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Dreidimensionaler Blick in die lebende Zelle

06.02.2001


Referenzzentrum Konfokale Laser-Scan-Mikroskopie an der Universität Bonn gegründet

Tumorzellen des Zwerghamsters (Ovarialkarzinomzellen)
Das Zellskelett ist für die Beweglichkeit von Zellen und für ihre Stabilität verantwortlich. Hier ist das Aktinsystem markiert. (Aufnahme: Privatdozentin Klaudia Brix)


Fotograf: Klaudia Brix

. Aufnahme von Signalen durch eine Nervenzelle.
Rezeptoren für einige dieser Signale sind in Mikrodomänen (grün), kleinen umschriebenen Arealen der Zelloberfläche, konzentriert. Die Abbildung zeigt die Bindung der löslichen Form des Alzheimer Amyloid Vorläufer-Proteins (grün), dessen biologische Funktion derzeit erforscht wird. (Aufnahme: J. Hoffmann) (DFG-Schwerpunkt "Zelluläre Grundlagen der Alzheimer Erkrankung")
Fotograf: J. Hoffmann

Die Konfokale Laser-Scan-Mikroskopie hat sich in vielen Bereichen von Biologie und Medizin zu einem wichtigen Instrument gemausert, mit dem sich molekulare Strukturen und Vorgänge in lebenden Zellen und Geweben räumlich darstellen lassen. Das Bonner Forum Biomedizin hat nun in Kooperation mit der Firma Carl Zeiss ein Referenzzentrum für Konfokale Laser-Scan-Mikroskopie gegründet. Die Einrichtung wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Land Nordrhein-Westfalen finanziell unterstützt; die Eröffnung findet am Freitag, 16. Februar, im Institut für Zellbiologie der Universität Bonn, Ulrich-Haberland-Str. 61a, statt.

Die Konfokale Laser-Scan-Mikroskopie hat sich zu einer zentralen Technik moderner zellbiologischer Forschung entwickelt. Sie liefert detaillierte Bilder von einer definierten Schnittebene, und - anders als bei herkömmlichen Methoden - ohne störende Einflüsse aus anderen Bereichen der Zelle. Die in verschiedenen Ebenen gemachten Bilder lassen sich am Computer zu einer räumlichen Ansicht verschmelzen.

Der größte Vorteil des Mikroskops ist jedoch, dass sich mit ihm die Wanderung von lebenden Zellen oder auch die Bewegung Zellmolekülen direkt am Bildschirm verfolgen lassen. Dazu drücken die Wissenschaftler dem Molekül, für das sie sich interessieren, eine Art "molekulare Laterne" in die Hand - das "Grün Fluoreszierende Protein" aus der von Natur aus leuchtenden Hochseequalle Aequorea victoria. Diese Technik ermöglicht es beispielsweise, den molekularen Motor von wandernden Zellen sichtbar zu machen.

Das Bonner Forum Biomedizin wurde 1996 mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit von Forschergruppen aus Biologie, Chemie und Medizin zu verbessern. Die Kooperation erlaubt auch die Anschaffung von Forschungsgeräten wie dem Laser-Scan-Mikroskop, das als Bestandteil des Bonner Forums Biomedizin von verschiedenen Arbeitsgruppen genutzt und außerdem professionell betreut wird. Partner der Bonner Wissenschaftler beim neuen Referenz-Zentrum ist die Firma Zeiss. Ein Kooperationsvertrag mit der Universität Bonn sieht unter anderem vor, dass das Gerät ständig auf dem technisch aktuellen Stand gehalten wird.


Weitere Informationen: Prof. Dr. Volker Herzog, Bonner Forum Biomedizin, Tel.: 0228/73-5301, Fax: 0228/73-5302, 
E-Mail:  herzog@uni-bonn.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Frank Luerweg | idw

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