Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Pflege todkranker Menschen

03.09.2008
Palliativpflege - der schwierigste Aspekt der Pflege

Der wohl schwierigste Aspekt in der Pflege ist sicherlich die Begleitung und Pflege todkranker und schwerkranker Menschen, die sogenannte Palliativpflege. Diese stellt oft eine große Herausforderung dar, in der jede Pflegeperson auch persönlich sehr gefordert ist. Palliation ist der Fachausdruck für eine lindernde Behandlung im Gegensatz zu einer heilenden (kurativen) oder vorbeugenden Behandlung.

Nach den Definitionen der WHO und der Deutschen Gesellschaft für
Palliativmedizin ist Palliativmedizin "die aktive, ganzheitliche Behandlung
von Patienten mit einer voranschreitenden, weit fortgeschrittenen Erkrankung
und einer begrenzten Lebenserwartung zu der Zeit, in der die Erkrankung
nicht mehr auf eine heilende Behandlung anspricht und die Behandlung von
Schmerzen, anderen Krankheitsbeschwerden, psychologischen, sozialen und
spirituellen Problemen höchste Priorität besitzt". Nicht die Verlängerung
der Lebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität, also die Wünsche,
Ziele und das Befinden des Patienten stehen im Vordergrund der Behandlung.
Diese Grundsätze werden auch auf die Pflege umgelegt.
Zum zweiten Mal ist der Schwerpunkt Palliativpflege in den Thüringer
Pflegetag, der zum sechsten Mal am 12. und 13. September in Jena
stattfindet, integriert, wobei bei den speziellen Vorträgen dazu am Samstag,
den 13. September, der Fokus auf dem Thema Palliativpflege und Familie
liegt. Dieses Thema ist von großer Bedeutung, da die meisten Angehörigen
eines schwerkranken oder sterbenden Menschen überfordert sind und dringend
Hilfe, Unterstützung, Anleitung und Begleitung brauchen, um diese extrem
belastende Situation verkraften zu können. Ein besonderes Problemfeld stellt
hier die häusliche Betreuung dar.
Professionelle Pflegekräfte aber auch Laien sollten für dieses Thema
sensibilisiert werden, um adäquat handeln zu können bzw. um ein besseres
Verständnis zu erlangen.

Professor Marie-Luise Friedemann, eine der führenden Forscherinnen auf
dem Gebiet der familienorientierten Pflege, wird aus ihrer Sicht in einem
Vortrag am 12. September die Familiensituation am Lebensende eines
Familienmitgliedes betrachten.
Ein weiteres Thema wird das todkranke Kind und die Situation seiner
Familie im Vergleich Intensivstation - Kinderhospiz sein. Dieses Thema wird
in Zukunft an Bedeutung gewinnen, da immer mehr schwerkranke, intensiv zu
betreuende Kinder in die Häuslichkeit entlassen werden und palliative
Versorgung und Begleitung brauchen.
Außerdem wird über den Pflegealltag auf einer Palliativstation und darüber,
wie Angehörige integriert und unterstützt werden können, berichtet.
Professor Hans Böhme wird rechtliche Fragen in der Palliativpflege
erörtern und mit den Teilnehmern diskutieren.
Ein weiterer Aspekt wird das Thema "Achtsamkeit und Selbstsorge in der
Palliativpflege" sein, ein nicht selten vernachlässigtes Thema, das für
professionelle Pflegekräfte und pflegende Angehörige gleichermaßen von
Bedeutung ist.
Insgesamt bietet der 2. Thüringer Palliativpflegekongress wichtige und
aktuelle Themen, die von praxiserfahrenen Referenten vorgetragen und mit
den Teilnehmern diskutiert werden. Journalisten sind eingeladen, sich über
diese Themen zu informieren und darüber zu berichten.
Alle Informationen und das gesamte Programm finden Sie unter
www.thueringer-pflegetag.de.
Kontakt für weiterführende Informationen:
Christiane Ritschel
Krankenschwester, Diplom-Pflegewirtin (FH)
Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Koordinatorin
Fachhochschule Jena
Fachbereich Sozialwesen
Georg-Streiter-Institut für Pflegewissenschaft
Tel: 03641-205841, Fax: 03641-507501
e-mail: Christiane.Ritschel@fh-jena.de

Sigrid Neef | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-jena.de
http://www.thueringer-pflegetag.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie