Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Beitrittsperspektive als Herausforderung: Agrarpolitik in Südosteuropa

20.10.2010
Agricultural Policy Forum 2010 vom 27. bis 30. Oktober 2010 in Dresden-Radebeul

"Bridging the gap: Agricultural and rural development policies in South Eastern Europe facing the challenge of EU compliance" lautet das Thema der Konferenz, an der das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) organisatorisch beteiligt ist.

Im Mittelpunkt des Agricultural Policy Forums 2010 stehen diejenigen Länder Südosteuropas, die noch nicht Mitglied der EU sind. Einerseits haben sie bemerkenswerte Fortschritte in ihrer agrarwirtschaftlichen und ländlichen Entwicklung gemacht.

Andererseits stellt sie die Beitrittsperspektive vor bedeutende Herausforderungen, die z.B. die Wettbewerbsfähigkeit der Agrarstrukturen, die wirtschaftliche Rückständigkeit ländlicher Regionen und die Administration der Agrarpolitik betreffen. Zu den Hauptrednern gehören die renommierten Agrarökonomen Emil Erjavec (Universität Ljubljana, Slowenien) und Ulrich Koester (Christian- Albrechts-Universität zu Kiel). Ziel des Forums ist es, Empfehlungen für Reformen zu geben, die sich den genannten Herausforderungen stellen und zu einer besseren Integration der ländlichen Gebiete Südosteuropas in die EU beitragen.

In den Arbeitsgruppen des Forums werden u.a. IAMO-Wissenschaftler aktuelle Forschungsergebnisse präsentieren. Martin Petrick, Leiter der Abteilung Rahmenbedingungen des Agrarsektors und Politikanalyse sowie seitens des IAMO verantwortlich für die Organisation der Veranstaltung, erläutert: „Für das IAMO ist es von großer Bedeutung, Einsichten aus der agrarökonomischen Forschung für praktische Politikprobleme nutzbar zu machen. Das Agricultural Policy Forum bietet eine hervorragende Gelegenheit, unsere Ergebnisse direkt mit Entscheidungsträgern aus den betroffenen Ländern zu diskutieren und politische Implikationen aufzuzeigen. Das betrifft z.B. die administrative Umsetzung innovativer Politkinstrumente zur ländlichen Entwicklung in den Ländern Südosteuropas. Die Teilnehmer interessiert auch die Frage, unter welchen Umständen einheimische Unternehmer in den ländlichen Räumen dieser Länder aktiv werden. Hier können wir mit aktuellen Forschungsergebnissen aufwarten.“

Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an politische Entscheider und Vertreter von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen des Agrarsektors aus Südosteuropa. Interessierte Teilnehmer aus Deutschland und anderen Ländern sind jedoch ebenso willkommen. Informationen zu Programm und Anmeldung sind im Internet unter www.gc21.inwent.org/eu-see/apf2010 zu finden.

Das Agricultural Policy Forum findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. 2001 wurde es von InWent Internationale Weiterbildung und Entwicklung und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gegründet. In späteren Jahren kamen die Regional Rural Development Standing Working Group (SWG, Mazedonien) und das IAMO als Mitorganisatorinnen hinzu. Ziel des Agricultural Policy Forums ist es, die Politikgestaltung in den Bereichen Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in Südosteuropa zu erleichtern und unterstützen.

Rebekka Honeit | idw
Weitere Informationen:
http://www.iamo.de
http://www.gc21.inwent.org/eu-see/apf2010

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise