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Neue Therapiemöglichkeiten bei Brust-und Eierstockkrebs

03.01.2001


Rund 45.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an Brustkrebs, weitere 8000 an einem bösartigen Tumor der Eierstöcke. Über neue Behandlungsmöglichkeiten bei diesen Krebserkrankungen informiert am Mittwoch, dem 17. Januar 2001, die jetzt bereits zum fünften Jahr in Folge stattfindende jährliche Tagung der Universitäts-Frauenklinik Münster zum aktuellen Stand bösartiger Erkrankungen in der Frauenheilkunde. Die Moderation der um 19 Uhr im Hotel Mövenpick am Aasee beginnenden Veranstaltung übernimmt wie in den vergangenen Jahren Oberarzt Dr. Christian Jackisch von der Uni-Frauenklinik.

Die Behandlung der Brustkrebserkrankung hat durch die Einführung der "neoadjuvanten Therapie", bei der vor der Operation eine Chemo- oder Hormonbehandlung erfolgt, um dann den verkleinerten Tumor möglichst brusterhaltend zu operieren, einen entscheidenden Wandel für die betroffenen Frauen erfahren. Aber auch die Möglichkeiten der postoperativen Chemotherapie haben sich dank zahlreicher klinischer Studien, die unter anderem am münsterschen Universitätsklinikum in Kooperation mit der Frauenklinik und der Strahlentherapie erfolgten, erheblich verbessert. So konnten nach Angaben Jackischs Nebenwirkungen reduziert und die Effektivität dieser Behandlung durch die Einführung neuerer Medikamente deutlich verbessert werden.

Für die Behandlung des fortgeschrittenen Brustkrebses steht den Ärzten seit September vergangenen Jahres der erste Antikörper zur Verfügung, der sich durch eine gute Verträglichkeit und einen hohen Wirkungsgrad bei der Behandlung von Metastasen auszeichnet. Prof. Dr. Ingo Kennerknecht vom Institut für Humangenetik der Universität Münster wird über die Ergebnisse der bundesweit ersten Studie berichten, die sich mit der erblichen Form der Brust- und Eierstock-Krebserkrankung befasst.

In den vergangenen Jahren wurde diese Informationsveranstaltung der münsterschen Universitäts-Frauenklinik zur Optimierung von Krebsbehandlungen von mehr als hundert Ärztinnen und Ärzten besucht.

Jutta Reising | idw

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