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Attraktive Berufsbildung durch Qualitätssicherung: Kammern, Schulen und Betriebe zeigen Beispiele

28.08.2014

6. DEQA-VET-Jahresfachtagung am 1. Oktober im BIBB

Drohender Fachkräfteengpass in einer älter werdenden Gesellschaft, zunehmende Akademisierung von Bildungswegen sowie wachsende Passungsprobleme bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen – vor diesem Hintergrund gilt es, die Attraktivität der beruflichen Bildung zu erhalten und zu stärken.

Die deutsche Referenzstelle für Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung (DEQA-VET) im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) stellt daher ihre 6. Jahresfachtagung am 1. Oktober 2014 unter den Titel „Attraktivität der beruflichen Bildung durch Qualitätssicherung“.

„Die Sicherung und Entwicklung hoher Qualitätsmaßstäbe in der beruflichen Bildung spielt ein zentrale Rolle für die Attraktivität der dualen Ausbildung“, betont Reinhold Weiß, stellvertretender BIBB-Präsident. DEQA-VET wird die Tagung, die sich an Praktiker, Experten und weitere Akteure der beruflichen Bildung richtet, verstärkt auf die Berufsbildungspraxis zuschneiden.

Die Tagung bietet unter anderem einen Workshop mit Vertretern aus Kammern und Gewerkschaften, in dem der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) als Antriebsmoment für die Sicherung von Qualität beruflicher Bildung erörtert wird.

Projekte stellen darüber hinaus erfolgreich erprobte Instrumente zur Qualitätssicherung vor. Ein Beispiel ist der von der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk und der Handwerkskammer Hannover entwickelte „Leitfaden Ausbildungsqualität“, der Diagnosebögen zur Feststellung des Status quo der Ausbildungsqualität und erprobte Entwicklungsinstrumente für Ausbildungsbetriebe enthält.

Die Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben wird den „Ganzheitlichen Ausbildungsnachweis“ erläutern – ein Instrument zur Qualitätsentwicklung, das den herkömmlichen Ausbildungsnachweis ersetzt und im Kammerbezirk bereits großflächig zur Anwendung kommt.

Praxisvertreter aus der berufsschulischen Qualitätssicherung berichten über ihre Erfahrungen mit dem aus der Schweiz stammenden Qualitätsmanagementsystem „Qualität durch Evaluation und Entwicklung“ (Q2E), das den Anspruch hat, die charakteristischen Eigenheiten schulischer Bildungsprozesse in die Qualitätsstrategie einzubeziehen. Ferner werden Einblicke in den Informations- und Erfahrungsaustausch jener Bundesländer ermöglicht, die mit Q2E arbeiten.

Die DEQA-VET-Referenzstelle will mit dieser Tagung eine stärkere Vernetzung mit den Akteuren der beruflichen Bildung fördern und Impulse setzen, die unmittelbar der Qualitätssicherung, -entwicklung und Umsetzung in der Praxis des beruflichen Lehrens und Lernens dienen.

Die Anmeldung zur Tagung ist ab sofort unter http://www.deqa-vet.de möglich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zum Hintergrund:
DEQA-VET setzt sich im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) für die Vernetzung von Akteuren und Institutionen der beruflichen Bildung in Deutschland ein. Als Anlauf- und Servicestelle rund um das Thema Qualitätssicherung und -entwicklung in der beruflichen Bildung bündelt sie Informationen und Expertisen, stößt Initiativen und Projekte an und richtet Veranstaltungen aus. Ziel ist es, die Beteiligten – unter anderem Sozialpartner, Betriebe, Berufsschulen und -fachschulen, Anbieter und Zertifizierungsstellen beruflicher Fort- und Weiterbildung wie auch die Berufsbildungsforschung, Bildungspolitik und -verwaltung der Länder und des Bundes – in der beruflichen Bildung zu vernetzen und eine vermittelnde Rolle zwischen der nationalen und europäischen Ebene zu übernehmen. Als nationale Referenzstelle ist DEQA-VET Teil des europäischen Netzwerkes EQAVET. Weitere Informationen unter http://www.deqa-vet.de

Andreas Pieper | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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