Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Am 14. Juni ist 10. GEO-Tag der Artenvielfalt

09.06.2008
Große Bestandsaufnahme der Natur im Nationalpark Bayerischer Wald

Über 100 Botaniker und Zoologen untersuchen im Nationalpark Bayerischer Wald die Artenvielfalt in Schutzgebieten / Gemeinsame Aktion von GEO und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Bereits ab dem Vorabend des GEO-Tages begeben sich mehr als 100 Experten für 24 Stunden auf die Suche nach möglichst vielen Pflanzen- und Tierarten im Nationalpark Bayerischer Wald. Sie untersuchen Waldabschnitte, Totholzflächen, Schachten, Gebirgsbäche und Hochmoore. Die Ergebnisse werden am 14. Juni um 17:00 Uhr im Rahmen einer Konferenz zum Thema "Konzepte für mehr Vielfalt" im Haus zur Wildnis (Ludwigsthal, 94227 Lindberg) präsentiert.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel übernimmt auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft für den GEO-Tag der Artenvielfalt - der neben der Hauptaktion im Bayerischen Wald mehrere Hundert weitere Projekte im deutschsprachigen Raum umfasst. Der Bundesumweltminister unterstützt damit das Anliegen der Redaktion und des BUND, neben Experten auch naturinteressierte Laien für den heimischen Artenreichtum zu sensibilisieren und zu begeistern und so das Verständnis der Menschen für ökologische Zusammenhänge und Veränderungen in ihrem Lebensumfeld zu fördern.

... mehr zu:
»Artenvielfalt

Zum zehnjährigen Jubiläum des GEO-Tages hat die Redaktion gemeinsam mit dem BUND für die Hauptaktion bewusst einen Ort von bundesweiter Bedeutung gewählt. Denn der 1969 deklarierte Nationalpark Bayerischer Wald war das erste Reservat mit der höchsten Schutzstufe Deutschlands. Wie hat sich die Natur unter diesen Bedingungen entwickelt? Führt konsequenter Schutz zu erhöhter Artenvielfalt? Diese und weitere Fragen bilden den wissenschaftlichen Hintergrund der diesjährigen Aktion.

Zugleich hat der GEO-Tag aber auch eine politische Dimension. Der BUND als Partner dieser Natur-Inventur erwartet weitere Argumente für die Ausweisung neuer Großschutzgebiete. So fordert der Verband die Einrichtung eines Nationalparks Steigerwald. Nach Meinung der Naturschützer sind zusätzliche Schutzgebiete zwingend erforderlich, um den Verlust von Tier- und Pflanzenarten in Deutschland aufzuhalten.

Auf der Konferenz zum Thema "Konzepte für mehr Vielfalt" wird die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Astrid Klug, teilnehmen. Neben ihr diskutieren auf dem Podium Dr. Marcel Huber, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Holger Wesemüller, Vorstandsmitglied von EUROPARC Deutschland, Dr. Heidrun Heidecke, Naturschutz-Koordinatorin des BUND sowie Richard Mergner, Landesbeauftragter Bund Naturschutz in Bayern.

Der GEO-Tag der Artenvielfalt hat sich zur größten Feldforschungsaktion Europas entwickelt. Bundesweit können Interessierte eigene Projekte in ihrer Region initiieren und durchführen. Alle Projekte sollten online unter www.geo.de/artenvielfalt angemeldet werden, für dieses Jahr sind bereits mehr als 390 Aktionen verzeichnet. Das Motto der Hauptveranstaltung - "Artenvielfalt in Schutzgebieten" - kann, muss aber nicht die Leitidee dieser Projekte sein.

GEO ruft aber auch zur Teilnahme über die bundesdeutschen Grenzen hinaus auf. Die diesjährige Partneraktion in Übersee - in Kooperation mit der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) - hat am 17. Mai im Biosphärenreservat Kruger to Canyons in Südafrika stattgefunden. Über die Ergebnisse wird Suhel al-Janabi von der GTZ auf der Konferenz im Haus zur Wildnis berichten.

Weitere Informationen sowie den Ablaufplan des GEO-Tages der Artenvielfalt im Nationalpark Bayerischer Wald und zu weiteren Schauplätzen finden Sie unter www.geo.de/artenvielfalt. Wer in Deutschland eine eigene Aktion auf die Beine stellen will, kann sich jetzt noch im Internet anmelden.

Maike Pelikan | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.geo.de/artenvielfalt

Weitere Berichte zu: Artenvielfalt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie