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Automatisierungstechnik der Zukunft in Karlsruhe

12.05.2011
6. Karlsruher Automations-Treff

Deutschland ist ein wichtiger, robuster und vorbildlich erfolgreicher Produktionsstandort. Das haben wir einmal mehr bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise bewiesen. Trotzdem zwingt uns der globale Wettbewerb ununterbrochen nach Verbesserungsmöglichkeiten in den Abläufen zu suchen.

Ohne Automatisierungstechnik ist keine Innovation möglich. In Karlsruhe befasst sich eine hochwertige Community auf verschiedensten Ebenen mit diesem Thema, um den Standort Deutschland nachhaltig für die Zukunft zu rüsten.

Das Fraunhofer IOSB und der VDI-Arbeitskreis »Mess- und Automatisierungstechnik« arbeiten eng zusammen, wenn es darum geht besondere Veranstaltungen für diese Community auf die Beine zu stellen.

Bei dem kürzlich veranstalteten 6. Karlsruher Automations-Treff, der diesmal am Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Karlsruhe stattfand, wurde die Automatisierungstechnik branchenübergreifend und aus dem Blickwinkel der angewandten Forschung beleuchtet. Mit 110 Teilnehmern fand die Veranstaltung, in der unter dem Titel »Leit- und Automatisierungstechnik der Zukunft«, in mehreren Vorträgen aktuelle Arbeiten des Instituts vorgestellt wurden, eine außerordentlich hohe Resonanz.

Im Vortragsteil der Veranstaltung wurden moderne leistungsfähige Lösungskonzepte zur Überwachung, Optimierung und interoperablen Automatisierung von verfahrenstechnischen Anlagen und Stückgutprozessen vorgestellt, die am IOSB entwickelt und erfolgreich industriell realisiert wurden. Christian Frey stellte ein neuartiges Konzept zum »Performance und Condition Monitoring komplexer verfahrenstechnischer Produktionsanlagen« vor. Dr. Thomas Bernard referierte über die Data-Mining-Suite (PRODAMI), die die »Qualitäts- und Kostenoptimierung von verfahrenstechnischen Prozessen mit Data-Mining-Methoden« ermöglicht. Miriam Schleipen beschäftigte sich mit dem wichtigen Feld der »Interoperabilität in der Automatisierung«, einem Thema das zunehmend an Bedeutung gewinnt, zwingen doch steigende Variantenvielfalt, kürzere Produktlebenszyklen und steigender Kostendruck Hersteller und Betreiber von Produktionsanlagen zur Steigerung der Interoperabilität ihrer Anlagen und der zugehörigen IT-Systeme.

Den Abschluss bildete das traditionelle »Get Together« mit einer Exponateschau, passend zu den vorher gehörten Themen. Zu sehen waren hier Demonstratoren zum Performance- und Conditon-Monitoring einer chemischen Anlage, zur Qualitäts- und Sicherheitsüberwachung von Wasserversorgungsanlagen, die ProVis.Production-Suite, eine Integrationsplattform für Leitwarten, sowie eine wandlungsfähige Informationsarchitektur für die Automatisierungstechnik am Beispiel des WISARA-Lab. »Picasso goes Automation« - Spaß mit ernstem Hintergrund - rundete die Exponate ab.

Weitere Informationen zum Arbeitskreis »Mess- und Automatisierungstechnik« und zum Karlsruher Automations-Treff finden Sie im Internet unter:

http://www.vdi.de/41827.0.html

Das nächste Highlight wird der SemMES-Tag am 30. November im Fraunhofer IOSB werden. Im komplexen Produktionsumfeld verdienen insbesondere die Schnittstellen zwischen den einzelnen Bereichen besonderes Augenmerk um ein reibungsloses Zusammenspiel zu erreichen.

Manufacturing Execution Systems (MES) stellen das Bindeglied zwischen Feld- und ERP-Ebene dar. Sie unterstützen die Produktion und den Menschen durch moderne IT-Anwendungen. Um MES effizient nutzen zu können, muss der Informationsfluss zwischen Steuerungsebene und MES stimmen. Es reicht dafür nicht aus, nur Daten zu kommunizieren. Damit MES »arbeitsfähig« sind, müssen die auftretenden Maschinendaten/Prozesswerte bestimmt und eingepflegt werden. Daher müssen sich heutzutage Maschinen- und Anlagenhersteller immer wieder neu an Vorgaben ihrer Kunden und firmenspezifische Standards anpassen. Dies verursacht einen hohen, häufig manuellen Aufwand. Es ist essentiell, dass MES die entsprechenden Informationen aus der Produktion verstehen und verarbeiten können. Am SemMES*-Tag beleuchten Referenten aus Forschung und Industrie aktuelle Entwicklungen und mögliche Anwendungen im Bereich der Semantik von MES.

Gerne begrüßen wir Sie spätestens am 30. November 2011 am SemMES-Tag im Fraunhofer IOSB.

Sibylle Wirth | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.iosb.fraunhofer.de/servlet/is/37126/
http://www.semmes.de
http://www.vdi.de/41827.0.html

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