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1. Deutscher Kongress Ambient Assisted Living (AAL)

30.01.2008
VDE: IT, Mikrotechnik und Robotik sind Innovationstreiber für Ambient Assisted Living

Der VDE sieht sehr gute Chancen für Deutschland, auf dem Zukunftsmarkt des Ambient Assisted Living (AAL) international eine Führungsposition einzunehmen. Beispiele für diese technischen Assistenzsysteme sind "mitdenkende" Elektroprodukte, Telemedizin oder Steuerungs- und Warnsysteme.

"Für diesen Optimismus spreche die besondere interdisziplinäre Innovations- und Technologiekompetenz, die Wirtschaft und Hochschulen hierzulande auszeichnen", so VDE-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer zur Eröffnung des von BMBF und VDE organisierten 1. Deutschen Kongresses für Ambient Assisted Living heute in Berlin. Nach Einschätzung von BMBF und VDE steht das neue Technologiefeld vor einem rasanten Aufschwung. Neben der Systemkompetenz bucht der VDE die Innovationsstärke in denjenigen Zukunftstechnologien als Standortvorteil, die die Grundlage für Ambient Assisted Living bilden.

Der VDE-Innovationsmonitor, eine Umfrage unter den VDE-Mitgliedsunternehmen, bestätigt diese Einschätzung. Eine absolute Mehrheit der Unternehmen attestiert Deutschland weltweit die höchste Innovationskraft in der Elektrotechnik, der Medizintechnik und der Produktionstechnik/Automation. Die IT, Mikrosystemtechnik oder die Robotik haben für Ambient Assisted Living in allen Bereichen herausragende Bedeutung. Intelligente lebensbegleitende Assistenzsysteme führen verschiedene Technologien in spartenübergreifenden Lösungen zusammen; die Informationstechnologie spielt gleichsam als "neuronales Netz" eine entscheidende Rolle.

Wachstums- und Innovationstreiber sind laut VDE derzeit vor allem die demographische Entwicklung und der Gesundheitssektor. Hier ist der Bedarf am dringendsten und die Wirkung am größten. Intelligente Monitoringanwendungen unterstützen das selbständige Wohnen im Alter, die Betreuung Pflegebedürftiger, das Management von chronischen Erkrankungen, die Überwachung von Risikofaktoren, die Gesundheitsprävention, aber auch Mobilität und Sicherheit.
Beispielsweise könnte durch die AAL-Anwendung Telemonitoring ein erheblicher Teil der Herz-Kreislauf-Patienten, die heute noch an ihrer Krankheit sterben, gerettet werden. Gleichzeitig ließe sich der zweistellige Milliardenaufwand für diese Volkskrankheit Nummer 1 deutlich reduzieren. Erste gesundheitsökonomische Studien weisen für einzelne Krankheitsfelder wie beispielsweise chronische Herzinsuffizienz Kostenreduzierungen um mehr als 50 Prozent aus.

Mittelfristig werden intelligente Assistenzsysteme für Sicherheit, Komfort und Gesundheit in allen Lebensphasen stehen und - etwa bei Hausarbeit und Services - nicht zuletzt beruflich stark beanspruchte jüngere und mittlere Jahrgänge ansprechen.

Der mit 350 Teilnehmern ausgebuchte Kongress ist eine Initiative von BMBF und VDE. Mehr als 120 Beiträge beleuchten das Technologiefeld intelligenter Assistenzsysteme für Gesundheit und Senioren, Sicherheit, Privatsphäre, Wohnen sowie soziales Umfeld, Ausbildung und Lernen. Der Kongress führt Entwickler, Hersteller, Dienstleister und Anwender sowie Politik und Medien zusammen.

Der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik
(VDE) ist mit 34.000 Mitgliedern, davon 1.250 Unternehmen, und 700 Mitarbeitern einer der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas. Sein System ist weltweit einmalig: Der VDE vereint Wissenschaft, Normung und Produktprüfung unter einem Dach.

VDE-Tätigkeitsfelder sind der Technikwissenstransfer, die Forschungs- und Nachwuchsförderung der Schlüsseltechnologien Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik und ihrer Anwendungen. Die Sicherheit in der Elektrotechnik, die Erarbeitung anerkannter Regeln der Technik als nationale und internationale Normen, Prüfung und Zertifizierung von Geräten und Systemen sind weitere Schwerpunkte.

Das VDE-Zeichen, das zwei Drittel der Bundesbürger kennen, gilt als Synonym für höchste Sicherheitsstandards. Die Technologiegebiete des VDE: Informationstechnik, Energietechnik, Medizintechnik, Mikroelektronik, Mikro- und Nanotechnik sowie Automation.

Melanie Mora | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.vde.com

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