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Arbeitskreis Mäuse trifft sich in Leipzig

01.11.2010
Der Arbeitskreis Mäuse - ein Zusammenschluss von Experten vor allem der Forstwirtschaft aus ganz Deutschland - trifft sich am Mittwoch und Donnerstag erstmals in Leipzig.

Die 20 bis 30 Fachleute wollen sich unter anderem in Berichten zum Forstschutz aus den einzelnen Bundesländern über die Entwicklung der Nagetierpopulation und die Situation auf den von übermäßigem Mäusebefall gefährdeten Flächen in ihren jeweiligen Regionen austauschen. Zudem informieren sich die Experten über den jeweiligen Stand ihrer Forschungen auf diesem speziellen Gebiet.

Weiterhin wird der Arbeitskreis über sogenannte Hantaviren bei Nagetieren sowie über Krankheitserreger sprechen, die von Nagern übertragen werden, wie Ronny Wolf vom Institut für Biologie II der Universität Leipzig sagte. Der Mäuseexperte von der Fakultät für Biowissenschaften hat seine Kollegen zu diesem Treffen nach Leipzig eingeladen.

"Der Arbeitskreis Mäuse tagt einmal im Jahr. Vergangenes Jahr waren wir in Freising, vorher in Münster", berichtete der Fachmann.

Die Runde trifft sich seit Mitte der 1990er Jahre wieder regelmäßig. Initiiert wurde der Arbeitskreis Mäuse allerdings bereits von Fachleuten der ehemaligen Versuchsanstalten der DDR-Forstwirtschaft als Austauschforum. Damals wie heute ging es in erster Linie um Schäden, die von Mäusen hervorgerufen werden und Möglichkeiten, den Bestand unter Kontrolle zu halten.

"Von Mäusen hervorgerufene Waldschäden sind gravierend", sagte Wolf. Sie können ihm zufolge pro Jahr und Bundesland bis zu mehreren hundert Hektar junger Waldfläche schädigen. Es gibt neben diesem Arbeitskreis seit wenigen Jahren ein Netzwerk für Nagetiere und von Nagetieren übertragene Pathogene (Krankheitserreger).

"Die Forstfachleute aus den verschiedenen Bundesländern beraten dann ihre Kollegen und private Forstwirte, was sie gegen Mäuseplagen tun können", berichtete Wolf. Mitglieder des Arbeitskreises sind ihm zufolge neben Forstwirtschaftlern auch andere Mäuseexperten, Virologen und Parasitologen. Wolf selbst hat 1999 seine Diplomarbeit über eine Gruppe von Wühlmäusen geschrieben und kam so in Kontakt zu der Expertenrunde.

Weitere Informationen:
Ronny Wolf
Telefon: +49 341 97-36730
E-Mail: rwolf@rz.uni-leipzig.de

Susann Huster | Universität Leipzig
Weitere Informationen:
http://www.uni-leipzig.de

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