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Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie tagt in Aachen: Neurowissenschaftler präsentieren neueste Forschungsergebnisse

18.09.2001


Vom 19. bis 23. September 2001 tagt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie im Eurogress Aachen. Über 2.500 Ärzte dieses Fachgebietes kommen zusammen, um neueste Forschungsergebnisse in der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Nervensystems wie dem Morbus Parkinson, der Multiplen Sklerose, dem Schlaganfall, der Migräne und der Querschnittlähmung zu präsentieren.

Gastgeber der 74. Jahrestagung der medizinischen Fachgesellschaft ist die Neurologische Klinik des Universitätsklinikums der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen unter der Leitung ihres Direktors Professor Dr. med. J. Noth. Fünf Hauptthemen rund um Erkrankungen des Nerven-systems stehen auf dem Programm. Das Thema "Störungen der zentralen Motorik" geht der Fragestellung nach, wie die motorischen Zentren des Gehirns mit erlittenen Schädigungen fertig werden - beispielsweise mit einer Halbseitenlähmung infolge eines Schlaganfalls. Indem die Ärzte und Wissenschaftler die Reparaturmechanismen des Gehirns verstehen lernen, eröffnen sie neue therapeutische Möglichkeiten für Patienten.

Dem Gehirn beim Denken und Fühlen zusehen

Bahnbrechend im Bereich "Methoden der Bildgebung" sind die Möglichkeiten, mit Positronen-Emissions-Tomographie, funktioneller Magnetresonanztomographie und Magnetenzephalographie dem Gehirn beim Denken und Fühlen zuzusehen. Vor Hirnoperationen können dank dieser Verfahren schonende Operationswege geplant werden, um so wichtige Funktionen des Gehirns (z. B. Sprachfunktionen) zu erhalten. Die Neurowissenschaftler suchen erbliche neurologische Erkrankungen zu entschlüsseln, damit den betroffenen Patienten noch effektivere Therapien angeboten werden können und damit in naher Zukunft auch Kinder von betroffenen Patienten von einer früh einsetzenden Therapie, die den Krankheitsausbruch verhindert, profitieren können.

Die Neurologische Klinik in Aachen ist über die Grenzen Deutschlands angesehen für ihre Forschungen auf dem Gebiet der experimentellen Rückenmarks-Forschung sowie der Diagnostik und Therapie von Sprachstörungen. In einer Reihe von Spezialsprechstunden (Ambulanzen für Schlafstörungen, Multiple Sklerose, M. Parkinson und andere Bewegungsstörungen, Sprach- und Sprechstörungen) bieten die Ärzte der Aachener Neurologie Patienten mit neurologischen Erkrankungen kompetente Diagnostik und Therapie an.

Claudia Wilke | ots

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