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Der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft veranstaltet am 11. September 2008 unter dem Titel "beyond the borders" seinen diesjährigen Kongress. An diesem Tag werden im "Vulkan" in Köln in verschiedenen Vortragsreihen und Podiumsdiskussionen mit prominenten Teilnehmern die aktuell beherrschenden Aspekte rund um das Internet behandelt.
"In vielen Bereichen erleben wir derzeit einen Paradigmenwechsel, der für nachhaltige Umwälzungen sorgen könnte. Mit unserem Kongress möchten wir Antworten auf die momentan dringlichsten Fragen geben", kündigt eco-Geschäftsführer Harald A. Summa an.
Als eines der wichtigsten Themen der Zukunft hat der eco Verband die Infrastruktur identifiziert, die Harald A. Summa mit der Entwicklung des Straßenverkehrs vergleicht: "Selbst in den sechziger und siebziger Jahren waren Staus aufgrund der moderaten Dichte des Verkehrs noch weitgehend unbekannt - heute vergeht kaum noch ein Tag, ohne dass eine der Hauptverkehrsadern in Deutschland nicht verstopft ist. Ganz ähnlich ist es mit dem Internet, seit wir die Veränderung von der reinen Information hin zur Interaktion und immer komplexeren Applikationen festgestellt haben - mit dem einzigen Unterschied, dass die Veränderung im Netz wesentlich rascher vonstatten geht als auf der Straße." Schwierigkeiten bestehen schon im Zusammenhang mit der Energieversorgung. "Haben Infrastrukturanbieter bis vor ein paar Jahren hauptsächlich Fläche nachgefragt, suchen sie heute händeringend nach Standorten mit hinreichender Stromversorgung. Der Wandel von der Bedarfsdeckungs- zur Bedarfsweckungsgesellschaft sorgt dafür, dass wir permanent dem Bedarf hinterher rennen", bestätigt Gerd J. Simon, Director Business Development bei Equinix und Moderator beim Kongress. Daneben taucht ein früher schon diskutiertes, zwischenzeitlich aber in der Versenkung verschwundenes Problem wieder auf: Die IP-Adressen werden allmählich knapp.
In einem weiteren Panel geht der Kongress der Frage nach, ob das so genannte Semantic Web, in dem Maschinen automatisch bestimmte Informationen zueinander in Beziehung setzen, mehr zu bieten hat als das jetzige Web 2.0. "Außerdem möchten wir in Erfahrung bringen, inwiefern Breitband in der Fläche die Übermittlung von Inhalten an den Konsumenten verändert und den Verteilungswettbewerb beeinflusst", fährt Harald A. Summa fort. Auch ein "Dauerbrenner" wird beim eco-Kongress nicht fehlen: So wehrt sich der Verband der deutschen Internetwirtschaft seit geraumer Zeit gegen die zunehmende Tendenz, die Internet-Provider für alle nur denkbaren Probleme der Informationsgesellschaft in Anspruch zu nehmen und sie damit zu Hilfssheriffs zu machen. "Provider sind dazu da, die Infrastruktur bereit zu stellen. Es kann nicht sein, dass sie ständig für das Fehlverhalten anderer den Kopf hinhalten sollen", so der eco-Geschäftsführer abschließend.
eco (www.eco.de) ist seit über zehn Jahren der Verband der Internetwirtschaft in Deutschland. Die mehr als 400 Mitgliedsunternehmen beschäftigen über 250.000 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Umsatz von ca. 45 Mrd Euro jährlich. Im eco-Verband sind die rund 230 Backbones des deutschen Internet vertreten. Verbandsziel ist es, die kommerzielle Nutzung des Internet voranzutreiben, um die Position Deutschlands in der Internet-Ökonomie und damit den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken. Der eco-Verband versteht sich als Interessenvertretung der deutschen Internetwirtschaft gegenüber der Politik, in Gesetzgebungsverfahren und in internationalen Gremien.
Team Andreas Dripke | Quelle: presseportal
Weitere Informationen: www.eco.de
www.eco.de/kongress2008
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