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Forum: Biotechnologie in der chemischen Industrie

22.10.2001


Die Abkürzung PIUS steht für "Produktionsintegrierter Umweltschutz". Damit lassen sich Herstellungsprozesse gestalten, die Rohstoffe effizient nutzen, die Umwelt schonen und Abfallmengen reduzieren. Mit PIUS beschäftigt sich am 8. November das Informationsforum "Biotechnologie in der Chemischen Industrie".



PIUS war nicht nur der Name von zwölf Päpsten, heute steht die Abkürzung für "Produktionsintegrierter Umweltschutz". Damit lassen sich Herstellungsprozesse gestalten, die Rohstoffe effizient nutzen, die Umwelt schonen und Abfallmengen reduzieren. Mit PIUS beschäftigt sich das Informationsforum "Biotechnologie in der Chemischen Industrie" (8. November, 13.00 bis ca. 17.00 Uhr, in den Räumen der IHK Köln, Unter Sachsenhausen 10-26, 50667 Köln). Die rubitec, Gesellschaft für Innovation und Technologie der Ruhr-Universität Bochum mbH, die IHK Köln und die Effizienzagentur NRW (Duisburg) haben Referenten aus Unternehmen eingeladen, die das Thema anhand von Praxisbeispielen beleuchten. Programm s. u.

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Allrounder Biotechnologie

Die Biotechnologie bietet vielfältige Möglichkeiten, Prozesse und Produkte umweltfreundlicher zu gestalten. Sie verfügt jedoch nicht nur über ökologische Vorteile, sondern wird in immer mehr Industriezweigen auch aus wirtschaftlicher Sicht konkurrenzfähig: Wer biotechnische Produkte entwickelt und optimiert und biotechnische Verfahren in die Produktion integriert, kann Rohstoffe und Energie einsparen sowie Abfälle und Emissionen vermindern. Teilweise lässt sich dadurch die Effizienz der Produktion deutlich erhöhen.

Biotechnologie in der Praxis

Ziel der Veranstaltung ist es, über die Einsatzmöglichkeiten biotechnischer Verfahren anhand von Praxisbeispielen zu informieren: Unternehmen der Chemiebranche berichten über ihre Erfahrungen mit biotechnischen Verfahren zur Produktion chemischer Substanzen (etwa Pharmabausteine, Steroide, Aromastoffe und Cyclodextrine). Sie zeigen ökonomische und ökologische Einsparpotenziale, stellen chemische Verfahren sowie Perspektiven der Biotechnologie im eigenen Unternehmen dar. Das Forum bietet den Teilnehmern Informationen über Fördermöglichkeiten und Beratungen sowie die Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Weitere Informationen und Anmeldung

Dr. Silke Brandt, rubitec, Gesellschaft für Innovation und Technologie der Ruhr-Universität Bochum mbH, Tel. 0234/32-11934, Fax: 0234/32-14630, E-Mail: Silke.Brandt@ruhr-uni-bochum.de.

Programm

13.00 Uhr, Begrüßung der Teilnehmer
13.15 Uhr, Einführung zum produktionsintegrierten Umweltschutz: Dr. Friedel Breuer,
IHK Köln; Dr. Julia R. Tschesche, Die Effizienz-Agentur NRW, Duisburg
13.30 Uhr, Enzymkatalyse - eine alternative Herstellung chiraler Pharmaka-Bausteine:
Dr. Thomas Daußmann, Jülich Fine Chemicals GmbH, Jülich
Mikrobiologische Stufen in der Steroid-Synthese: Dr. Tilman Spellig, Schering AG, Bergkamen
Der Natur auf der Spur - Biotechnologische Produktion von natürlichen Aromastoffen: Dr. Jens-Michael Hilmer, Haarmann & Reimer GmbH, Holzminden
15.00 Uhr, Kaffeepause
15.30 Uhr, Integrierte Prozessentwicklung am Beispiel der biotechnologischen
Herstellung von Futtermitteladditiven: Dr. Walter Pfefferle, Degussa AG, Halle-Künsebeck
Cyclodextrine - Biotechnische Stärkeprodukte mit universeller Anwendung: Dr. Manfred Amann, Consortium für elektrochemische Industrie GmbH; München
Fördermöglichkeiten für Unternehmen: Dr. Friedel Breuer, IHK Köln; Dr. Julia R. Tschesche, Effizienz-Agentur NRW, Duisburg
17.00 Uhr, Imbiss, Erfahrungsaustausch und informelle Gespräche mit Teilnehmern und
Referenten


Dr. Josef König | idw
Weitere Informationen:
http://www.efanrw.de

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