Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Landkarten" hirnelektrischer Aktivität

14.09.2001


Zehntes "Deutsches EEG/EP Mapping Meeting" am 28. und 29. September an der Justus-Liebig-Universität Gießen

Das "Deutsche EEG/EP Mapping Meeting" findet am Freitag, dem 28. September, und Samstag, dem 29. September 2001, im Hörsaalgebäude des Anatomischen Instituts (Aulweg 123, Gießen) statt. In diesem Jahr findet das Deutsche EEG/EP Mapping Meeting zum zehnten Mal in Gießen statt. Diese Tagung wird regelmäßig von Prof. Dr. Wolfgang Skrandies, Physiologisches Institut der Justus-Liebig-Universität, veranstaltet. Dabei treffen sich Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum, um moderne Methoden der Hirnforschung zu diskutieren.

Die technische Fortentwicklung des Elektroenzephalogramms (EEG) erlaubt, die Aktivität des Gehirns nicht-invasiv als "Landkarten" der hirnelektrischen Aktivität zu untersuchen. Ähnlich wie bei bildgebenden Verfahren wie Positronenemissionstomographie (PET) und Kernspintomographie (NMR) werden Bilder des Gehirns und seiner Aktivität geliefert. Der Vorteil von elektrophysiologischen Methoden ist die zeitliche Auflösung: das EEG und die sogenannten "Evozierten Potentiale" (EP) stellen das einzige Verfahren dar, die Reaktionen des Gehirns im Bereich von tausendstel Sekunden abzubilden, um die rasch ablaufenden Hirnprozesse angemessen zu untersuchen; Sehen, Hören, Fühlen und Denken geschieht schließlich in Bruchteilen von Sekunden.

Das Deutsche EEG/EP Mapping Meeting ist eine kleine, interdisziplinäre und sehr diskussionsfreudige Veranstaltung mit rund 70 Teilnehmern aus vielen verschiedenen Fachgebieten (Neurologie, Neurochirurgie, Ophthalmologie, Psychiatrie, Physiologie & Hirnforschung, Psychologie, Physik sowie Mathematik & Statistik). In den letzten zehn Jahren wurden in etwa 350 Referaten und Posterpräsentationen experimentelle Daten über spontane EEG-Aktivität sowie evozierte Hirnaktivität vorgestellt. Hierbei zeigten methodische Neuentwicklungen über die Jahre unterschiedliche Schwerpunkte. Neben aktuellen Arbeiten zu Fragen der Grundlagenforschung im Bereich der Neurophysiologie und Psychologie waren regelmäßig auch klinische Aspekte der Anwendung dieser Methoden vertreten. Die klinisch-praktischen Fragen stammen aus dem Bereich der Psychiatrie, der Neurologie und Kinderneurologie sowie der Neurochirurgie, wobei verschiedene Hirnfunktionen von Patienten untersucht und diagnostiziert werden.

Die Tatsache, dass diese Tagung nun zum zehnten Mal stattfinden wird und dass auch Kollegen aus dem deutschsprachigen Ausland regelmäßig nach Gießen kommen, verdeutlicht, dass die topographische Analyse von elektrischer Hirnaktivität ein wichtiges, lebendiges und weitreichendes Forschungsgebiet ist, das die elektrischen Felder des menschlichen Gehirns quantitativ untersucht und nach klinisch-praktischen Anwendungen strebt.

Kontaktadresse:

Prof. Dr. Wolfgang Skrandies
Physiologisches Institut
Aulweg 129
35392 Gießen
Tel.: 0641/99-47270
Fax: 0641/99-47279
E-Mail: wolfgang.skrandies@physiologie.med.uni-giessen.de

Christel Lauterbach | idw
Weitere Informationen:
http://www.med.uni-giessen.de/physio/

Weitere Berichte zu: EEG Mapping Neurochirurgie Neurologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"
20.11.2017 | VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

nachricht Technologievorsprung durch Textiltechnik
17.11.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

VDI-Expertenforum „Gefährdungsanalyse Trinkwasser"

20.11.2017 | Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fall aus dem Datenrettungslabor – USB Sticks mit fehlerhaften Angaben

20.11.2017 | Unternehmensmeldung

Anwender-Workshops „Laserbearbeitung von Faserverbundwerkstoffen“

20.11.2017 | Seminare Workshops

Hand aufs Herz - was wissen wir über herzgesunde Lebensmittel?

20.11.2017 | Unternehmensmeldung