Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bedrohungen und Chancen ländlicher Räume in Transformationsländern

14.06.2013
Auf dem IAMO Forum 2013 werden neue Erkenntnisse zum Thema präsentiert

Die Abwanderung der Bevölkerung aus den ländlichen Räumen der Transformationsländer stellt ein gravierendes Problem dar. Vor dem Hintergrund geringer wirtschaftlicher Perspektiven, der Verschlechterung des Dienstleistungsangebotes und einer weit verbreiteten Armut entscheiden sich insbesondere junge Menschen häufig dafür, diese Gebiete zu verlassen. Für die Problemregionen innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten wurden mehrere Milliarden Euro investiert, um die regionale Wirtschaft zu fördern und die Lebensqualität zu erhöhen.

Trotz der bisherigen Anstrengungen bleibt fraglich, ob geeignete politische Maßnahmen getroffen werden und wie sich die angespannte Situation zukünftig entwickeln wird. Hinsichtlich der Sicherung der Lebensqualität in ländlichen Räumen sind nicht nur die öffentlichen Akteure gefordert, sondern es müssen auch die Rollen und Möglichkeiten der Privatunternehmer wie Agroholdings und nicht-landwirtschaftlichen Unternehmen untersucht werden.

Im Rahmen des diesjährigen IAMO Forums unter dem Titel „Rural Areas in Transition: Services of General Interest, Entrepreneurship and Quality of Life“ werden vom 19. bis 21. Juni 2013 in Halle (Saale) diese Schwerpunkt mit Blick auf Osteuropa, die ehemalige Sowjetunion und Asien diskutiert. Renommierte Wissenschaftler/innen werden auf insgesamt 3 Plenarsitzungen und 19 Parallelsitzungen ihre Forschungsergebnisse zu Themen, wie den Folgen des demografischen Wandels, den strukturellen Veränderungen in der ländlichen Wirtschaft sowie den Entwicklungen von unternehmerischen Aktivitäten und der Bewertung von politischen Interventionen in den ländlichen Regionen, darstellen.

Am 19. Juni startet die Konferenz mit Plenarvorträgen von Linxiu Zhang (Center for Chinese Agricultural Policy of the Chinese Academy of Sciences) und Marek Furmankiewicz (Wroclaw University of Environmental and Life Sciences, Polen), wo es insbesondere um die Bereitstellung öffentlicher und privater Dienstleistungen im Interesse der Bevölkerung sowie den damit verbundenen Leitlinien für politische Maßnahmen gehen wird. Am zweiten Tag werden Gerard McElwee (Sheffield Hallam University, UK) und Sophie Grunze (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH, GIZ, Deutschland) die Auswirkungen des ländlichen Unternehmertums auf das Wirtschaftswachstum und die soziale Verantwortung von privaten Akteuren thematisieren.

Über die Lebensqualität in ländlichen Räumen und wirtschaftliche Ungleichheiten werden Ida Terluin (Wageningen University and Research Centre, Niederlande) und Charles M. Becker (Duke University, USA) am letzten Konferenztag referieren. Damit verbunden werden die Folgen des demografischen Wandels sowie Migrationsprozesse aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Veränderungen angesprochen. Den Abschluss der Konferenz bildet am 21. Juni eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Netzwerken für den ländlichen Raum. Hierbei werden Linxiu Zhang (CCAP, Chinese Academy of Sciences, China), Charles M. Becker (Duke University, USA) und Jan Florian (National Network of Local Action Groups, Tschechien) die Perspektiven der ländlichen Entwicklungspolitik diskutieren.

Weiterführende Informationen und das vollständige Programm zur Veranstaltung können Sie auf der Konferenzwebseite einsehen: www.iamo.de/forum/2013

Das IAMO Forum 2013 wird in Zusammenarbeit mit dem Thünen-Institut (TI) für Ländliche Räume in Braunschweig ausgerichtet und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Landwirtschaftlichen Rentenbank, Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung, dem Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt sowie der Stadt Halle unterstützt.

Journalisten und Medienvertreter sind auf der dreitägigen Konferenz herzlich willkommen. Nach Absprache arrangieren wir für Sie gerne Interviews und individuelle Gespräche mit den Experten auf der Veranstaltung. Bei Interesse zur Teilnahme am IAMO Forum 2013 melden Sie sich bitte unter presse@iamo.de an.

Über das IAMO

Das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) ist eine international anerkannte Forschungseinrichtung. Mit etwa 70 Wissenschaftlern und in Kooperation mit anderen renommierten Instituten widmet es sich drängenden Fragen der Agrar- und Ernährungswirtschaft und der ländlichen Räume. Hauptuntersuchungsregionen sind Mittel- und Osteuropa sowie Zentral- und Ostasien. Das IAMO leistet dabei einen Beitrag zum besseren Verständnis des institutionellen, strukturellen und technologischen Wandels. Für dessen Bewältigung werden Strategien und Optionen für Unternehmen, Agrarmärkte und Politik abgeleitet und analysiert. Seit seiner Gründung 1994 gehört das IAMO als außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft an.

Ansprechpartnerin für die Medien

Daniela Schimming
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO)
Tel. +49 (0)345 2928-330
Fax +49 (0)345 2928-499
E-Mail presse@iamo.de

Daniela Schimming | idw
Weitere Informationen:
http://www.iamo.de
http://www.iamo.de/forum/2013

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017
24.07.2017 | Universität Hamburg

nachricht Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen
24.07.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Lupinen beim Trinken zugeschaut – erstmals 3D-Aufnahmen vom Wassertransport zu Wurzeln

24.07.2017 | Biowissenschaften Chemie