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Heute viel mehr als "nur" Diagnose - MRT

19.01.2001


Die Magnetresonanztomographie (MRT) macht durch ihre rasante Entwicklung von sich reden - "From Form to Function" ist deshalb auch das Motto des 9. Internationalen MRT-Symposiums, das vom 24. bis 27. Januar 2001 im Kongresszentrum Garmisch-Partenkirchen stattfindet.

Prof. Dr. Maximilian Reiser, Direktor der Klinischen Radiologie am Klinikum der Universität München, erwartet 1000 Teilnehmer aus Europa, Japan und USA zu diesem Expertenmeeting, das alle 2 Jahre stattfindet.

DAS VERFAHREN
Die MRT ist ein bildgebendes Verfahren, das unter dem Einfluss eines Magnetfeldes kurzfristig den Zustand von Atomkernen ändert. Am praktischen Beispiel einer Darstellung von Gefäßen: Bei der MR-Angiographie wird ein nicht-jodhaltiges Kontrastmittel in die Armvene eingespritzt, welches durch seine Zusammensetzung sogenannte paramagnetische Eigenschaften besitzt. Mittels eines Magnetfeldes erhält man deutlich messbare elektrische Signale, aus denen in einem aufwendigen Verfahren am Computer ein dreidimensionaler "Gefäßatlas" errechnet wird. Anhand der gewonnen Daten können beliebige Gefäßabschnitte aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden.

DIE VORTEILE FÜR DEN PATIENTEN

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Diese Untersuchung kommt ohne ionisierende Strahlen aus; nicht nur die fehlende Strahlenbelastung zeichnet die MRT aus, sie ist für den Patienten schonend und weniger belastend. So kann den Patienten häufig eine Kathederuntersuchung erspart werden. Neuerdings kann mit MRT auch der Dickdarm untersucht werden (sog. virtuelle Koloskopie), ohne dass in den Enddarm ein fingerdicker Schlauch eingeführt werden muss. Zudem können gleichzeitig bei einem Tumor des Dickdarms die oft begleitenden Metastasen von Lymphdrüsen und Leber diagnostiziert werden.

FROM FORM TO FUNCTION - KENNTNISSE ÜBER KÖRPERFUNKTIONEN
Neben der Diagnostik greift die MRT rasant und in einer bemerkenswerten Bandbreite in die Therapie ein. Nach der Frühdiagnose mit MRT lässt sich ein zu einem Schlaganfall führendes Blutgerinnsel wieder auflösen, ohne dass bleibende Schäden für den Patienten zurückbleiben. Durch die MRT lassen sich noch wenig erforschte physiologische Zusammenhänge darstellen. So wird z.B. im Rahmen des Kongresses simultan aufgezeigt, welche unterschiedlichen Hirnbereiche für komplexe Bewegungen, für Sprache und für Arbeiten, die das Gedächtnis beanspruchen, verantwortlich sind.

WOMEN’S IMAGING - DIAGNOSE UND THERAPIE VON FRAUENSPEZIFISCHEN ERKRANKUNGEN
Ein Schwerpunkt des Kongresses sind Fortschritte in der Diagnose und Therapie von frauenspezifischen Erkrankungen. Die Diagnose des Brustkrebses wird durch gezielte Biopsie verbessert, die den Patientinnen eine operative Freilegung des verdächtigen Brustgewebes erspart. Millimetergenau werden jene Teile für den Chirurgen markiert, die entfernt werden müssen, aber durch die exakte Bestimmung eine größtmögliche Erhaltung der Brust erlauben. Mit der funktionellen MRT des Beckenbodens gelingt es, die Ursachen für Senkungsbeschwerden, eine weibliche Tabuerkrankung, zu identifizieren. Häufig stehen die Patientinnen durch Harn- oder Stuhlinkontinenz unter hohem Leidensdruck und können so einer spezifischen Therapie zugeführt werden.


Ansprechpartner:
PD Dr. Jürgen Scheidler
Tel.: 089-7095-3250
Kongresstelefon (Di., 22.1. - Fr. 26.1.; 8.00-19.00) 08821-180 812, Fax: 08821

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

S. Nicole Bongard | idw

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