Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Margherita-von-Brentano-Preis 2001 vergeben

01.11.2001


Prof. Dr. Braunmühl und S.I.G.N.AL. erhalten Brentano-Preis
Höchstdotierter Preis für Frauenprojekte wird am 12. Dezember verliehen

Der mit 20.000 DM dotierte Margherita-von-Brentano-Preis geht in diesem Jahr zur einen Hälfte an das Interventionsprojekt "S.I.G.N.A.L. - Gegen Gewalt gegen Frauen" am Universitätsklinikum Benjamin Franklin (UKBF) und zur anderen Hälfte an die Honorarprofessorin am Otto-Suhr-Institut, Prof. Dr. Claudia von Braunmühl, die sich besonders für die Umsetzung feministischer Impulse in den Politikwissenschaften verdient gemacht hat. Der Preis wird am 12. Dezember in einer Feierstunde verliehen.

Das Modellprojekt S.I.G.N.A.L. wurde im September 1999 am UKBF als erstem Krankenhaus in Deutschland mit finanzieller Unterstützung des Arbeiter-Samariter-Bundes eingerichtet. Damit sollte Frauen geholfen werden, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind. Zwei Drittel aller Gewalttaten gegen Frauen spielen sich im "sozialen Nahbereich" ab. Viele der betroffenen Frauen müssen auf Grund körperlicher Verletzungen oder psychosomatischer Beschwerden ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Somit spielen Einrichtungen des Gesundheitswesens, insbesondere die Erste Hilfe/Rettungsstelle, eine entscheidende Rolle bei der Aufdeckung von Gewalttaten und der Unterstützung von Frauen.
Ein wichtiger erster Schritt dieses Projektes war die intensive Schulung der Pflegekräfte sowie der Ärztinnen und Ärzte im UKBF mit dem Ziel, den Umgang mit den betroffenen Frauen zu verbessern, alte und neue Verletzungen gerichtsverwertbar zu dokumentieren sowie Hilfen durch Beratungsstellen und Frauenhäuser zu vermitteln. Dem Personal wird zudem Supervision angeboten. Das Projekt wird im Auftrag des Bundesfamilienministeriums wissenschaftlich begleitet.

Frau Prof. Dr. Claudia von Braunmühl hat sich in verschiedener Weise um das Thema "Frauen und Entwicklung" sowie um die Umsetzung feministischer Impulse im Wissenschaftsbetrieb verdient gemacht und diese Themenkreise in unkonventionelle Art in der Freien Universität etabliert. So hat die 1944 geborene Politikwissenschaftlerin 1998 beispielsweise eine Vorlesungsreihe "Zur Rezeption feministischer Theorie-Impulse im Wissenschaftsbetrieb" konzipiert und an zahlreichen Publikationen mitgewirkt, die die feministische Frauenforschung maßgeblich beeinflusst haben (Gender in allen Herren Länder. Thesen zu Ansprüchen und Grenzen des Gender-Ansatzes, 1997). Dabei kommt ihr ihre intensive Tätigkeit development consultant für verschiedene Einrichtungen wie die Heinrich Böllstiftung zu Gute. Außerdem engagiert sich Claudia von Braunmühl auf vorbildliche Weise um die Bildung eines Frauennetzwerkes und ist in der Betreuung von Studierenden sehr aktiv.

Die Auszeichnung wird seit 1995 für hervorragende Projekte und Maßnahmen zur Frauenförderung oder Frauenforschung an der Freien Universität Berlin vom Präsidenten vergeben. Sie ist benannt nach der Philosophin Margherita von Brentano, die Anfang der siebziger Jahre Erste Vizepräsidentin der FU war. Der Margherita-von-Brentano-Preis ist die höchst dotierte Auszeichnung für Frauenforschung in Deutschland.

Nähere Auskünfte erteilt Ihnen gerne. Prof. Dr. Gisela Klann-Delius, Vizepräsidentin der Freien Universität, Tel.: 838 73 130 oder die Frauenbeauftragte der FU, Mechthild Koreuber, Tel.: 838 54259.

Hedwig Görgen | idw

Weitere Berichte zu: Frauenforschung Margherita-von-Brentano-Preis UKBF

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht
05.12.2016 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher entwickeln Unterwasser-Observatorium

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

HIV: Spur führt ins Recycling-System der Zelle

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Mehrkernprozessoren für Mobilität und Industrie 4.0

07.12.2016 | Informationstechnologie