Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesundheitsreform durch Computer, Handy und Internet

29.05.2008
Fachleute diskutieren nächste Schritte nach E-Card - Elektronische Gesundheitsakte und weiterführende Lösungen im Fokus - Ziel: Effiziente Gesundheitsversorgung und Senkung der Kosten.

In Wien-Vösendorf beraten heute und morgen Expertinnen und Experten über eine effizientere medizinische Versorgung durch den Einsatz von Computer, Internet und Mobiltelefon.

Ziel ist die stärkere Vernetzung von niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, um die Versorgungsqualität zu verbessern und gleichzeitig die Gesundheitskosten zu senken. Außerdem diskutieren die Fachleute über Möglichkeiten, wie man Patienten über Internet, Telemedizin und Home-Monitoring künftig stärker direkt zuhause betreuen kann.

Vor zwei Wochen hatte die Bundesregierung ihren Begutachtungsentwurf zur Gesundheitsreform vorgelegt. Darin enthalten ist auch die flächendeckende Einführung der "elektronischen Gesundheitsakte" (Elga). Dieser nächste Schritt nach der erfolgreichen Umsetzung der E-Card sieht jetzt die Einführung einer bundesweit vernetzten Patientendatei vor, die den elektronischen Austausch

sämtlicher Befunde, Arztbriefe, Röntgenbilder und Therapieanwendungen für alle Patienten ermöglicht.

"Daten senden" anstatt "Patienten zu transportieren"
Bei der Expertentagung unter dem Titel "eHealth2008" von 29.-30. Mai sollen die Fachleute unteranderem zwei vorgegebene, realitätsnahe Szenarien der integrierten Gesundheitsversorgung erhalten und dazu weiterführende Lösungen skizzieren. Ziel aller Maßnahmen ist es, sich den absehbaren Herausforderungen wie etwa Alterung der Gesellschaft, Zunahme chronischer Erkrankungen zu stellen und eine leistbare Gesundheitsversorgung mit höchster Qualität für die Zukunft sicherzustellen. "Daten senden" anstatt "Patienten transportieren" ist einer der wichtigsten Ansatzpunkte.

Einer der Mitveranstalter der Tagung sind die Austrian Research Centers. Das eHealth systems-Team der ARC mit Standorten in Graz, Hall in Tirol und Wien forscht und entwickelt in den Bereichen Bioinformatik, Biosignalverarbeitung, medizinische Forschungsnetzwerke, Telemedizin (Home-, Health-, Telemonitoring) und wissensbasierte Systeme. Im vergangenen Jahr hat das Team schon Aufträge von mehreren namhaften internationalen Unternehmen an Land gezogen.

ARC eHealth systems entwickelt Handy als Gesundheitsterminal für Patienten
Mittels neuer Entwicklungen wie dem Osteominder (ein elektronisches Erinnerungssystem für Patienten an die nächste Medikation), dem Handy als Gesundheitsterminal oder der möglichst einfachen Verbindung zwischen medizinischen Messgeräten und dem Internet können pharmazeutische Unternehmen die Wirksamkeit und Sicherheit ihrer Medikamente direkt evaluieren. Dahinter steht die technische Vernetzung des österreichischen Gesundheitsinformationsnetzwerks (GIN) mit rund 12.000 Ärztinnen und Ärzten und der Nutzung ihrer bereits vorhandene eCard-Infrastruktur.
Zur optimalen Therapie bei chronischen Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus, Adipositas und Psoriasis gehören neben dem richtigen Medikament und der individuell optimierten Dosierung auch eine möglichst hohe Therapietreue. Durch den Einsatz mobiler, elektronischer Eingabehilfen für die Patienten kann sich der betreuende Arzt auch zwischen den
Praxisbesuchen ein Bild über den Therapieverlauf machen und rasch reagieren. Automatisch informiert über das Über- oder Unterschreiten individueller Grenzwerte oder das Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen, ist eine rasche Reaktion und Hilfestellung möglich. Letztlich können schwerwiegende Folgeerkrankungen für den Patienten verhindert und damit Kosten für das

Gesundheitswesen gesenkt werden.

Führende Entwicklung in Europa
Die Forscher der ARC zählen dabei zu den führenden Entwicklern in Europa. Die technologische Innovation NFC (Near Field Communication) ermöglicht erstmals die Verknüpfung von elektronischen und nicht-elektronischen Daten. Durch die ARC-Entwicklung eines NFC-Moduls für medizinische Messgeräte ist es nun möglich, durch einfaches Berühren eines NFC-fähigen Blutdruckmessgerätes mittels eines NFC-Mobiltelefons die Blutdruckmesswerte rasch, sicher und bequem auszulesen und an eine Monitoring-Zentrale zu schicken. Die Industrie-Analysten von Frost & Sullivan haben diese Forschungsarbeit im Gesundheitswesen mit dem "European Excellence Award 2007" gekürt.
Die "eHealth 2008" steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit, Familie und Jugend, des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie und des Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung. Veranstalter sind die Austrian Research Centers (ARC) gemeinsam mit der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG), der Österreichischen

Gesellschaft für Biomedizinische Technik (ÖGBMT), dem Centers of Excellence in Medicine and IT (CEMIT) und der Privaten Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik (UMIT).

Rückfragehinweise:
Mag. Michael H. Hlava
Austrian Research Centers GmbH - ARC
Leiter Corporate Communications
phone +43 (0)50550-2046
mobile +43 (0)664 620 77 66
e-mail michael.hlava@arcs.ac.at
DI Dr. Günter Schreier, MSc
Austrian Research Centers GmbH - ARC
Biomedical Engineering / eHealth systems
phone +43 (0)316 / 586570
mobile +43 (0)664 620 76 79
e-mail guenter.schreier@arcs.ac.at

Michael Hlava | idw
Weitere Informationen:
http://www.arcs.ac.at
http://www.ehealth2008.at
http://www.arcsmed.at/ehs

Weitere Berichte zu: ARC Gesundheitsreform Gesundheitsversorgung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten