Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Atemwegserkrankungen auf dem Vormarsch - 4. Deutscher Lungentag am 15. September 2001

11.09.2001


Die Funktion der Lunge kann mit einem einfachen Messgerät, dem Peak-flow-Meter geprüft werden. Foto: iKOMM


Über 200 Informationsveranstaltungen und kostenlose Lungenfunktionstests am 15. September 2001 im gesamten Bundesgebiet; Lungenexperten beantworten Fragen zum Thema "Umwelt und Lunge" am Mittwoch, 12. September 2001, in der Zeit von 10:00 bis 20:00 Uhr unter 0700LUNGENTAG

Bad Lippspringe. Faszinierende 100 Quadratmeter Fläche, soviel wie ein Tennisplatz, mit einem Luftaustausch von 10.000 bis 20.000 Litern pro Tag: Das ist die Lunge, unser größtes, in ständigem Kontakt zur Umwelt stehendes Organ. Ein Sekret schützt die empfindliche Schleimhaut der Lunge, feine Flimmerhärchen transportieren unentwegt eingeatmete Partikel zurück und Abwehrmechanismen sorgen dafür, dass Erreger keinen Schaden anrichten können. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen ist unsere Lunge zunehmend verletzbarer geworden, wie die Prognosen von Lungenexperten zeigen: Atemwegserkrankungen haben sich zu Volkskrankheiten entwickelt und sind weiter auf dem Vormarsch. Mit einem breiten Informationsangebot und kostenlosen Lungentests begegnen die Organisatoren des 4. Deutschen Lungentages mit dem diesjährigen Schwerpunktthema "Umwelt und Lunge" bundesweit am 15. September in zahlreichen regionalen Veranstaltungen dieser Entwicklung.

Heute sterben mit einem Anteil von 10 Prozent mehr Menschen an Lungenerkrankungen als durch Unfälle (3 %). Bei den Berufskrankheiten verursachen Atemwegserkrankungen mit 37 Prozent die höchsten Kosten und mit 28 Prozent die meisten Fälle von Arbeitsunfähigkeit. Die vier bedeutendsten Atemwegserkrankungen - Lungenentzündung, chronische Bronchitis / Lungenemphysem, Tuberkulose und Lungenkrebs - sind, von der Öffentlichkeit meist unbemerkt, weltweit zu Volkskrankheiten geworden. Während Herzinfarkt und Schlaganfall in den Industrienationen alterskorrigiert zurückgehen, prognostizieren Experten in Deutschland bis zum Jahr 2010 eine Zunahme von Asthma, Bronchitis und Lungenentzündungen um 25 Prozent, von Lungenkrebs sogar um 30 Prozent.

Diese Entwicklung steht im krassen Gegensatz zu den heute verfügbaren Möglichkeiten, Atemwegserkrankungen zu erkennen und zu behandeln. Lungenfachärzte und auf die Behandlung von Atemwegserkrankungen spezialisierte Kinderärzte verfügen über hochempfindliche Einrichtungen, die es ermöglichen, Atemwegserkrankungen frühzeitig zu diagnostizieren. Moderne, hochwirksame Medikamente stehen zur effektiven Behandlung der meisten Atemwegserkrankungen zur Verfügung.

Auch wenn der Einfluss der Umwelt auf die Entstehung von Atemwegserkrankungen noch nicht vollständig geklärt ist, sind heute viele Auslöser bekannt und können gemieden werden. Das Augenmerk der Lungenspezialisten richtet sich dabei besonders auf das häusliche Umfeld, wo wir uns die meiste Zeit unseres Lebens aufhalten. Schimmelpilze, Pollen, Hausstaubmilben und Haustiere können Auslöser von allergischen Erkrankungen und Asthma sein. Tabakrauch dauerhaft aktiv oder passiv inhaliert, fördert die chronischer Bronchitis und Lungenkrebs. Aber auch Gase, Stäube und Dämpfe am Arbeitsplatz können Auslöser von Atemwegserkrankungen sein.

Je früher Atemwegserkrankungen erkannt werden, desto effektiver können sie behandelt werden. Dabei kann jeder Frühsymptome von Atemwegserkrankungen an sich selbst erkennen.

Im Rahmen des bundesweit stattfindenden 4. Deutschen Lungentages werden am 15. September 2001 in zahlreichen Orten Deutschlands in Fußgängerzonen, Arztpraxen und Kliniken Informationen über Auslöser von Atemwegserkrankungen, Früherkennungs- und Schutzmöglichkeiten sowie kostenlose Lungentests angeboten. Ärzte können sich im Rahmen ärztlicher Fortbildungsveranstaltungen über aktuelle und neue Behandlungsmethoden bei Atemwegserkrankungen informieren.

Darüber hinaus beantworten Lungenfachärzte und auf die Behandlung von Atemwegserkrankungen spezialisierte Kinderärzte Fragen zum Thema "Umwelt und Lunge" im Rahmen einer bundesweiten Telefonaktion am Mittwoch, 12. September 2001 in der Zeit von 10:00 bis 20:00 Uhr. Die Telefonhotline ist unter der bundesweit geltenden Telefonnummer 0700 - 5864 3682 (0700LUNGENTAG) erreichbar (0,24 DM von 08:00 - 18:00 Uhr, 0,12 DM in der restlichen Zeit).

Der Deutsche Lungentag ist eine gemeinsame Aktion folgender Organisationen:

  • Deutsche Gesellschaft für Pneumologie e. V.
  • Bundesverband der Pneumologen e. V.
  • Christiane Herzog Stiftung für Mukoviszidosekranke e. V.
  • Deutsche Atemwegsliga e. V.
  • Deutsche Lungenstiftung e. V.
  • Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e. V.

Informationen über den Deutschen Lungentag und eine Übersicht der geplanten Veranstaltungen sind erhältlich bei:

Koordinationsausschuss Deutscher Lungentag
Burgstraße 12
33175 Bad Lippspringe
Tel 05252 - 954 505
Fax 05252 - 954 506
E-Mail: info@lungentag.de

Dr. Ulrich Kümmel | idw
Weitere Informationen:
http://www.lungentag.de/

Weitere Berichte zu: Atemwegserkrankung Lungentag

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen
23.08.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Logistikmanagement-Konferenz 2017
23.08.2017 | Universität Stuttgart

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie