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Gemeinsam forschen an DESY-Lichtquellen - Treffen der Verbundforschung für FLASH und PETRA III

10.07.2008
Vom 9. bis zum 11. Juli treffen sich bei DESY in Hamburg mehr als 120 Forscher von Universitäten aus ganz Deutschland, deren Projekte an DESY-Photonenquellen mit 27,5 Millionen Euro in der Periode 2007 bis 2010 durch die BMBF-Verbundforschung gefördert werden.

Mit der Verbundforschung fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Projekte von Universitätsgruppen an Großgeräten, wie sie vor allem von Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft betrieben werden.

Für die Förderperioden von 2001 bis 2010 wurden 56 Projekte unterstützt, 21 Projekte an der Speicherring-Röntgenstrahlungsquelle PETRA III und 35 Projekte am Freie-Elektronen-Laser FLASH. Die gesamte Fördersumme für alle Projekte beträgt knapp 40 Millionen Euro.

"Aus dieser Bündelung der Exzellenz ziehen beide Seiten Ihren Nutzen", so DESY-Forschungsdirektor Prof. Edgar Weckert. "Die Wissenschaftler in Deutschland haben die Möglichkeit, an DESYs weltweit einzigartigen Lichtquellen zu forschen. Gleichzeitig tragen die besten Forschungsgruppen auf diesem Gebiet zur Entwicklung und Optimierung von FLASH und PETRA III bei."

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"Mit dem Mittel der Verbundforschung führt das BMBF die besten Forscher aus Deutschland an den Großgeräten zusammen, um das Potenzial dieser Geräte voll auszuschöpfen", so Dr. Rainer Koepke, Referatsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung. "Mit der Schaffung des BMBF-Forschungsschwerpunktes FLASH unterstreicht das Ministerium, wie zukunftsträchtig die Forschung an diesem Freie-Elektronen-Laser ist."

Das dreitägige Treffen der Forscher von mehr als 33 Universitäten und Institutionen dient dem Informationsaustausch. Es vermittelt gleichzeitig einen breiten Überblick über die mit den Projekten verfolgten wissenschaftlichen Ziele und Methoden. Die Themenpalette reicht von der Untersuchung der grundlegenden Eigenschaften kleinster Molekül-Systeme bis hin zur Charakterisierung neuartiger Nano-Materialien. Der Schwerpunkt der BMBF-Verbundforschung liegt in der Optimierung und Neuentwicklung von Experimenten, die das Potenzial der neuen Lichtquellen bei DESY, nämlich extrem gute Zeitauflösung sowie besondere Kohärenzeigenschaften, bestmöglich ausnutzen.

Das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY ist eines der weltweit führenden Beschleunigerzentren zur Erforschung der Materie. DESY entwickelt, baut und nutzt Beschleuniger und Detektoren für die Forschung mit Photonen und die Teilchenphysik.

Im weltweiten Vergleich zeichnet sich die Forschung mit Photonen bei DESY durch die einmalige Vielfalt der Lichtquellen aus. Dazu gehören der Freie-Elektronen-Laser FLASH, der hochintensive, kurzwellige Laserlichtblitze erzeugt, und die weltbeste Speicherring-Röntgenstrahlungsquelle PETRA III, die den Forschern ab 2009 zur Verfügung steht.

Dr. Thomas Zoufal | idw
Weitere Informationen:
http://www.desy.de/

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