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Vom Nutzen und Nachteil des Unternehmertums

03.03.2008
Ein Kolloquium des "Center for Responsibility Research" des Kulturwissenschaftlichen Instituts, Essen vom 18.-19. März 2008 unter der Leitung von Ludger Heidbrink und Peter Seele.

Das Leitbild des Unternehmertums gewinnt zu Beginn des 21. Jahrhunderts eine immer größere Bedeutung. Auf der einen Seite wird es als Weg zu mehr Wohlstand und Freiheit gepriesen, auf der anderen Seite als Ursache für soziale Ungleichheit und globale Ungerechtigkeit kritisiert.

An der Reform des Gesundheitswesens und der Universitäten, aber auch an Begriffen wie "Selbst-GmbH" oder "Arbeitskraftunternehmer" ist abzulesen, wie immer mehr gesellschaftliche Bereiche durch die Mentalität des Unternehmertums geprägt werden. Diese Entwicklung erzeugt einerseits eine neue Kultur des Entrepreneurship, die mit wachsender Selbstständigkeit und Eigenverantwortung einhergeht. Andererseits kann man aber auch ein schwindendes Vertrauen in die Wirtschaftseliten und Ängste vor den Belastungen durch eine ökonomisierte Lebensführung beobachten.

Vor diesem Hintergrund soll in dem Kolloquium ein differenziertes Bild des Unternehmertums entworfen werden, das den Widersprüchen unternehmerischen Denkens und Handelns gerecht wird.

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Eingeladene Teilnehmer: Alexander Brink (Universität Bayreuth), Ulrich Bröckling (Universität Leipzig), Wolfgang Fach (Universität Leipzig), Ernst Wilhelm Händler (Schriftsteller und Unternehmer, München), Lars Immerthal (BrainNet Management Consultants, Bonn), Jürgen Kaube (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Georg Kohler (Universität Zürich), Peter Koslowski (Vrije Universiteit Amsterdam), Sven Murmann (Geschäftsführer der Sauer Holding GmbH, Hamburg), Sigrun Nickel (Centrum für Hochschulentwicklung, Gütersloh), Reinhard Pfriem (Universität Oldenburg), Werner Plumpe (Universität Frankfurt), Hans J. Pongratz (Universität München), Birger P. Priddat (Universität Witten-Herdecke), Nico Stehr (Zeppelin University Friedrichshafen), Dieter Thomä (Universität St. Gallen), Michael Wohlgemuth (Universität Freiburg)

Eine Teilnahme ist nach Anmeldung begrenzt möglich. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kulturwissenschaften.de oder unter der Telefonnummer 0201/7204-213.

Dr. Armin Flender | idw
Weitere Informationen:
http://www.kwi-nrw.de

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