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Internationale Konferenz zur Sicherheitsforschung

10.09.2008
Anschläge und Unfälle lassen sich trotz vorbeugender Maßnahmen nie ganz ausschließen. Damit Menschen und Umwelt bestmöglich geschützt werden, arbeiten Sicherheitsexperten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik intensiv zusammen.

Das Fraunhofer-Symposium Future Security in Karlsruhe findet nun zum dritten Mal statt und hat sich als die führende internationale Tagung zur Sicherheitsforschung etabliert.

Menschen sollen mit der Sicherheitstechnologie von morgen besser geschützt werden. "Die Fraunhofer-Gesellschaft nimmt die Herausforderung an und möchte mit innovativen Lösungen dazu beitragen, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten, ohne ihre Freiheit einzuschränken.

Sicherheit gehört neben Gesundheit, Energie, Kommunikation, Umwelt und Mobilität zu den sechs Themenfeldern auf die wir unsere Forschungskapazitäten fokussieren", betont Professor Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. "In den für die Sicherheitsforschung entscheidenden Bereichen wie Informatioinstechnologie, Optik oder Werkstoffe sind die Fraunhofer-Institute gut aufgestellt und ausgestattet. Wir arbeiten interdisziplinär an Lösungen zum Schutz der Umwelt, der Sicherung von Leben und Lebensqualität.

Die Wissenschaftler sind eng vernetzt mit anderen Forschungseinrichtungen, Universitäten sowie Unternehmen. So können wir Innovationen stimulieren und die Umsetzung der Forschungsergebnisse in Produkte und Dienstleistungen beschleunigen." Sicherheit ist jedoch weit mehr als Vorbeugung. Es gilt, die Folgen von Anschlägen, Katastrophen und Unfällen in den Griff zu bekommen und möglichst viele Menschenleben zu retten.

Ein Jahr nach dem Start der deutschen und europäischen Forschungsprogramme präsentieren vom 10. - 11. September 2008 Wissenschaftler, Unternehmer und Politiker erste Ergebnisse auf der Sicherheitsforschungskonferenz.

Schirmherr der Konferenz ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF. 2007 hatte die Bundesregierung in Deutschland ein ressortübergreifendes Programm für Sicherheitsforschung auf den Weg gebracht und im

7. Forschungsrahmenprogramm der EU wurde der Themenschwerpunkt erstmals ausgeschrieben. Ein wichtiges Ziel der Konferenz - die nationalen und internationalen Akteure zusammenzubringen und Kooperationen zu fördern - gelingt auch dieses Jahr: Referenten und Teilnehmer aus elf Ländern nutzen die Tagung für eine Positionsbeschreibung und diskutieren die innovativen Technologien und Projekte sowie vorbeugende Maßnahmen für die zivile Sicherheit.

Zu den internationalen Referenten gehören unter anderem der Staatssekretär für Wissenschaft und Technology vom U.S. Department of Homeland Security Admiral Jay M. Cohen sowie die Generaldirektorin der französischen Agence Nationale de la Recherche Dr. Jacqueline Lecourtier.

"Die Sicherheitsforschung etabliert sich in Deutschland und wird konkreter. Die Spanne reicht von neuen Konzepten zum Bau sicherer Wolkenkratzer, die einem Flugzeugaufprall Stand halten über Neuentwicklungen zur Personen- und Gepäckkontrolle am Flughafen bis zu zukünftigen Videoüberwachungssystemen", sagt Professor Klaus Thoma, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI und des Fraunhofer-Verbunds Verteidigungs- und Sicherheitsforschung VVS. "Europäische Sicherheitsforscher stellen hier Konzepte zur Risikoeinschätzung vor sowie moderne Systeme zum Katastrophenmanagement und Methoden zum Schutz von Menschen, Gebäuden und Infrastrukturen."

An neuen Entwicklungen arbeiten auch Wissenschaftler aus fünf Fraunhofer-Instituten im Innovationscluster "Future Security Baden-Württemberg" in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Forschungsinstituten und Universitäten aus dem Land Baden-Württemberg und darüber hinaus. Thoma beschreibt die Kooperation: "Inhaltlich knüpft das Cluster an das europäische und nationale Sicherheitsforschungsprogramm, die Hightech-Strategie der Bundesregierung und die Forschungsschwerpunkte der Fraunhofer-Gesellschaft an."

Die Partner entwickeln nicht nur neue Technologien und Produkte, sondern untersuchen auch gesellschaftliche Faktoren, wie die Akzeptanz von Sicherheitstechniken in der Bevölkerung. Sicherheitsforschung ist einerseits eine politische Notwendigkeit, und andererseits ein zunehmend wichtiges Geschäftsfeld für Unternehmer.

Ein neuer, globaler Markt für Sicherheitsprodukte entsteht und bietet Deutschland die Chance sich als Hightech-Standort zu profilieren. Der Wettbewerb in diesem weltweiten Zukunftsmarkt ist hart, die Konkurrenz um Setzung von Normen und Standards sehr hoch. Ein Problem dabei ist, dass in den deutschen Bundesländern und Behörden eine Vielzahl von Einzellösungen existieren. Einheitliche nationale und wenn möglich sogar europäische Standards müssen geschaffen werden, um im internationalen Markt zu bestehen.

Dr. Janine Drexler | Fraunhofer-Gesellschaft
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de
http://www.emi.fraunhofer.de
http://www.fraunhofer.de/presse/presseinformationen/2008/09/Presseinformation10092008.jsp

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