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Den Selbstmord der Zelle verstehen - Summer School für europäische Krebsforscher

04.06.2008
16. bis 20. Juli 2008
Wissenschaftszentrum Schloss Reisensburg
Bürgermeister-Johann-Müller-Str. 1, 89312 Günzburg

Eines der vielversprechendsten biomedizinischen Forschungsgebiete, das sich in den letzten zehn Jahren rasant entwickelt hat, ist der programmierte Zelltod (Apoptose) und seine Bedeutung für die Entstehung und Behandlung von Krebs.

Nachwuchswissenschaftler aus ganz Europa bringen sich in der Summer School des Marie-Curie-Forschungsnetzwerkes ApopTrain und ICAS (International Center for Advances Studies) auf den aktuellen Wissensstand und diskutieren eigene Forschungsansätze.

Das programmierte Absterben von Körperzellen spielt für die gesunde Entwicklung des menschlichen Organismus' eine entscheidende Rolle. Funktioniert es nicht, sind entweder zu viele oder zu wenig Zellen vorhanden. Welche Rolle eine solche Störung des regulären "Selbstmordes" der Zellen bei Krebs- oder Infektionskrankheiten wie Aids spielt, daran forschen Wissenschaftler weltweit. Molekular- und Zellbiologen, Biochemiker, Onkologen und Pharmazeuten wollen verstehen, wie das Signal zum Zelltod gegeben wird, was das Signal stören kann und wie sich die Störung durch Medikamente beheben lässt.

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Auf der Suche nach Grundlagen für neue Krebsmedikamenten sind auch die europäischen Nachwuchswissenschaftler des Marie-Curie-Forschungsnetzwerks ApopTrain. Die Summer School wird für sie und externe Teilnehmer angeboten. Dabei informieren internationale Experten aus ganz Europa und den USA über den Stand der Forschung, der wegen der vielen beteiligten Fachdisziplinen weit gefächert ist. Sie berichten auch darüber, wie die Ergebnisse in Therapien umgesetzt werden können. Abgerundet wird die Summer School durch zwei Workshops zu den Themen "Wissenschaftliches Publizieren" und "Karriereperspektiven" sowie Posterpräsentationen der wissenschaftlichen Arbeiten der Teilnehmer.

Organisiert wird die Summer School von der Koordinatorin des ApopTrain-Forschungsnetzwerks, Prof. Dr. Simone Fulda von der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin, und Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin, Ärztlicher Direktor der Klinik und Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm. Beide sind renommierte, mehrfach preisgekrönte Apoptose-Experten. Das ApopTrain-Netzwerk, in dem 15 renommierte Partner aus neun europäischen Ländern zusammen arbeiten, wird von der Europäischen Union seit Herbst 2007 vier Jahre lang mit vier Millionen Euro gefördert. Weitere Informationen, auch über die Teilnahme an der Summer School, finden Sie unter den unten angegebenen Internetadressen.

Journalisten sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen. Bitte melden Sie sich telefonisch an, wenn Sie auf die Reisensburg kommen möchten. Gerne vermitteln wir Ihnen auch Gesprächspartner zum Thema.

Ansprechpartner sind:
Nicolas Marschall (Projektmanager ApopTrain), Tel: 0731 - 500 57124
Natascha Selje-Assmann (ICAS), Tel: 0731 - 500 69407

Petra Schultze | idw
Weitere Informationen:
http://www.apoptrain.eu
http://icas.uni-ulm.de
http://icas.uni-ulm.de/pdf_file/2008/new_therapeutic_apoptosis/announcement_new_therapeutic_concepts08_final.pdf

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