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Neue Therapien können die Darmschleimhaut heilen

02.05.2008
Fortbildungsveranstaltung zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankugen am 7. Mai

Allein in Deutschland leiden mehr als 300.000 Menschen unter Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa - Tendenz steigend.

Beide Krankheiten brechen meist zwischen dem 20. Und 30. Lebensjahr aus und betreffen somit junge Patienten zum Zeitpunkt des Berufseinstieges und der Familienplanung. Der chronisch-schubweise Verlauf resultiert in Zeiten von Arbeitsunfähigkeit, Krankenhausaufenthalten und Operationen.

Die Ursache ist nicht im Detail geklärt, es gibt jedoch zunehmende Erkenntnisse für eine genetische Veranlagung, diese Krankheiten zu entwickeln. In den vergangenen Jahren wurden Fortschritte in der medikamentösen Behandlung dieser Krankheitsbilder erzielt.

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"Die Heilung der Darmschleimhaut ist als Therapieziel in den Fokus gerückt", betont Professor Dr. Michael P. Manns, Direktor der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie, und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Neue vielversprechende Behandlungsansätze würden derzeit in klinischen Studien erprobt, an denen sich das Team seiner Darmambulanz der MHH (Prof. Dr. med. Ursula Seidler, Dr. med. Oliver Bachmann, Dr. med. Henrike Lenzen) aktiv beteilige.

Die Fortbildungsveranstaltung "Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen - was ist wichtig und neu 2008?" unter Leitung von Professor Manns in Kooperation mit Professor Dr. Jürgen Schölmerich vom Universitätsklinikum Regensburg informiert am Mittwoch, 7. Mai 2008, von 17.15 bis 20 Uhr, MHH-Campus, Hörsaal R, über neue Erkenntnisse zu Diagnostik und Therapie dieser wissenschaftlich intensiv beforschten Krankheitsbilder. Als international anerkannte Spezialisten werden Professor Dr. Stefan Schreiber (Klinische Molekularbiologie der Universität Kiel), Professor Dr. Jürgen Schölmerich (Universitätsklinikum Regensburg) und Professor Dr. Herbert Tilg (Bezirkskrankenhaus Hall i. T., Österreich) sprechen. Prof. Schreiber wird die jüngsten Fortschritte in der Aufschlüsselung genetischer Faktoren vorstellen, gefolgt von Dr. Oliver Bachmann, langjährigem Mitarbeiter der Darmambulanz der MHH, und von MHH-Oberarzt Dr. Jochen Wedemeyer, Leiter der Endoskopie, mit Referaten zu Diagnostik und Verlauf. Im zweiten Teil referieren Professor Tilg und Prof. Schölmerich über die Standardtherapie und neue therapeutische Konzepte.

Journalisten sind eingeladen, an der Veranstaltung am Mittwoch, 7. Mai 2008, von 17.15 bis 20 Uhr in der MHH, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover, Gebäude J6, Hörsaal R, teilzunehmen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. Oliver Bachmann, Telefon (0511) 532-9426, bachmann.oliver@mh-hannover.de.

Stefan Zorn | idw
Weitere Informationen:
http://www.mh-hannover.de

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