Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Diagnose und Therapie von Hirntumoren

18.04.2001


Fortschritte bei der Diagnostik und Therapie von Hirntumoren stehen im Mittelpunkt der ersten Vortragsveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Neuromedizin des Universitätsklinikums (UKM) Münster in diesem Sommersemester. Mit der am Mittwoch, 25. April 2001, um 17.30 Uhr im Hörsaal L 30 im Lehrgebäude des Zentralklinikums beginnenden Veranstaltung blickt die Arbeitsgemeinschaft gleichzeitig zurück auf die von ihr vor zehn Jahren initiierte Sitzungsreihe zu aktuellen Themen aus dem Bereich der Neuromedizin. Ziel dieser seitdem in jedem Semester durchgeführten Vortragsreihe, bei der Experten des UKM bestimmte neuromedizinische Fragen aus unterschiedlicher Fachperspektive beleuchten, ist es, die große Bedeutung der fachübergreifenden Zusammenarbeit von Medizinern im Bereich der Neuromedizin herauszustellen.

Am Beispiel des Hirntumors soll die Auftaktveranstaltung in diesem Semester vor Augen führen, welche enormen Fortschritte die Neuromedizin in den vergangenen zehn Jahren gemacht hat. So hat beispielsweise die bildgebende Diagnostik mittlerweile eine Qualität und Auflösung erreicht, die es erlaubt, bei Verdacht auf das Vorliegen eines Hirntumors selbst kleinste charakteristische Veränderungen in früher schwer zugänglichen Bereichen des Gehirns exakt abzubilden. Eine wesentliche Zusatzinformation liefert heute die nuklearmedizinische Diagnostik. So kann beispielsweise die Aktivität des Glukosestoffwechsels dargestellt werden, die oft ein Maß für die Aggressivität des Tumors ist. Darüber hinaus kann die Darstellung des Aminosäuretransports unter anderem wertvolle Hinweise geben auf mögliche Tumorneubildungen.

Große Fortschritte wurden in den vergangenen zehn Jahren auch im Bereich der Immunhistochemie und der Molekulargenetik erzielt. Aufgrund dieser rasanten Entwicklungen musste die Klassifikation der Hirntumoren durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in dieser Zeit zweimal revidiert werden mit besserer Einschätzung der Prognose und Therapiemöglichkeiten. Weiterentwickelt hat sich in diesen zehn Jahren aber auch die mikroneurochirurgische Operationstechnik: Die moderne Errungenschaft ist hier die so genannte Computernavigation, bei der durch Operationsplanung am PC und Einbindung des Operationsmikroskops in die Navigation ein möglichst schonender Zugang zum Tumor gewählt und gesundes und erkranktes Gewebe klar voneinander abgegrenzt werden kann.

Referenten der Vortragsveranstaltung am 25. April sind Dr. Michael Freund vom Institut für Klinische Radiologie, Dr. Matthias Weckesser von der Klinik für Nuklearmedizin, Dr. Christian Rickert vom Institut für Neuropathologie und Douglas Schildheuer von der Klinik für Neurochirurgie des UKM. Eingeladen sind nicht nur Mitarbeiter und Studierende der Medizinischen Fakultät, sondern insbesondere auch alle interessierten niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte im Raum Münster. In den weiteren Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft Neuromedizin im laufenden Sommersemester geht es am 23. Mai um Fehlbildungen in der kranio-spinalen Achse und am 27. Juni um das aktuelle Thema BSE und Creutzfeldt-Jakob-Krankheit.

Norbert Frie |

Weitere Berichte zu: Neuromedizin UKM

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten