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3. Mildred Scheel Cancer Conference der Deutschen Krebshilfe

18.06.2008
Krebs-Experten tagen auf dem Petersberg bei Bonn

Genetische Ursachen der Krebsentstehung, neue Therapiestrategien und die Rolle von Tumorstammzellen bei Krebs - das sind einige der Themen der diesjährigen Mildred Scheel Cancer Conference der Deutschen Krebshilfe.

Vom 18. bis 20. Juni 2008 veranstaltet die gemeinnützige Organisation bereits zum dritten Mal diese internationale Tagung auf dem Petersberg bei Bonn. Renommierte Wissenschaftler aus aller Welt berichten über den aktuellen Stand der Onkologie. Etwa 160 Teilnehmer haben sich angemeldet.

"In den letzten Jahren ist das Wissen über die molekularen Ursachen von bösartigen Tumoren sprunghaft gewachsen. Durch neuere Erkenntnisse der Genomforschung und der Zellbiologie sind wesentliche Störungen im Erbgut und im zellulären Stoffwechsel von Krebszellen entschlüsselt worden", erklärt Professor Dr. Reinhard Büttner. Er ist Mitglied des Fachausschusses 'Forschung' der Deutschen Krebshilfe und des Organisationskomitees der Mildred Scheel Cancer Conference. "Die gewonnenen Erkenntnisse eröffnen neue Ansätze, um die Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, aber auch die Lebensqualität krebskranker Menschen zu verbessern."

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»Gen »Tumorstammzelle

Im Fokus der Krebs-Forscher stehen die so genannten Tumorstammzellen. Vieles deutet darauf hin, dass diese Zellen für das Wachstum eines Tumors verantwortlich sind. Das Ziel der Wissenschaftler ist es daher, die grundlegenden Eigenschaften von Tumorstammzellen aufzuschlüsseln, um diese letztlich gezielt zu zerstören und so das Fortschreiten eines Tumors zu verhindern. Ein weiterer Themenblock der Mildred Scheel Cancer Conference beschäftigt sich mit der "Epigenetik": Diese noch relativ junge Disziplin untersucht besondere Steuermechanismen im Erbgut des Menschen. Dabei handelt es um chemische Anhängsel, die als Schalter wirken und bestimmte Gene an- und ausschalten. Durch diese epigenetische Modifikation kann die Gen-Regulation einer Zelle außer Kontrolle geraten - die Zelle verwandelt sich in eine Krebszelle.

Weitere Themen der Mildred Scheel Cancer Conference sind neue therapeutische Strategien, mit denen Tumorzellen in den Selbstmord getrieben werden, die Aktivierung des körpereigenen Immunsystems durch Impfstrategien und die Vererbung von Krebs.

Erstmals erhalten in diesem Jahr junge Nachwuchswissenschaftler, die von der Deutschen Krebshilfe gefördert werden, die Möglichkeit, ihre Arbeiten in Form eines Posters auf der Konferenz vorzustellen und mit den eingeladenen Referenten zu diskutieren. Die drei besten Poster werden mit jeweils 1.000 Euro prämiert.

Zudem veranstaltet die Deutsche Krebshilfe anlässlich des Symposiums einen Öffentlichen Abend: Am 19. Juni 2008 hält Professor Dr. Axel Ullrich einen Vortrag zum Thema "Von Genen zu neuen Krebsmedikamenten" im Universitätsclub Bonn. Der Direktor der Abteilung für Molekularbiologie am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried ist für seine richtungweisenden Arbeiten, die zur Entwicklung modernster Medikamente geführt haben, mehrfach ausgezeichnet worden. Im Jahr 2006 erhielt er den Deutsche Krebshilfe Preis. "Mit dem Öffentlichen Vortrag will die Deutsche Krebshilfe interessierten Laien die große Bedeutung der Forschung im Kampf gegen den Krebs näher bringen", erklärt Friedrich Carl Janssen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Forschungsförderung der Deutschen Krebshilfe
Das Ziel der Deutschen Krebshilfe ist es, die Krebskrankheiten in all ihren Erscheinungsformen zu bekämpfen. Dabei stellt die Förderung der Krebsforschung ein wichtiges Kernelement ihrer Aktivitäten dar. Jedes Jahr investiert die gemeinnützige Organisation rund 50 Millionen Euro in die onkologische Forschung. Damit ist die Deutsche Krebshilfe heute der wichtigste private Geldgeber auf diesem Gebiet. Bei allen Forschungsvorhaben auf den Gebieten der Prävention, Krebsentstehung, Diagnostik und Behandlung stellt die Deutsche Krebshilfe den Patienten in den Mittelpunkt. Die Forschungsergebnisse sollen zügig dem kranken Menschen zugute kommen.

Dr. med. Eva M. Kalbheim | idw
Weitere Informationen:
http://www.krebshilfe.de

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