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Den Rätseln des Gehirns auf der Spur - Neurophysiologen tagen in Bonn

26.09.2001


"Ohne Gehirn ist alles nichts" - wohl kaum ein Organ zieht uns so in seinen Bann wie das menschliche Gehirn. Seine faszinierenden und manchmal abgründigen Funktionen sind wohl das naturwissenschaftliche Rätsel dieses Jahrhunderts - und Thema der 46. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN). Über 800 Forscher aus Deutschland und den Nachbarländern werden vom 3. bis 7. Oktober 2001 in Bonn erwartet. Die Tagung findet an der Universität Bonn im Gebäude Römerstraße 164 (Bonn-Nord) statt; organisiert wird das Treffen von der Universitätsklinik für Epileptologie.

Das Kongressprogramm zeichnet sich durch eine Mischung von klinisch-praktischen Kursen, neuesten Ergebnissen aus der klinischen Hirnforschung sowie grundlagen-wissenschaftlichen und methodischen Beiträgen aus. Der Schwerpunkt der Tagung liegt auf dem Gebiet der funktionellen Bildgebung des Gehirns, also denjenigen Verfahren, mit denen die Hirnforscher seit wenigen Jahren auf ungefährliche Weise dem Gehirn quasi beim Denken zusehen können. Erst kürzlich gelang es dem Tübinger Forscher Nikos Logothetis die hirnelektrischen Grundlagen der funktionellen Bildgebung zu ergründen. Dieser außerordentlich wichtige Durchbruch für die Hirnforschung wird bereits am Eröffnungstag in einem Vortrag von Professor Logothetis selber vorgestellt. Auch der Festvortrag am 4. Oktober von Professor Zilles wird den Zusammenhang von Hirnstruktur und Hirnfunktion anhand neuester Ergebnisse allgemeinverständlich darstellen.

Unter dem Dach der DGKN sammeln sich heute über 2.500 Forscher aus nervenheilkundlichen Fächern wie Neurologie, Neurochirurgie, Neuropädiatrie und Psychiatrie, aber auch aus den experimentellen Neurowissenschaften. Die 1950 seinerzeit als EEG-Gesellschaft gegründete DGKN setzt mit ihrem diesjährigen Kongressprogramm die seit Jahren konsequent vorangetriebene Entwicklung zu einer Fachgesellschaft für alle Methoden zur Darstellung neuronaler bzw. neuromuskulärer Aktivität fort und sie unterstreicht diesen Anspruch auch in dem zur Zeit neu entstehenden Fachbereich der funktionellen Bildgebung des Gehirns. Erst kürzlich hatte die Gesellschaft unter ihrem derzeitigen Präsidenten Prof. Dr. Christian E. Elger (Universitätsklinik für Epileptologie, Bonn) dieses faszinierende und schon jetzt klinisch relevante Gebiet mit großer Mehrheit ausdrücklich in ihren Namen aufgenommen.

Ansprechpartner für die Presse: Christian Hoppe, Klinik für Epileptologie, Universität Bonn, Telefon: 0228 287-6172, E-Mail: christian.hoppe@ukb.uni-bonn.de

Dr. Andreas Archut | idw
Weitere Informationen:
http://www.meb.uni-bonn.de/epileptologie/aktion/dgkn2001/dgkn2001.htm

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