Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Immunisierung bei neurodegenerativen Krankheiten möglich?

19.08.2008
Immunisierung bei neurodegenerativen Krankheiten möglich?
DGPPN-Kongress 2008: Größte wissenschaftliche Psychiatrie-Tagung im deutschsprachigen Raum

Immuntherapeutische Ansätze im Kampf gegen neurodegenerative Erkrankungen erregen seit dem ersten entscheidenden Erfolg eines Alzheimer-Mausmodells die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler.

Professor David M. Holtzmann und Professor David L. Brody aus Washington haben zuletzt in einer Übersichtsarbeit zur Entwicklung von Impfstoffen zum Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen, und hier insbesondere bei Patienten mit Alzheimer-Demenz, die Frage nach den derzeitigen Möglichkeiten einer Immunisierungstherapie bei neurodegenerativen Erkrankungen gestellt.

Nach Auffassung der beiden Wissenschaftler sei es angesichts einer weltweit steigenden Anzahl von Menschen über 65 Jahren nur eine logische Konsequenz, das moderne immuntherapeutische "Waffenarsenal" auch gegen die Alzheimer-Krankheit und andere neurodegenerative Krankheiten zu richten, nachdem dieses auch bei Krebs-, Autoimmun- und Gefäßerkrankungen eingesetzt werde. Trotz vieler Fortschritte sei aber das Verständnis, welche grundlegenden Mechanismen bei den präklinischen und den klinischen Studien zur Impfung gegen Alzheimer wirksam sind, noch lückenhaft, geben die Autoren zu bedenken.

Das Thema neurodegenerative Erkrankungen wird ein Schwerpunkt der diesjährigen Jahrestagung der Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) sein, die von Mittwoch, den 26. November, bis Samstag, den 29. November 2008, im Internationalen Congress Centrum (ICC) in Berlin stattfindet. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Veranstaltungen stehen u.a. die Fragen nach innovativen Therapieansätzen bei Morbus Alzheimer, der Biomarkerforschung in den Neurowissenschaften sowie nach dem Beitrag neuer bildgebender Verfahren für die Demenzdiagnostik.

Wie im vergangenen Jahr erwartet die DGPPN wieder mehr als 7.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch die österreichischen und schweizerischen psychiatrisch-pychotherapeutischen Fachgesellschaften beteiligen sich und nehmen damit zum vierten Mal an Organisation und Gestaltung dieses Kongresses teil, der inzwischen im deutschen Sprachraum zur größten wissenschaftlichen Tagung auf dem Gebiet der psychischen Störungen geworden ist.

Neben dem wissenschaftlichen Programm sowie dem Programm der Fort- und Weiterbildungsakademie hat die DGPPN eine Reihe von Angeboten vorgesehen, die sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Schülerinnen und Schüler der Berliner Schulen richten.

Literatur: David L. Brody and David M. Holtzmann: Active and Passive Immunotherapy for Neurodegenerative Disorders. Annu. Rev. Neurosci. 31, 175-193 (2008).

Information und Anmeldung zum Kongress: dgppn08@cpo-hanser.de sowie im Internet: www.dgppn-kongress.de

Dr. Thomas Nesseler | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgppn.de/
http://www.dgppn-kongress.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

nachricht Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen
01.12.2016 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie