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Arbeit, Bildung, Familie und Zufriedenheit

23.06.2014

11. SOEP-Konferenz am 30. Juni und 1. Juli in Berlin

Wie krank macht ein unpassender Beruf? Wirkt sich die Religionszugehörigkeit auf den Bildungserfolg aus? Welchen Einfluss hat der Staat auf die Scheidungsraten? Führen Steuerreformen dazu, dass die Ungleichheit hierzulande weiter zunimmt?

Auf der 11. SOEP-Nutzerkonferenz stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt mehr als 80 neue Forschungsergebnisse auf der Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) vor, der größten und am längsten laufenden multidisziplinären Langzeitstudie in Deutschland. Die Konferenz findet am 30. Juni und am 1. Juli 2014 in Berlin statt.

„Zu den spannendsten Themen der aktuellen Forschung auf der Basis von SOEP-Daten zählt die Frage nach der Verteilung gesellschaftlicher Ressourcen“, sagt SOEP-Direktor Jürgen Schupp. Dabei gehe es um die Verteilung von Einkommen und Vermögen, aber auch um den Zugang zu Bildung und Arbeit und die Chancen für einen gesellschaftlichen Aufstieg. Jürgen Schupp: „Die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Die gesellschaftlichen Aufstiegschancen sind nach wie vor gering.“

Die Vorträge auf der Konferenz decken die multidisziplinäre Bandbreite der Forschung auf Basis der SOEP-Daten ab. Sie reichen von der Arbeitsmarktforschung (Wie wichtig sind soziale Netzwerke für die Jobsuche von Männern und Frauen?) über Studien zur intergenerationalen Mobilität (Inwieweit vermitteln Eltern ihren Kindern nicht-kognitive Fähigkeiten? Und wie wirkt sich das auf den Schulerfolg aus?) bis hin zur Zufriedenheitsforschung (Wie wirken sich Einkommensverluste auf das Wohlbefinden aus?).

Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf der Migrationsforschung (Welche Folgen hat Diskriminierung für die Gesundheit von Migrantinnen und Migranten?) „Das SOEP ist hierzulande die einzige Studie, für die seit mehr als 30 Jahren Zuwanderer befragt werden“, sagt Carsten Schröder, stellvertretender SOEP-Leiter und einer der Organisatoren der Konferenz. „Heute ist das SOEP die größte Wiederholungsbefragung von Ausländern in Deutschland“.

Auch die Keynote Speech, die die US-Soziologin Patricia McManus von der Indiana University in Bloomington am 30. Juni zu Beginn der Konferenz halten wird, widmet sich dem Thema Migration. Sie geht der Frage nach, inwieweit der sozio-ökonomische Hintergrund von Zuwandererfamilien zum Bildungs- und Berufserfolg der nächsten Generation beiträgt („The Next Generation: Family Background and Prospects for Immigrant Incorporation in Germany, Great Britain and the United States“).

Ein weiterer Höhepunkt der Konferenz wird die Keynote Speech des Ökonomen Jacques Silber von der Bar Illan University in Israel sein. Er spricht am 1. Juli darüber, wie die Arbeitsmärkte in einer globalisierten Welt über Einkommensverteilung und Chancen zum sozialen Aufstieg entscheiden („Inequality, Globalization and Labor Markets“). Silber zählt zu den weltweit führenden Experten im Bereich Einkommensungleichheit, Armut und Diskriminierung.

Zum Schluss der SOEP-Nutzerkonferenz am 1. Juli wird der „Joachim R. Frick Memorial Prize 2014“ für die besten Präsentationen verliehen. Gleichzeitig wird auch der Preisträger des alle zwei Jahre vergebenen „Felix Büchel Awards 2014“ für herausragende langjährige Nutzungen von SOEP-Daten bekanntgegeben und geehrt.

Journalistinnen und Journalisten können kostenlos an der SOEP-Konferenz teilnehmen. Wir freuen uns über Ihre Anmeldung per E-Mail an Monika Wimmer (mwimmer@diw.de).

Gerne informieren wir Sie auch persönlich zu den einzelnen Themen der Konferenz und vermitteln Kontakte zu den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

STICHWORT SOEP:

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) ist eine der größten und am längsten laufenden Langzeitstudien weltweit. Studien auf der Grundlage von SOEP-Daten untersuchen den Wandel unserer Gesellschaft. Außerdem gehen sie der Frage nach, wie gesellschaftliche Ressourcen verteilt sind. Die SOEP-Daten geben unter anderem Auskunft über Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit der Menschen in Deutschland.

Für das SOEP werden seit 1984 jedes Jahr vom Umfrageinstitut TNS Infratest Sozialforschung mehrere tausend Menschen befragt. Zurzeit sind es etwa 30.000 Befragte in etwa 15.000 Haushalten. Bei den Befragten ist die Studie unter dem Namen „Leben in Deutschland“ bekannt. Mehr als 500 Forscherinnen und Forscher im In- und Ausland nutzen die SOEP-Daten für ihre Studien.

Das SOEP ist Teil der Forschungsinfrastruktur in Deutschland und wird unter dem Dach der Leibniz-Gemeinschaft (WGL) von Bund und Ländern gefördert. Angesiedelt ist das SOEP am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Weitere Informationen:

http://www.diw.de/soep2014 11. SOEP-Nutzerkonferenz: Programm, Veranstaltungsort, weitere Informationen

Monika Wimmer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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