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Die Batterie – Achillesferse und Hoffnungsträger der Elektromobilität

12.11.2010
Wir sollen elektrisch fahren. So sieht es die Bundesregierung, und auch mancher Zeitgenosse kann sich mit dem Gedanken an geruchslose und leise Mobilität anfreunden. Wenn die Fahrzeuge dann noch mit Wind- oder Solarstrom fahren und helfen, die Schwankungen der regenerativen Einspeisung zu glätten, ist allen geholfen.

Das Ziel der Bundesregierung sind 1 Mio. zugelassene Elektrofahrzeuge im Jahr 2020. Könnten wir sie bereits heute kaufen, müssten die Hersteller ab sofort jeden Monat mehr als 8000 davon produzieren, um dieses Ziel zu erreichen. Davon sind wir im Moment aber noch weit entfernt. Aber weltweit wird mit Hochdruck daran gearbeitet. Millionen Elektroroller in China weisen den Weg.


Die Jahrestagung des VDE (Verband deutscher Elektrotechniker) in Leipzig zum Thema E-Mobilität hat wieder einmal gezeigt: Die Achillesferse der Elektromobilität ist die Batterie. Die Gründe liegen auf der Hand: Sicherheit, Reichweite, Lebensdauer, Ladegeschwindigkeit und der Preis.

Die Sicherheitsanforderungen im Automobil sind hoch und die Belastungen im normalen Betrieb, aber vor allem bei Unfällen sind enorm. Zukünftige Batterien müssen in allen Situationen sicher sein. Auch die Lebensdauer ist entscheidend. Keinem Kunden ist es zuzumuten, alle 2 Jahre einen neuen Batterieeinsatz für € 5000-15000 zu kaufen!

Aber schon die Anschaffungskosten beim Kauf eines neuen Fahrzeugs sind heute noch viel zu hoch. Auch bei weiter positivem Wirtschaftsaufschwung sitzt das Geld der Kunden noch nicht locker. Ohne Anschub vom Staat werden die erforderlichen Skaleneffekte vermutlich nicht zu erzielen sein. Und darauf kommt es entscheidend an.

Aber es gibt auch viel Positives zu berichten. Die von der Bundesregierung ins Leben gerufene massive Förderung trägt Früchte. Auf der Tagung „Kraftwerk Batterie – Lösungen für Automobil und Energieversorgung” wird viel Neues zu hören sein. Vom 1.-2. März 2011 treffen sich in Aachen Batterieexperten und solche, die es werden möchten, um sich über die neuesten Entwicklungen auszutauschen.

Die zweisprachige Veranstaltung findet bereits zum vierten Mal statt. Die Leitung haben Prof. Sauer von der RWTH Aachen und Prof. Winter aus Münster. Über 100 Beiträge – fast doppelt so viele wie im Vorjahr – wurden eingereicht und zeigen einmal mehr die große Bedeutung des Themas und der Veranstaltung.

Am Vortag, also am 28.2.2011, wird auf dem Batterietag NRW ausführlich über die Aktivitäten auf dem Feld der Batterieforschung und Entwicklung in Nordrhein-Westfalen berichtet. Die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Frau Svenja Schulze, hat die Schirmherrschaft übernommen und wird diese Veranstaltung begrüßen. Die Veranstaltung wird von den Clustern EnergieForschung.NRW, EnergieRegion.NRW und NanoMiko+Werkstoffe.NRW durchgeführt.

Der Frühbucherrabatt endet am 15.12.2010. Anmeldungen zur Ausstellung sind noch möglich.

Nähere Informationen finden Interessierte beim Haus der Technik e.V. unter Tel. ++49 (0) 201/1803-344 (Frau Andrea Wiese), Fax ++49 (0) 201/1803-346, information@hdt-essen.de oder im Internet unter www.battery-power.eu

Bernd Hömberg | Haus der Technik e.V.
Weitere Informationen:
http://www.battery-power.eu
http://www.hdt-essen.de

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