Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltgrößte Konferenz für Leistungselektronik in Österreich

20.08.2001


An die 1000 Experten treffen sich zur weltgrößten Konferenz für Leistungselektronik und Anwendungen (EPE) von 27. bis 29. August in Graz (Steiermark). Veranstalter ist das Institut für Elektrotechnik der Montanuniversität Leoben.

Neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Leistungselektronik stehen im Mittelpunkt der "European Conference on Power Electronics and Applications" (EPE), die rund 1000 Experten aus Europa, Asien, Nord- und Südamerika sowie auch Afrika und Australien in die Steiermark führen wird. Das Institut für Elektrotechnik an der österreichischen Montanuniversität Leoben wurde als Veranstalter ausgewählt. Ein wesentlichen Forschungsschwerpunkt der Leobener Elektrotechniker gilt diesem Bereich.

Die Konferenz, die alle zwei Jahre in einem anderen europäischen Land stattfindet, widmet sich heuer bereits zum neunten Mal diesem stark an Bedeutung gewinnenden Bereich der Energietechnik. Leistungselektronik ist unerlässlich, wenn es darum geht, elektrische Energie umzuformen, weiterzuleiten und zu steuern. Wichtige Anwendungen ergeben sich in der Verkehrstechnik mit hohen Geschwindigkeiten, bei Schiffsantrieben, in der Montanindustrie beim Fördern und Umformen, bei drehzahlveränderlichen elektrischen Antrieben jeder Art. Weit verbreitet sind leistungselektronische Anwendungen auch in der Autoindustrie und insbesondere in der Alternativenergie.

9000 PS steuern

Um etwa eine Lokomotive mit bester Energienutzung bewegen zu können, bedarf es eines ausgeklügelten leistungselektronischen Systems. Dieses muss imstande sein, eine fast 9000 PS starke Lok in gleichmäßige Beschleunigungs- und Bremsabläufe zu bringen. Im Falle von Störfällen wie z. B. Blitzeinschlägen in den Fahrdraht soll der Zug ohne Beschädigung des Antriebssystems weiterfahren. Die Leistungselektronik ermöglicht es auch Energie zu sparen, indem der Bremsvorgang von Zügen mit Rückgewinnung von Bewegungsenergie zur Energieeinspeisung in das Netz der Bahn genützt wird.

Optimale Nutzung von Alternativenergie

Optimale Energiegewinnung ist Ziel der Leistungselektronik in der Alternativenergie. Wind, Wasser und Sonne sind nicht konstant verfügbar. Dafür, dass die gewonnene Energie mit bester Nutzung und störungsfrei in das Stromnetz eingespeist werden kann, sorgt die Leistungselektronik. Ein Beispiel ist die vor kurzem installierte Solaranlage am Dach der Montanuniversität, die Leobener Wissenschaftler und Studierende im Rahmen einer Lehrveranstaltung in Betrieb setzten. Diese Photovoltaik-Anlage erzeugt pro Jahr rund 1000 Kilowattstunden und speist die gewonnene Energie in das öffentliche Stromnetz ein.

Antriebstechnik und Alternativenergie sind zwei der Themenkomplexe, denen sich die EPE 2001 vom 27. bis 29. August in Graz widmet. An die 1000 Experten aus Wissenschaft und Industrie werden in über 500 Einzelveranstaltungen ihre neuen Erkenntnisse darlegen und Erfahrungen austauschen. In der integrierten Ausstellung präsentieren 18 Firmen ihre Leistungen. Zusätzlich werden vor der Konferenz 14 spezielle Fachkurse mit Referenten aus Europa und den USA angeboten. Die Konferenz richtet sich nicht nur an Wissenschaftler, sondern auch an Fachleute aus der Industrie sowie an Lehrpersonen und Studierende. Die Anmeldung zur EPE 2001 ist bis Konferenzbeginn möglich. Konferenzsprache ist Englisch.

Prof. Dr. Helmut Weiß, Vorstand des Instituts für Elektrotechnik an der Montanuniversität und Vorsitzender der EPE 2001, verfolgt mit dieser "europäisch-verbindenden Konferenz auch die Absicht, aufgrund der geografischen Lage von Graz verstärkt Fachleute aus osteuropäischen Ländern einzubeziehen". In dieser "verbindenden" Hinsicht spielt auch das umfangreiche Rahmenprogramm eine Rolle, das "für jeden etwas bietet": die Besichtigung der VOEST Alpine Donawitz, des Magna Werks und der Antriebsfertigungsstätte von Fa. TSA, aber auch geführte Ausflüge in der Steiermark.

Weitere Infos und Anmeldungen:
Montanuniversität Leoben, Institut für Elektrotechnik, Univ.-Prof. Dr. Helmut Weiß,
Tel. +43 3842 402-310, Fax +43 3842 402-318, E-Mail: epe2001@unileoben.ac.at

Magister Thomas Winkler | idw
Weitere Informationen:
http://epe2001.unileoben.ac.at/

Weitere Berichte zu: Alternativenergie EPE Elektrotechnik Leistungselektronik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht 10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
22.06.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften