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Wo kann die Biotechnologie chemische Verfahren ersetzen und für mehr Sicherheit sorgen?

23.10.2001


Statusseminar im Umweltbundesamt in Berlin am 15. November 2001



Welchen Beitrag können bio- und gentechnische Verfahren für mehr Umweltschutz und Sicherheit in der Industrie leisten? Dieser Frage wollen sich deutsche und internationale Fachleute aus Industrie, Forschung und Politik am 15. November 2001 auf einem Statusseminar im Umweltbundesamt in Berlin widmen. Denn die tatsächlichen Potenziale bio- und gentechnischer Verfahren für mehr Umweltschutz und Sicherheit sind noch nicht erfasst.



Unbestritten ist: Die Biotechnologie könnte ein Motor für den integrierten Umweltschutz werden - etwa durch den für den gezielten Einsatz bei der Herstellung und Verarbeitung von Produkten. Herkömmliche chemische Verfahren würden ersetzt. So sparen gentechnisch veränderte Enzyme bei der Herstellung von Textilien, Lebens-, Wasch- und Arzneimitteln Energie sowie Rohstoffe und helfen, unerwünschte Nebenprodukte bei der Herstellung zu vermeiden. Doch nicht nur die Umwelt wird dadurch weniger belastet. Auch die Störfallvorsorge und Arbeitssicherheit würden verbessert, weil biotechnische Prozesse im Gegensatz zu chemischen Prozessen bei milden Temperaturen und Normaldruck gefahren werden. Aber: Die Biotechnologie kann nicht ohne weiteres als umweltfreundlich eingestuft werden. Auch bei der biotechnischen Produktion werden Energie und Rohstoffe benötigt, fallen Abfälle und Abwasser an oder können toxische Zwischenprodukte gebildet werden.

Als Basis des Seminars dient ein Gutachten, das die Umweltkanzlei Dr. Rhein aus Sarstedt im Auftrag des Umweltbundesamtes mit dem Titel: "Ermittlung von Substitutionspotenzialen von chemischen Verfahrenstechniken durch bio-/gentechnische Verfahren zur Risikovorsorge" erstellt hat.


Programm des Statusseminars: "Substitutionspotenziale chemischer Verfahrenstechniken durch bio-/gentechnische Verfahren zur Risikovorsorge" am 15.11.2001 im Umweltbundesamt

Gesprächsleitung: Dr. Martin Mieschendahl, Umweltbundesamt, Berlin

10.30 Uhr Begrüßung
Jutta Penning, Umweltbundesamt, Berlin

10.40 Uhr Biotechnologie und industrielle Produktion: Aktivitäten des Umweltbundesamtes; Dr. Wolfgang Dubbert, Umweltbundesamt, Berlin

11.00 Uhr Biotechnologie und industrielle Produktion: Nationale und internationale Aktivitäten; Oliver Wolf, Institute for Protective Technological Studies (IPTS) of the Joint Research Centre (JRC) of the European Commission, Sevilla, Spanien

Kaffeepause

Gesprächsleitung: Ministerialdirigent Dr. Gustav W. Sauer, Ministerium für Umwelt, Natur,und Forsten, Kiel

11.45 Uhr Substitutionspotenziale chemischer Verfahrenstechniken durch bio-/gentechnische Verfahren zur Risikovorsorge: Das Gutachten; Dr. Hans-Bernhard Rhein, Umweltkanzlei Dr. Rhein, Sarstedt,unter Mitarbeit der Texys GmbH, Hannover

12.15 Uhr Diskussion

a: Meinungen/Stellungnahmen zum Gutachten
b: Potenziale der Biotechnik zur Minderung eines Störfallrisikos

Mittagspause

14.00 Uhr c: Bedeutung der Biotechnik für den Arbeitsschutz
d: Bedarf an Anreizen/Reglementierungen zur Durchsetzung
risikomindernder, biotechnischer Alternativen

ca. 16.00 Uhr Schlusswort

Weitere Informationen gibt es im Umweltbundesamt bei Dr. Martin Mieschendahl, Fachgebiet III 1.1, Fax: 030/8903-3105, e-mail: martin.mieschendahl@uba.de.

Karsten Klenner | idw

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