur Kautschukverarbeitung austauschen.

Kontakt für Journalisten: Dipl.-Ing. Dominik Schramm, Institut für Kunststofftechnik, Universität Paderborn, Tel.: 05251-60-2229, Fax: -60 3821, schramm@ktp.uni-paderborn.de. Informationen über die Tagung im Internet finden Sie unter: www.rubber-conference-paderborn.de. Grußworte sprechen zur Eröffnung der Tagung am 9.1.2002 um 8.30 Uhr Prof. Dr. Andreas Limper und Rektor Prof. Dr. Wolfgang Weber. Journalisten können selbstverständlich gern an sie interessierenden Programmpunkten innerhalb des Vortragsprogrammes teilnehmen. Konferenzsprache ist Englisch.


Beim Siegeszug von Kunststoffen als neuem Werkstoff in den vergangenen 100 Jahren gehörten Produkte aus Kautschuken, umgangssprachlich Gummi, von Anfang an dazu. Auch heutzutage werden viele Produkte des täglichen Lebens noch aus den sogenannten chemisch vernetzbaren Polymeren hergestellt. Die vielen Innovationen der vergangenen Jahre haben dazu beigetragen, dass Produkte wie Autoreifen, Dichtungen und Schläuche den heutigen Anforderungen gerecht werden und aus dem Alltag und der industriellen Anwendung nicht mehr wegzudenken sind.

Der Kautschukartikel schlechthin, der Autoreifen, hat zahlreiche technische Fortschritte in seiner Entwicklungsgeschichte gemacht. Neue Reifentechnologien wie Breitreifen, vom Diagonal- zum Radialreifen, aber auch Herstellungsverfahren und Rohstoffentwicklungen wie zuletzt die Einführung des Silica-Reifens bringen immer neue Produktgenerationen hervor. Die Verwendung von Silica (Kieselsäure) als verstärkendem Füllstoff in Kautschuken hat zu deutlichen Verbesserungen der Nassrutsch- und der Rollwiderstands-Eigenschaften geführt. Silica-Füllstoffsysteme findet man daher mittlerweile in Europa flächendeckend sowohl in Winterreifen als auch in den sogenannten "Eco"-Reifen.

"Mischen" steht im Mittelpunkt

Kautschuke werden meist als Kautschukmischungen aus Rohkautschuk, verstärkend wirkenden Füllstoffen, Ölen und weiteren Funktionschemikalien verarbeitet. Diese komplexen Mehrstoffsysteme zeigen in vielerlei Hinsicht bei der Verarbeitung Besonderheiten. Trotz der Innovationen der letzten Jahre sind daher viele Mechanismen noch unverstanden.

Auf der Konferenz in Paderborn werden deshalb die Ergebnisse von zwei durch die EU geförderten Forschungsprojekten vorgestellt. Das Project "Mini Derucom" hat die Minimierung des Ausschusses bei der Herstellung von Kautschukmischungen zum Thema. Mit einem Gesamtbudget von etwa 900.000 Euro wurden Konzepte und Merkmale zur Qualitätssicherung für das Herzstück eines jeden Kautschukverarbeiters - den Mischsaal - gefördert. "Diese werden von den elf internationalen Projektpartnern aus unterschiedlichster Sicht vorgestellt" so Projektleiter Harald Keuter vom Institut für Kunststofftechnik.

Zuverlässigere Berechnungen

"Eine verbesserte Prozessbeschreibung des Extrusionsprozesses von mit Ruß und Silica gefüllten Kautschukmischungen" ist laut Projektleiter Dominik Schramm (KTP) die Zielsetzung des PRODESC-Projektes. Analog zum bekannten Fleischwolfprinzip, ist die Extrusion eines der wesentlichen Formgebungsverfahren in der Kautschukindustrie. Die mit einem Budget von etwa 600.000 Euro durchgeführten Arbeiten wie Messungen, Simulationen und Optimierungen werden von sieben internationalen Projektpartnern auf der Konferenz vorgetragen und zur Diskussion gestellt.

Konferenz als Diskussionsforum

Nicht zuletzt durch die Fokussierung der Konferenz auf zwei Kernbereiche der Kautschukverarbeitung sowie die konzentrierte Darstellung der Projektergebnisse trifft das Tagungskonzept auf regen Zuspruch. Prof. Dr.-Ing. Andreas Limper, Leiter der Forschungsgruppe Kautschuk und Initiator der beiden Projekte: "Bei etwa 130 gemeldeten Teilnehmern aus 13 Nationen rechne ich mit intensiven Diskussionen und Anregungen zu weiteren industrienahen Forschungsthemen." So sei der Blick auch bereits auf weitere zukunftsträchtige Forschungsfelder gerichtet.

Tibor Werner Szolnoki | idw
Weitere Informationen:
http://www.rubber-conference-paderborn.de/

Weitere Berichte zu: KTP Kautschukverarbeitung Kunststofftechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie