Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ärzte-Kongress im Doppelpack

12.02.2008
Vom 22. bis 23. Februar treffen sich etwa 1.200 deutsche und internationale Chirurgen, Unfallchirurgen und Orthopäden im World Conference Center Bonn, dem ehemaligen deutschen Bundestag.

Zu den zwei parallel stattfindenden Tagungen lädt das Universitätsklinikum Bonn ein. Die Bonner "Orthopädie- und Unfalltage" stehen diesmal unter dem Motto "Kniefall"; die Viszeralchirurgischen Tage legen den Fokus auf die Bauchspeicheldrüse - ein kleines, für die Verdauung und den Zuckerhaushalt notwendiges Organ. Ihr Todfeind ist der Alkohol.

Auch in der heutigen Zeit endet eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse, fachsprachlich "Pankreatitis", oft tödlich. Die täglich von ihr produzierten zwei Liter Verdauungssekrete greifen das Organ direkt an; die Drüse verdaut sich sozusagen selbst. Entzündungen der Bauchspeicheldrüse können auch chronisch werden. Bonns berühmtester Sohn und Weinfreund Ludwig van Beethoven litt höchstwahrscheinlich an einer chronischen Pankreatitis.

Auf dem Kongress erörtern die Chirurgen, wie der Komponist heutzutage therapiert würde. Zudem informiert eine Videositzung über modernste Operationstechniken. Bei einer Erkrankung wie dem Pankreaskarzinom, einer der gefährlichsten Krebsarten, kann jedoch auch heute nur etwa jeder vierte Patient überhaupt mit Aussicht auf Heilung operiert werden.

Postoperativ verlängert neuerdings eine Chemotherapie die Lebenszeit bei dieser Krebserkrankung. Der Kongress hinterfragt kritisch etablierte Behandlungsstandards und innovative Entwicklungen wie die operative Entfernung von Tochtergeschwülsten bei Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Künstliches Kniegelenk speziell für Frauen?

Auf den Bonner Orthopädie- und Unfalltagen steht das Knie im Mittelpunkt. Knochenbrüche am Kniegelenk sind heute immer noch problematisch. So wollen Orthopäden und Unfallchirurgen mittels neuer Operationstechniken das Risiko einer falschen Knochenbruchheilung verringern. Bei Brüchen in der Nähe eines künstlichen Kniegelenks lassen sich beispielsweise auch winkelstabile Implantate hervorragend einsetzen. Künstliche Kniegelenke werden heutzutage fast genauso häufig eingesetzt wie künstliche Hüftgelenke. An der weiteren Verbesserung der Implantate wird weltweit geforscht. Umstritten ist momentan auch, ob es speziell für Frauen konstruierte Kniegelenke geben sollte. Zudem steht auf der Tagung unter anderem der Sportler mit gerissenen Kreuzbändern im Blickpunkt. Die Ärzte präsentieren neueste Techniken des Kreuzbandersatzes und aktuelle Studienergebnisse.

Mehr Informationen zu den Kongressen gibt es unter http://www.vctb.uni-bonn.de und http://www.ortho-unfall-bonn.de

Kontakt für die Medien:
Professor Dr. Andreas Hirner
Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie
Telefon: 0228/287-15215; E-Mail: andreas.hirner@ukb.uni-bonn.de
Professor Dr. Dieter Christian Wirtz
Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Telefon: 0228/287-14170; E-Mail: dieter.wirtz@ukb.uni-bonn.de

Dr. Inka Väth | idw
Weitere Informationen:
http://www.ortho-unfall-bonn.de
http://www.vctb.uni-bonn.de

Weitere Berichte zu: Bauchspeicheldrüse Kniegelenk

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung
27.06.2017 | Fraunhofer IISB

nachricht Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle
27.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie