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Aus den Hexenküchen der Materialwissenschaften - Was Frauen so zusammenbrauen…

15.04.2014

Am 30. April, wenn am Brocken im Harz die Hexen feiern, treffen sich in der Waschkaue des Weltkulturerbes Besucherbergwerk Rammelsberg nahe Goslar herausragende Forscherinnen aus Chemie und Physik.

Bereits zum 6. Mal organisiert das Center of Interface Science – gebildet durch die Universitäten Oldenburg, Osnabrück und Bremen – diese außergewöhnliche Tagung. Es tragen zwar ausschließlich Forscherinnen vor, als Gäste sind aber alle Wissenschaftler willkommen, um gemeinsam über aktuelle Entwicklungen in den Materialwissenschaften zu sprechen.

Die Veranstaltung wird mitgetragen vom Arbeitskreis Chancengleichheit in der Chemie (AKCC) der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie (DBG) sowie den Sonderforschungsbereichen Atomic Scale Control of Energy Conversion und Structure and Dynamics of Internal Interfaces.

Eröffnet wird die Veranstaltung am Abend des 29. April in einem Goslarer Hotel durch Professor Dr. Katharina Al-Shamery, Universität Oldenburg, und einem Vortrag der Nature-Redakteurin Dr. Leonie Mück, die die redaktionellen Abläufe des bedeutenden Wissenschaftsjournals entmystifiziert.

In die wissenschaftliche Tiefe wie Breite geht es dann am eigentlichen Tagungstag, dem 30. April. Vortragende sind die Physik-Professorinnen Claudia Draxl (Humboldt-Universität Berlin) und Marika Schleberger (Universität Duisburg-Essen). Die Chemie vertreten die Professorinnen Regine von Klitzing (Technische Universität Berlin), Stefanie Dehnen (Universität Marburg) und Bettina V. Lotsch (Universität Minden) sowie die Nachwuchsgruppenleiterinnen Dr. Katrin R. Siefermann (Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung, Leipzig) und Dr. Inke Siewert (Universität Göttingen). Sie sprechen beispielsweise über die computergestützte Materialforschung, über polymere Beschichtungen oder über Nanostrukturen und stellen kuriose und teilweise noch unverstandene Effekte in den Materialwissenschaften vor.

Im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Forschung gibt es ein spezielles Programm: Am 30. April öffnet die Museumsmine ihre Tore für den Forschernachwuchs, der dort kompetent betreut wird.

Anmeldung zur Tagung unter: http://www.cis.uni-oldenburg.de.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit rund 31.000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 27 Fachgruppen und Sektionen, darunter den Arbeitskreis Chancengleichheit in der Chemie (AKCC) mit rund 240 Mitgliedern. Zu den Zielen des AKCC gehören u.a. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, das Aufbrechen von herkömmlichen Rollenmustern und Wertungen sowie die Mädchenförderung.

Weitere Informationen:

http://www.gdch.de

Dr. Renate Hoer | GDCh

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