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Nullenergiebilanz von Gebäuden, Siedlungen und Städten ist das Ziel solaren Bauens

19.09.2008
Wissenschaftliche Tagung zu energieeffizientem und solarem Bauen zeigt, dass erneuerbare Energien den Energiebedarf im Gebäudesektor vollständig decken können.

Der ForschungsVerbund Sonnenenergie (FVS) präsentiert auf seiner Jahrestagung am 29. bis 30. September in Berlin die Einsatzmöglichkeiten von erneuerbaren Energien wie Solarthermie, Photovoltaik, Biomasse und Geothermie in Wohnhäusern, Büros und Fabriken. Deutschland kann so seine Abhängigkeit von internationalen Energiemärkten signifikant reduzieren und sich mit neu entwickelten Technologien des solaren Bauens Exportmärkte erschließen.

Unser Energiesystem steht vor einer massiven technischen Transformation. Der Gebäudesektor wird dazu in starkem Maße beitragen. Neben einer deutlichen Reduktion des Energieverbrauchs im Gebäudebestand steht die Nutzung erneuerbarer Energien zur Deckung des verbleibenden Energiebedarfs im Fokus.

Prof. Dr. Eicke Weber, Sprecher des FVS, betont: "Die Gebäude selbst können über Dach- und Fassadenflächen Solarenergie sammeln und in Strom und Wärme umwandeln. Wenn Gebäude energetisch saniert sind, können die solaren Energien zusammen mit energetischer Biomasse und Geothermie die Energieversorgung vollständig gewährleisten."

Die Nutzung der Solarenergie für Heizwärme wird bei Neubauten und bei der energetischen Sanierung von Altbauten mehr und mehr zum Standard. Photovoltaik wird zunehmend Teil eines integrierten Energieversorgungssystems von Gebäuden, insbesondere dann, wenn in absehbarer Zukunft der Strom aus Solarzellen nicht mehr kosten wird als "Strom aus der Steckdose". Dann wird es für den Betreiber des Gebäudes lukrativer, den mit Photovoltaik erzeugten Strom im Gebäude selbst zu nutzen und dadurch Strombezug zu vermeiden, anstatt ihn ins Netz einzuspeisen. Deshalb sind mittelfristig neue systemtechnische Ansätze zu erwarten, wie beispielsweise die Kopplung von Solarsystemen mit Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen.

Energiespeichern kommt bei allen oben genannten Lösungen eine zentrale Rolle zu, da durch sie eine Entkopplung von Erzeugung und Bedarfsdeckung ermöglicht wird. So werden Stromspeicher zum Ausgleich von Schwankungen im Stundenbereich, zum Beispiel Tag-Nacht, benötigt. Eine interessante Option für Stromspeicher liegt in der Kopplung von Gebäuden mit dem Verkehrssektor. Dabei ist der Stromspeicher im Kraftfahrzeug installiert und kann über das Hausnetz geladen und gegebenenfalls auch entladen werden. Derartige Versorgungslösungen werden in Zukunft zunehmend entwickelt werden.

HINTERGRUND
Der ForschungsVerbund Sonnenenergie ist eine Kooperation außeruniversitärer Forschungsinstitute für erneuerbare Energien. Das Themenspektrum reicht von Photovoltaik über Wasserstofftechnologien und Geothermie bis hin zur Windenergie. Mit etwa 1600 Mitarbeitenden repräsentiert der FVS ungefähr 80% der Forschungskapazität für erneuerbare Energien in Deutschland.
FVS-MITGLIEDSINSTITUTE
o DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
o Fraunhofer IBP Fraunhofer-Institut für Bauphysik
o Fraunhofer ISE Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme
o GFZ Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum
o HZB Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (vormals HMI)
o ISFH Institut für Solarenergieforschung Hameln Emmerthal GmbH
o ISET Institut für Solare Energieversorgungstechnik e.V.
o Jülich Forschungszentrum Jülich GmbH
o ZAE Bayern Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V.
o ZSW Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung
PRESSEKONTAKT
Petra Szczepanski
Öffentlichkeitsarbeit ForschungsVerbund Sonnenenergie
Kekuléstraße 5, 12489 Berlin
Tel. 030/ 8062-1337
Fax 030/ 8062-1333
E-mail: fvs@helmholtz-berlin.de

Petra Szczepanski | idw
Weitere Informationen:
http://www.FV-Sonnenenergie.de

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