Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kernfragen der Wissensgesellschaft

24.09.2001


In Leipzig findet vom 25. - 28. September 2001 die 5. Tagung der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft unter dem Thema "Kognitive Systeme und Mechanismen" statt.
Die Tagung wird am Dienstag, 11.30 Uhr, Hörsaal 19 im Hörsaalgebäude der Universität Leipzig, durch Prof. Strube (Freiburg), Vorsitzender der Gesellschaft für Kognitionswissenschaft, eröffnet.

Kognitionswissenschaft - was ist das?
Mit dem Wort "Kognition" bezeichnet man geistige Tätigkeiten des Menschen, also Wahrnehmen und Handeln, Lernen und Gedächtnis, Denken und Entscheiden, Sprechen und Sprachverstehen; ebenso auch die zum Teil beachtlichen geistigen Leistungen von Tieren.
Kognitionswissenschaft als Wissenschaft von der Kognition steht damit im Zusammenhang vieler anderer Wissenschaften, die ebenfalls - wenn auch nur unter anderem - Kognition untersuchen. Dazu gehören die Philosophie, die Psychologie, die Sprachwissenschaft, die Neurowissenschaft und die Künstliche Intelligenz als Teil der Informatik.

Die Leipziger Tagung führt nationale und internationale Experten der verschiedenen Disziplinen, die sich mit Kognition beschäftigen, zusammen. Neben den Hauptvorträgen in den Bereichen Kognitionswissenschaft (Strube, Freiburg), Neurowissenschaft (Roth, Bremen), Visuelle Wahrnehmung (Kanwisher, Cambridge USA), Sprache (Friederici, Leipzig) und Philosophie (Metzinger, Osnabrück) widmen sich zahlreiche Symposien und Workshops den einzelnen Themenbereichen. Hierbei stehen vor allem auch die kognitive Robotik und die Leistungen künstlicher Systeme im Vordergrund.

Was ist die gesellschaftliche Relevanz der Kognitionswissenschaft?
Unsere heutige Gesellschaft entwickelt sich hin zur sogenannten Wissensgesellschaft, d. h. große Mengen von Wissen stehen dem Menschen im Prinzip zur Verfügung. Zentrale Fragen bei der Nutzung dieses Wissens sind, (a) wie dieses Wissen gespeichert sein muss, um gut von Informationssystemen abrufbar zu sein, (b) in welcher Form (visuell, akustisch) dieses Wissen am besten abrufbar ist, (c) wie gegeben die Beschränkungen des menschlichen Gedächtnisses dieses Wissen verfügbar bleibt, um anwendbar zu sein und (d) welches die biologischen bzw. neurologischen Bedingungen (Alter, Krankheit) und die situationellen Bedingungen (Stress, Störgeräusche) sind, unter denen Wissensabruf, Wahrnehmunsprozesse, Erinnerungsprozesse und Problemlösungsprozesse optimal oder suboptimal funktionieren.
Die Kognitionswissenschaft leistet einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis dieser Aspekte unseres Lebens.

Weitere Informationen: Dr. Thomas Jacobsen, Tel.: 0341 / 97 35907

Tagungsbüro: 0341 / 99 40107

Volker Schulte | idw

Weitere Berichte zu: Kognitionswissenschaft Wissensgesellschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin
24.02.2017 | TMF - Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung e.V. (TMF)

nachricht Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie
24.02.2017 | Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie