Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hunger bleibt Herausforderung Nummer eins für die Wissenschaft in Entwicklungsländern

18.04.2008
Hunger wird in den nächsten zehn Jahren eine der größten Herausforderungen für die Weltgemeinschaft sein. Dies prognostizierte Prof. Dr. Joachim von Braun, Direktor des International Food Policy Research Institute in Washington.

Während die Armutsrate bis zum Jahr 2015, dem Zieljahr zum Erreichen der UN Millennium Development Goals, halbiert werden könne, seien wissenschaftliche Anstrengungen notwendig, um die Ernährung der Weltbevölkerung zu sichern, so von Braun während der Tagung "Wissen schafft Entwicklung" der Alexander von Humboldt-Stiftung am 17. und 18. April in Bonn.

Hundert Wissenschaftler aus Entwicklungs- und Schwellenländern tagten in Bonn, um den Beitrag der Forschung zur wirtschaftlichen, kulturellen und akademischen Entwicklung ihrer Länder zu diskutieren. Sie forderten stärkere wissenschaftliche Anstrengungen, um insbesondere den ärmsten Bevölkerungsgruppen zu helfen. Denn gerade diese seien in Afrika, Asien und Südamerika besonders hart vom Klimawandel getroffen.

Infektionskrankheiten forderten vor allem in dieser Gruppe hohe Opfer. Die Wissenschaftler beklagten, dass die Ausgaben für die agrarwissenschaftliche Forschung seit Mitte der 1990er Jahre stagnieren. Die Ausgaben von 80 Entwicklungsländern beliefen sich zurzeit auf lediglich 6% der weltweiten Forschungsausgaben in diesem Gebiet.

Das Entwicklungspotenzial von Schwellenländern wie Brasilien unterstrich Prof. Dr. Marco Antonio Zago, Präsident einer der größten Forschungsförderorganisationen Lateinamerikas, des brasilianischen Conselho Nacional de Desenvolvimento Científico e Tecnológico. Mit gezielter Förderung von Nachwuchswissenschaftlern und strategisch wichtigen Forschungsfeldern habe sein Land Anschluss an führende Wissenschaftsnationen gefunden. Zago plädierte für eine engere wissenschaftliche Zusammenarbeit in Südamerika.

Seit 10 Jahren fördert die Humboldt-Stiftung im Georg Forster-Forschungsstipendienprogramm, das vom Bundesministerium für wissenschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert wird, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Forschungsvorhaben müssen einen Transfer von Wissen oder Methoden in das jeweilige Heimatland gewährleisten.

Pressekontakt
Kristina Güroff und Barbara Wieners-Horst
Tel: +49 228 833-144/257; Fax: -441
E-Mail: presse@avh.de
Leiter Referat Presse und Kommunikation
Georg Scholl
Tel: +49 228 833-258
Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 1.800 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit rund 23.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 130 Ländern - unter ihnen 40 Nobelpreisträger.

Kristina Güroff | idw
Weitere Informationen:
http://www.humboldt-foundation.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht
05.12.2016 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften