Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

WHO-Workshop zur Chronifizierung von Rückenschmerzen

29.01.2001


Internationales Expertentreffen zu Epidemiologie, Gesundheitsökonomie und medizinischer Versorgung

Ein zweitägiger internationaler Workshop zur Chronifizierung von Rückenschmerzen findet am 2. und 3. Februar 2001 in Lübeck statt. Die offizielle Veranstaltung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird vom Institut für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Lübeck (MUL) ausgerichtet. Zur Eröffnung des Workshops (Freitag, 2. Februar 2001, 9 Uhr, Buddenbrookhaus, Mengstraße 4, Lübeck) sprechen Dr. Holger Martens, Bundesgesundheitsministerium, Prof. Michael von Korff, WHO, sowie Senator Wolfgang Halbedel für die Hansestadt Lübeck.
An dem Lübecker Workshop nehmen 40 führende Mediziner, Psychologen, Epidemiologen und Gesundheitsökonomen teil. Neben Teilnehmern aus Deutschland sind dies auch Wissenschaftler aus den USA und Kanada, aus Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz, Norwegen und Dänemark. 

... mehr zu:
»Chronifizierung »Sozialmedizin »Who

Der Workshop wird im Rahmen des Kooperationsprogramms der Bundesregierung mit der WHO durchgeführt. Tagungssprache ist Englisch. Leiter des Workshops ist Dr. phil. Thomas Kohlmann vom Institut für Sozialmedizin der MUL.
Eine Pressekonferenz im Rahmen des Workshops findet am Freitag, dem 2. Februar 2001, um 13 Uhr im Gewölbekeller des Buddenbrookhauses statt. Alle Journalisten und Journalistinnen sind herzlich eingeladen. 
Forschungen auf dem Gebiet der Rückenschmerzen haben am Lübecker Institut für Sozialmedizin (Direktor Prof. Dr. med. Dr. phil. Heiner Raspe) eine lange Tradition. Insbesondere zur Verbreitung der Rückenschmerzen in der Bevölkerung (Epidemiologie) wurden hier unter anderem die große "Lübecker Rückenschmerzstudie" (1990-1993) und eine Teilstudie der "European Vertebral Osteoporosis Study (EVOS)" durchgeführt.

Der Lübecker Workshop befasst sich speziell mit den Prozessen, die bei der "Chronifizierung" von Rückenschmerzen eine Rolle spielen. Obwohl das Verständnis davon, wie es zu chronischen Schmerzen kommt, für präventive und therapeutische Ansätze von besonderer Bedeutung ist, ist über diese Prozesse gegenwärtig noch viel zu wenig bekannt. Die verfügbaren wissenschaftlichen Ergebnisse wurden noch nicht in einer Form zusammengetragen, wie sie für eine unmittelbare Anwendung in der medizinischen Versorgung und der Vorsorge, zum Beispiel am Arbeitsplatz, erforderlich ist.
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Gesundheitsstörungen in der Bevölkerung. Sie verursachen nicht nur eine beträchtliche "Krankheitslast" ("burden of illness"), sondern sind in allen Ländern westlicher Prägung mit enormen Kosten im Gesundheitswesen verbunden. Allein in Deutschland werden die direkten und die indirekten Kosten (medizinische Behandlung einerseits und Arbeitsunfähigkeit und Berentung andererseits) auf jährlich etwa 40 Milliarden Mark geschätzt. Besonders die chronischen Formen des Rückenschmerzes sind für diese Situation verantwortlich. Die Lübecker Sozialmediziner schätzen, dass etwa zehn Prozent der Personen mit Rückenschmerzen davon bedroht sind, an lang anhaltenden oder häufig wiederkehrenden Rückenschmerzen zu erkranken.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Rüdiger Labahn | idw

Weitere Berichte zu: Chronifizierung Sozialmedizin Who

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena
16.10.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

nachricht bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer
13.10.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer

13.10.2017 | Veranstaltungen

Tagung „Energieeffiziente Abluftreinigung“ zeigt, wie man durch Luftreinhaltemaßnahmen profitieren kann

13.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

16.10.2017 | Physik Astronomie

Was läuft schief beim Noonan-Syndrom? – Grundlagen der neuronalen Fehlfunktion entdeckt

16.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

16.10.2017 | Förderungen Preise