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FEI-Jahrestagung: Hohes Interesse an industrieller Gemeinschaftsforschung

04.09.2008
Unter dem Motto "Von der Idee zum Projekt - vom Projekt in die Praxis" stand die 66. Jahrestagung des Forschungskreises der Ernährungsindustrie (FEI), die in Kooperation mit dem Institut für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie der Universität Hohenheim am 2. und 3. September im Schloss Hohenheim stattfand.

Über 170 Teilnehmer aus Industrie und Wirtschaft, nutzten die Gelegenheit, sich in Fachvorträgen über die thematische Spannbreite der industriellen Gemeinschaftsforschung zu informieren.

Die Bedeutung dieses Förderinstruments für die Innovationsaktivitäten der Lebensmittelwirtschaft stand im Fokus des Eingangsstatements des FEI-Vorsitzenden Dr. Jürgen Kohnke. Er hob dabei die Netzwerkfunktion hervor, die industriellen Forschungsvereinigungen wie dem FEI zukommen.

Das breite Spektrum der Vorträge eröffnete Prof. Roland Ulber von der TU Kaiserslautern, der innovative Verfahren in der Molkeaufbereitung vorstellte. Den optimierten Weg von der Kakaobohne zur Schokolade durch Steuerung des Aromaprofils mit Hilfe von Prozesstechnologie und Rezeptur, zeichnete Prof. Peter Schieberle von der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie (DFA) nach. Ein Beispiel für nachhaltige Lebensmittelproduktion gab der Vortrag von Prof. Reinhold Carle von der Universität Hohenheim, der sich mit der Gewinnung von Wertstoffen aus den Rückständen bei der Sonnenblumenölgewinnung beschäftigte. Wege zur Prävention der emetischen Toxinbildung in Lebensmitteln wurden im Vortrag von Prof. Siegfried Scherer von der TU München aufgezeigt. Die Frage, wie moderne Käsereien mit hitzeresistenten Phagen umgehen können, behandelte Prof. Jörg Hinrichs von der Universität Hohenheim in seinem Vortrag. Schließlich zeigte Dr. Volker Heinz vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) in seinem Vortrag nicht-thermische Verfahren zur Entkeimung von Lebensmitteln auf.

Die industrielle Gemeinschaftsforschung für die Lebensmittelindustrie liegt weiterhin auf Erfolgskurs, wie der Geschäftsführer des FEI, Dr. Volker Häusser, im Rahmen seines Berichts mit neuesten Zahlen belegen konnte. Aufgrund der hohen Zahl der im vergangenen und in diesem Jahr bewilligten Projekte konnte das Förderbudget des FEI um 19 Prozent gesteigert werden. 78 Forschungsvorhaben mit einem Gesamtvolumen von 24 Mio Euro befinden sich derzeit in der Förderung.

Pressekontakt:
Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI)
Katrin Jürgensen, PR-Referentin
Tel.: 0228 - 372031
Fax: 0228 - 376150
E-Mail fei@fei-bonn.de
Internet: http://www.fei-bonn.de
Der Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) fördert praxisrelevante Lebensmittel- und Ernährungsforschung zu Gunsten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) der Lebensmittelbranche. Er wurde 1953 in Eigeninitiative forschungsaktiver Unternehmen gegründet und ist die einzige branchenübergreifende Forschungsorganisation der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Kerngedanke seiner Arbeit ist die Idee, praxisnahe Forschung gemeinsam zu organisieren und durchzuführen.

Durch direkte Mitgliedschaft sowie über 55 Wirtschaftsverbände und Branchenorganisationen gehören dem Forschungskreis rund 90 % der rund 6.000 Unternehmen der deutschen Lebensmittelindustrie sowie große Teile des Ernährungshandwerks an. Darüber hinaus sind dem FEI 120 Forschungs-einrichtungen angeschlossen.

Der FEI bringt Wirtschaft und Wissenschaft zusammen: Er koordiniert jährlich rund 70 Projekte der industriellen Gemeinschaftsforschung, organisiert Tagungen und veröffentlicht verschiedene Publikationen für interessierte Fachleute.

Katrin Jürgensen | idw
Weitere Informationen:
http://www.fei-bonn.de

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