Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

13. Senftenberger Gespräche zum Schlaganfall: Neues aus Diagnostik und Therapie des Schlaganfalls 2008

07.02.2008
Zirka 450 Ärzte, Fachwissenschaftler, Therapeuten und Pflegende aus weiten Teilen Deutschlands, die auf dem Gebiet des Schlaganfalls arbeiten, beraten am Sonnabend, dem 8. März 2008, auf Einladung der Klinikum Niederlausitz GmbH an der Fachhochschule Lausitz in Senftenberg.

Die 13. Senftenberger Gespräche zum Schlaganfall sind mit dem Thema "Neues aus Diagnostik und Therapie des Schlaganfalls 2008" überschrieben. Ziel der gemeinsamen Fachtagung von Klinikum und Hochschule ist das interdisziplinäre Zusammenführen von Rettung, Diagnostik, Therapie, Frührehabilitation, Rehabilitation und ambulanter Nachsorge.

Der Präsident der Fachhochschule Lausitz, Prof. Dr. Günter H. Schulz, eröffnet die 13. Senftenberger Gespräche zum Schlaganfall um 9 Uhr im Konrad-Zuse-Medienzentrum. Ein praxisbezogenes wissenschaftliches Programm, das von einer Ausstellung der Pharmaindustrie flankiert wird, schließt sich bis 13 Uhr an. Im Rahmen eines öffentlichen Patientenforums Schlaganfall haben Betroffene, deren Angehörige und weitere Interessenten ab 14 Uhr Gelegenheit, ihre Fragen mit Chefärzten der verschiedenen medizinischen Disziplinen zu erörtern.

Schlaganfall - eine schwere Volkskrankheit

... mehr zu:
»Schlaganfall »Senftenberger
Der Schlaganfall - einst Geißel der Menschheit, Stiefkind der Medizin - stellt heute ein Zentrum wissenschaftlichen und medizin-logistischen Fortschritts dar. Und doch ist der Schlaganfall noch immer eine der folgenschwersten Erkrankungen. In der Todesursachenstatistik steht er an dritter Stelle. Als Verursacher permanenter Behinderungen rangiert er an erster Position.

20 Prozent der jährlich 150.000 in Deutschland betroffenen Menschen versterben innerhalb der ersten vier Wochen. Die Einjahressterblichkeit beträgt 40 Prozent. Zirka 25 Prozent der Überlebenden werden pflegebedürftig. 50 Prozent bleiben dauerhaft arbeitsunfähig.

Schlaganfall ist keine alleinige Erkrankung des Alters, ist aber schon ein Indikator für eine älter werdende Generation. Die Behandlungskosten, die vor dem Deutschen Gesundheitswesen bis 2025 stehen, werden bei der zunehmenden Alterung der Bevölkerung auf zirka 108 Milliarden Euro geschätzt.

Diese Anforderungen sind nur zu meistern, durch

- Bündelung verfügbaren Wissens,
- konsequente Nutzung vorhandener gesamtgesellschaftlicher Ressourcen und
- Verbesserung der Transparenz, Qualität und Effizienz aller Behandlungsprozesse.

Akutbehandlung mit Erfolg

Seit 1996 besteht in der Klinikum Niederlausitz GmbH eine Stroke Unit, eine medizinische Spezialabteilung zur Behandlung des Schlaganfalls. An der Fachhochschule Lausitz wurde 1996 eine Studienrichtung Medizinische Informatik eingeführt.

Seither findet eine jährliche gemeinsame Fachtagung "Senftenberger Gespräche zum Schlaganfall" statt. Ziel ist das interdisziplinäre Zusammenführen von Rettung, Diagnostik, Therapie, Frührehabilitation, Rehabilitation und ambulanter Nachsorge.

Es treffen sich mittlerweile zum 13. Mal am 2. Sonnabend im März jetzt ca. 450 Ärzte, Fachwissenschaftler, Therapeuten und Pflegende aus weiten Teilen Deutschlands, die auf dem Gebiet des Schlaganfalls arbeiten.

Neue Diagnostik- und Therapieansätze beim Schlaganfall werden dargestellt und diskutiert. Den Schwerpunkt bildet dabei ihre Umsetzung in die medizinische Praxis. Ein integrierter "Versorgungspfad Schlaganfall" wird als Ziel definiert.

Die größte aktuelle Schwachstelle aller Bemühungen ist die Zeit, die der Patient beziehungsweise seine Umgebung benötigt, um den Rettungsdienst zu alarmieren. An der Klinikum Niederlausitz GmbH in Senftenberg können gegenwärtig vier Prozent aller Patienten (bundesweit drei Prozent) einer ursachenorientierten Therapie, einer Thrombolyse oder einem primären gefäßchirurgischen Eingriff zugeführt und weitestgehend geheilt werden, weil sie das Krankenhaus in einem Zeitfenster von drei Stunden erreichen. Es könnten jedoch bis zu 26 Prozent der Schlaganfallpatienten unter Beachtung der Gegenanzeigen so behandelt werden. Wegen der oft noch verzögerten Alarmierung des Rettungsdienstes werden diese mittlerweile an vielen Stellen in Deutschland bereitgestellten materiellen und personellen Mittel nicht ausreichend genutzt.

Wissen ist Zeit und Zeit ist Gehirn

Folgerichtig ist am Nachmittag das gesellschaftliche Umfeld gefragt, denn Schlaganfallprophylaxe und auch die Schlaganfallbehandlung können von der Medizin allein nicht gemeistert werden. Es können auch Betroffene und ihre Angehörigen Chefärzten der verschiedenen medizinischen Disziplinen Fragen stellen.

Wissenschaftliche Leitung:
Honorarprofessor Dr. Stefan Brehme / Honorarprofessor Dr. Fritjof Reinhardt
Programm der 13. Senftenberger Gespräche zum Schlaganfall: http://www.fh-lausitz.de/uploads/media/Einladung_Schlaganfall.pdf
Weitere Informationen:
Tagungsbüro der 13. Senftenberger Gespräche zum Schlaganfall
z. H. Frau Marion Fränkel
Klinikum Niederlausitz GmbH
Calauer Straße 8
01968 Senftenberg
Tel. (0 35 73) 75 14 04
Fax (0 35 73) 75 10 67
E-Mail: profreinhardt@web.de
Text: Honorarprofessor Dr. Fritjof Reinhardt

Ralf-Peter Witzmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-lausitz.de/uploads/media/Einladung_Schlaganfall.pdf

Weitere Berichte zu: Schlaganfall Senftenberger

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017
28.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Immunologie

nachricht Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru
28.04.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie