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6. Darmstädter XML-Kongress

31.10.2001


XML (eXtensible Markup Language) hat sich als neue Metasprache im Electronic Business etabliert. Ob Texte, Bilder, Video- oder Audiodateien - dank der Flexibilität des universellen Datenstandards können Anwender multimediale Informationen über verschiedene Hardwareplattformen und Betriebssysteme hinweg austauschen. Auch die Großen der IT-Branche wie Microsoft, IBM, Sun Microsystems und Oracle setzen auf XML: So nutzt beispielsweise Microsoft im Rahmen seiner neuen "dot-net"-Technologie die integrativen Möglichkeiten von XML, um seine Produkte internetfähig zu machen. Die Architektur von Microsoft Windows.net verbindet Datenbanken, Online-Dienste und Browser auf der Basis des neuen Web-Standards XML. Mit seiner neuen Softwarefamilie will der Computerriese PCs, Handys und tragbare Mini-Rechner eng mit dem Internet verbinden. Ähnliche Ziele verfolgen Sun, AOL und Time Warner mit dem Open Net Environment (ONE) Konzept und IBM mit den "Web Services".

Die neuen XML-basierten Anwendungen bieten Unternehmen die strategische Chance, ihre gesamten Geschäftsprozesse effizient zu gestalten - nach innen und außen. Denn mit diesem mächtigen Werkzeug lassen sich alle relevanten Informationen medienneutral halten und nutzen. Firmen können z. B. ihren Kunden, Mitarbeiter und Partnern einen effektiven Austausch von Wissen ermöglichen, indem diese über ein Portal Zugriff auf Informationen haben.

Neben Unternehmen nutzen zunehmend auch Museen, Forschungsinstitute oder Archive das flexible Trägermedium, um Daten "zukunftsorientiert" zu sammeln. Denn integriert in ein spezifisches Wissens- oder Content-Management-System lassen sich heterogene Informationen, als XML-Objekte gespeichert, schnell wiederfinden, aufbereiten und auch langfristig für interne Analysen nutzen.

Die Entwicklung rund um die Extensible Markup Language verläuft rasant. Deshalb müssen sich Fachleute aus Wirtschaft und Forschung regelmäßig über zukünftige Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten der Universalsprache informieren und ihre Erfahrungen austauschen. Das Zentrum für Graphische Datenverarbeitung e.V. (ZGDV) in Darmstadt hat von Beginn an die Evolution der Extensible Markup Language begleitet und mit der erfolgreichen Kongressreihe den Dialog ermöglicht. Unter dem Motto "Wissen und Datenaustausch" veranstaltet das ZGDV den dreitägigen

6. Darmstädter XML-Kongress

Zeit: Mittwoch, 5. Dezember bis Freitag, 7. Dezember 2001
Ort: Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Rundeturmstraße 6, 64283 Darmstadt

Der Kongress widmet sich den Einsatzmöglichkeiten von XML in den zukunftsträchtigen Anwendungsbereichen E-Business sowie Informations- und Wissens-Management. Die Teilnehmer können sich unter anderem detailliert über aktuelle XML-basierte Lösungen informieren, die in der Praxis bereits erfolgreich eingesetzt werden - vom Cross Media Publishing bis zum eProcurement. Die Veranstalter konnten 23 renommierte Experten aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen als Referenten gewinnen. Sie geben einen Überblick zu aktuellen Entwicklungen im XML-Umfeld, stellen beispielhafte Anwendungen vor und erläutern welche Voraussetzungen nötig sind, um diese effizient umzusetzen. Ferner zeigen die Fachleute auf, welche Ziele und Bedürfnisse der Nutzer dieser XML-basierten Lösungen - seien es Kunden, Mitarbeiter oder Kooperationspartner - beachtet werden müssen.

Wie der Einsatz von XML den Kundenservice effizient fördert, berichtet beispielsweise Dr. H. Holger Rath von der empolis GmbH. Sein Beitrag "XML & Wissenstechnologien in der Call Center Praxis" beschreibt eine moderne XML-basierte Architektur für die Verwaltung von Beratungsinformation und erläutert, wie Wissenstechnologien einen optimalen Zugriff auf Informationsmengen ermöglichen.
Unter dem Titel "Wer nicht fragt bleibt dumm: Kunden, Mitarbeiter und Partner in Wissensprozesse integrieren" referiert Dr. Ing. Georg Geyer von der Information Factory Deutschland GmbH über das weitreichende Potenzial von XML als Trägermedium für Integration und Wiederverwendung von Informationen aus verschiedensten multimedialen Quellen.
Wie wichtig es ist, standardisierte Technologien frühzeitig und dauerhaft in E-Business Lösungen einzusetzen, macht Dr. Johannes Mainusch von der Lufthansa Systems AS GmbH deutlich. Mit dem Titel "XML im E-Business - Eine Lösung für alle Probleme?" berichtet der Referent u. a. von technischen Lösungen für ein professionelles Projektmanagement in Unternehmen.
Die Grundlagen der Trennung von Informationsspeicherung und Präsentation vermittelt der Vortrag "Cross media publishing for mobile Internet" von Klaus Birkenbihl, der aus der Praxis des World Wide Web Konsortiums W3C berichtet.
Erik Meißner vom ZGDV Darmstadt hingegen erläutert die Konvertierung und Publikation von XML-Dokumenten mithilfe von Internet-Standards wie XSL, um Reports bzw. zwei- oder dreidimensionale Grafiken zu erstellen.

Ausführliche Informationen zu den Beiträgen und den Referenten finden Sie unter der URL:

Die Teilnahmegebühr beträgt DM 1950,-/ Euro 997,02 für drei Kongresstage (05. - 07.12.2001). Bei einer frühzeitigen Anmeldung bis zum 12.11.2001 reduziert sich die Gebühr auf DM 1700,- / Euro 869,20.
Teilnehmer der vergangenen XML-Kongresse des ZGDV profitieren von Ermäßigungen, ebenso Studierende, Mitarbeiter von Forschungseinrichtungen und Hochschulen.

Kontakt
Hugo Kopanitsak
Alexandra Ohly
Zentrum für Graphische Datenverarbeitung
Aus-, Weiter- und Fortbildung
Rundeturmstr. 6
64283 Darmstadt
Tel: 06151/155-160/161/163
Fax: 06151/155-440
E-Mail: awf@zgdv.de

Kurzprofil INI-GraphicsNet:
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV) e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt. Weitere Institutionen des Netzwerkes sind das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Computergraphik in Chemie und Pharmazie (AGC) in Frankfurt, das Fraunhofer Center for Research in Computer Graphics (CRCG) in Providence, Rhode Island (USA), das Fraunhofer Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) in Singapur und das Centro de Computaç"o Gráfica (CCG) in Guimar"es (Portugal).
Innerhalb des Netzverbundes sind an den sechs Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie rund 560 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Bei einem Haushalt von über 41 Millionen EURO bildet das INI-GraphicsNet weltweit den größten Forschungsverbund auf dem Gebiet der Graphischen Datenverarbeitung.

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.zgdv.de/awf/xml6

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