Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Autoreifen aus Löwenzahn

05.06.2014

Halbzeitkonferenz zur Forschungsstrategie Bioökonomie zeigt alltagstaugliche Produkte / Wanka und Schmidt: weitere Innovationsförderung notwendig

Ob Kleider aus Milch, Reifen aus Löwenzahn, ein Föhn aus Biokunststoff oder Autoteile aus Naturfasern - die Palette an biobasierten Produkten ist schon heute groß. Die Ausstellung "Bioökonomie im Alltag" anlässlich der Halbzeitkonferenz Bioökonomie zeigt mehr als 40 konkrete Produktbeispiele, die auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen und biobasierten Verfahren hergestellt werden. Auch eine Modenschau mit rein biobasierten Kleidern, "Milk & Sugar", gehört zum Programm.

Zu diesen Produkten beigetragen haben zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu nachwachsenden Rohstoffen und biobasierten Verfahren, die die Bundesregierung im Rahmen der "Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030" seit Ende 2010 unterstützt.

"Mit unserer Forschungsstrategie haben wir gezeigt, dass es möglich ist viele Produkte mit erneuerbaren Ressourcen herzustellen", sagte Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, anlässlich der "Halbzeitkonferenz Bioökonomie" am 5. Juni in Berlin.

"Die Bioökonomie geht uns alle an. Für die nächsten Jahre gilt es, den bereits begonnenen Wandel in Richtung nachhaltige Wirtschaftsweise zu beschleunigen und in der Breite zu verankern." Einig waren sich die Experten auf der Konferenz, dass die eingeschlagene Richtung zu mehr Nachhaltigkeit in der Industrie weiter politisch unterstützt und gesellschaftlich eingebunden werden muss. Dies ist auch das Ziel der 2013 von der Bundesregierung beschlossenen "Nationalen Politikstrategie Bioökonomie".

"Die Bioökonomie verknüpft wie kein anderes Thema die ländlichen Räume und die Land- und Forstwirtschaft mit den Schwerpunkten der politischen Agenda der Bundesregierung", betonte Christan Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft.

"Die erfolgreiche Fortführung der Energiewende, die Sicherung der Rohstoffversorgung unserer Wirtschaft, der Klima- und Naturschutz und nicht zuletzt die Verantwortung, eine wachsende Bevölkerung mit ausreichender und gesunder Nahrung zu versorgen - die Bewältigung dieser Schlüsselaufgaben ist ohne die biobasierte Wirtschaft nicht denkbar."

Rund 500 Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft waren der Einladung des BMBF nach Berlin gefolgt, um aktuelle Herausforderungen und künftige Perspektiven einer biobasierten Wirtschaft in Deutschland zu diskutieren. Mit dem "Wegweiser Bioökonomie" veröffentlichte das BMBF künftige Schwerpunktsetzungen der Innovationsförderung.

So sollen Kompetenzen zur systemischen Betrachtung der Bioökonomie ausgebaut, ein partizipativer Dialog mit Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft etabliert, bessere Rahmenbedingungen für intelligente Innovationsbündnisse geschaffen und Anregungen dafür gegeben werden, wie sich die Fachkräfteausbildung dem wandelnden Bedarf in der Wirtschaft anpassen lässt. 

Innerhalb der "Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie" des BMBF erhielt die Allianz "Wissensbasierte Prozessintelligenz" unter der Führung des Unternehmens Sartorius eine Förderzusage von insgesamt 9 Mio. Euro, die in den ko! mmenden sechs Jahren den rund 20 Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft zur Verfügung stehen.

Weiterführende  Informationen

zur Veranstaltung: www.biooekonomie.de/halbzeitkonferenz

zur prämierten Allianz: www.biooekonomie.de/innovationsinitiative

zur "Nationalen Politikstrategie Bioökonomie": http://www.bmel.de/biooekonomie

zur "Biobasierten Wirtschaft" unter: www.aus-natur-gemacht.de

Pressereferat | BMBF Newsletter

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen
22.11.2017 | Hochschule Hannover

nachricht Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI
22.11.2017 | Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

23.11.2017 | Geowissenschaften

Leistungsfähigere und sicherere Batterien

23.11.2017 | Energie und Elektrotechnik

Ein MRT für Forscher im Maschinenbau

23.11.2017 | Maschinenbau