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Amerikanische Trendwende: In den USA rückt Offshore-Windstrom verstärkt in den politischen Fokus

06.07.2010
- „Atlantic Offshore Wind Energy Consortium“ in den USA eröffnet neue Perspektiven für Offshore-Windprojekte
- Zweiter Offshore Summit in Rostock im September 2010: Vertreter aus US-Ministerien und Offshore-Experten aus den USA suchen das Gespräch

Die Vereinigten Staaten setzen bei Windenergie verstärkt auf die Brise der offenen See. So wurde im vergangenen Monat das „Atlantic Offshore Wind Energy Consortium“ offiziell begründet: US-Innenminister Ken Salazar und zehn US-Ostküstenstaaten unterzeichneten dazu ein „Memorandum of Understanding“, das die Umsetzung von überregionalen Offshore-Projekten vereinfachen und Kompetenzen bündeln soll. „Ich freue mich sehr, gemeinsam mit den Gouverneuren der Küstenstaaten die sichere und verantwortungsvolle Entwicklung der außerordentlichen Windenergie-Ressourcen unserer Küstenregionen voranzubringen“, sagte Ken Salazar.

Die Entwicklung des Marktes ist rasant: so gab es zu Beginn des vergangenen Jahres fünf Offshore-Projekte vor den Küsten der USA, Ende des Jahres waren es bereits 20. Es wird mit einer möglichen Offshore-Kapazität von 54 GW im Jahr 2030 gerechnet. Zurzeit werden 83 Prozent aller Offshore-Turbinen in Europa produziert. Gerade für Maschinenbau- und Dienstleistungsunternehmen aus Deutschland bieten sich hier gute Exportchancen.

Impulse an der Ostsee: Mecklenburg Vorpommern setzt Offshore-Akzente

Der Offshore-Markt in Deutschland hat insbesondere im nordöstlichen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern an Dynamik gewonnen. So entsteht mit „EnBW Baltic 1“ der erste kommerzielle Offshore-Windpark in der Ostsee. Er ist aktuell im Bau und wird aus 21 Windenergieanlagen auf einer Fläche von sieben Quadratkilometern bestehen. Bei einer Gesamtleistung von 48,3 MW sollen hier über eine Laufzeit von 30 Jahren 185 GW Energie jährlich erzeugt werden. Die EnBW plant insgesamt vier Offshore-Windparks in Ost- und Nordsee mit einer Gesamtleistung von 1.200 MW zu realisieren. Ab 2012 wird der zweite Offshore-Windpark in der Ostsee gebaut: „EnBW Baltic 2“ wird eine Leistung von 288 MW umfassen.

„In Mecklenburg-Vorpommern kann die Windenergiebranche gute Wachstumschancen für die Zukunft erwarten“, sagt Jürgen Seidel, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern. Schon jetzt werden in Mecklenburg-Vorpommern 44 Prozent des produzierten Stroms aus regenerativen Quellen gewonnen – zwei Drittel davon aus Windenergie. „Wir haben mit dem Strategiepapier "Energieland 2020" und dem "Aktionsplan Klimaschutz MV" anspruchsvolle Ziele zum Einsatz erneuerbarer Energien für Mecklenburg-Vorpommern festgeschrieben. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz gehören zu den zukunftsträchtigen Schlüsseltechnologien und den am schnellsten wachsenden Wirtschaftsbereichen“, so der Minister weiter.

Transatlantischer Dialog in der Praxis: Zweiter Offshore Summit vom 1.- 4. September 2010 in Rostock (www.offshore-summit.eu)

In Sichtweite des entstehenden Offshore-Windparks „EnBW Baltic 1“ organisiert das GADORE Center USA nun zum zweiten Mal zusammen mit Invest in Mecklenburg-Vorpommern den transatlantischen Offshore Summit in Rostock. Vom 1.- 4. September werden europäische und amerikanische Unternehmensvertreter sowie Repräsentanten aus US-Ministerien, Verbänden und Unternehmen einen Einblick in ihre Aktivitäten im Offshoremarkt geben. „Wichtig ist es, spezialisierte Windindustrie-Unternehmen aus Deutschland frühzeitig in den transatlantischen Branchendialog einzubinden“, sagt Annette Nüsslein, Managing Director des GADORE Centers USA in Philadelphia.

GADORE steht für German American Dialog On Renewable Energy – und der Name ist Programm: Das Center gestaltet kontinuierlich den partnerschaftlichen Dialog zwischen deutschen und nordamerikanischen Unternehmen, aber auch Verbänden und Netzwerken aus allen Bereichen der erneuerbaren Energien.

„Wir möchten unsere Unternehmen auf dem amerikanischen Markt positionieren – wichtige Kontakte konnten wir bereits im Rahmen des Offshore Summits 2009 knüpfen“, erklärt Michael Sturm, Geschäftsführer von Invest in Mecklenburg-Vorpommern. In diesen Kontext passe auch, dass man sich im Mai 2010 mit vielen Onshore- und Offshore-Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern bei der „Windpower“ in Dallas, Texas, präsentiert habe. „Wir freuen uns darauf, unseren internationalen Gästen in Rostock direkten Zugang zu gewähren zu einem deutschen Bundesland, das im Onshore- und Offshore-Ausbau viel zu bieten hat“, ergänzt Sturm.

Zu den hochkarätigen Referenten aus den USA gehören unter anderem: Laura Smith Morton aus dem U.S. Department of Energy, Maureen Bornholdt aus dem U.S. Innenministerium und Fara Courtney von der U.S. Offshore Wind Collaborative. Im Rahmen der Veranstaltung ist auch ein Besuch des Offshore Windparks „Baltic 1“ geplant.

Weitere Informationen und das komplette Programm gibt es unter www.offshore-summit.de oder über das Pressebüro.

Kontakt

GADORE Center USA
c/o windConsultant - Annette Nüsslein
Wiesdorfer Straße 5
40591 Düsseldorf
Germany
Tel.: +49 (0) 211 / 56695-104 (Büro direkt)
Fax: +49 (0) 211 / 56695-105
Mobil: 0175 / 4733363
Mail: info@windconsultant.de
Über das GADORE Center USA (www.gadorecenter.de)

Das GADORE Center USA bietet deutschen Unternehmen aus dem Geschäftsfeld der erneuerbaren Energien die Chance, den amerikanischen Markt risikoreduziert vor Ort zu sondieren und erste solide Geschäfts- und Branchenkontakte zu gewinnen. Es gewährt auch effiziente Starthilfe, wenn ein Markteintritt in die USA angestrebt wird. Die Stärke des GADORE-Teams liegt in der umfangreichen Markt- und Branchenkenntnis in den unterschiedlichen Segmenten der erneuerbaren Energien dies- und jenseits des Atlantiks.

Zu dem umfangreichen Netzwerk gehören neben deutschen und amerikanischen CleanTech Unternehmen zahlreiche Branchenverbände und Institutionen sowie Regierungsorganisationen. Partner des GADORE Centers USA sind neben der AWEA (American Wind Energy Association), ACORE (American Council On Renewable Energy), dem amerikanischen BTEC (Biomass Thermal Energy Council) unter anderem auch die Energieagentur Nordrhein-Westfalen und Germany Trade and Invest (GTAI).


Über Invest in Mecklenburg-Vorpommern (http://www.gfw-mv.de/)

Mecklenburg-Vorpommern hat schon frühzeitig auf erneuerbare Energien gesetzt und gehört heute in der Windenergienutzung zu den führenden Bundesländern in Deutschland. Bereits jetzt werden 44% des im Land erzeugten Stroms aus Erneuerbaren Energien gewonnen. Gegenwärtig sind an Land über 1.300 Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 1.500 Megawatt (MW) am Netz.

Die Windkraftindustrie entwickelt sich auch zunehmend zu einem Job-Motor. Mit seiner maritimen Kompetenz streben Entwickler, Metallbauer und Produzenten in den wachsenden Markt der Offshore-Industrie. Schon jetzt arbeiten in über 40 Unternehmen mehr als 3.600 Menschen. Mit dem 2005 gegründeten Vereinsnetzwerk Wind Energy Network Rostock e.V. bündelt man die Kompentenzen und erhöht die Schlagkraft der Branche.

Unternehmen wie Nordex Energy GmbH, e.n.o. energy windpower GmbH, SUZLON ENERGY GmbH oder die Firmengruppe DMR/RMT stehen exemplarisch für einen stetig wachsenden Wirtschaftszweig der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern. Sie sind auch international erfolgreich tätig.

Die Ansiedlung des Großrohrwerkes der EEW Special Pipe Constructions GmbH im Seehafen Rostock ist ein Beispiel für unternehmerische Weitsicht, auf die Nutzung der neuen Marktchancen im weltweiten Wachstumssegment Offshore-Windenergie zu setzen.

Annette Nüsslein | windConsultant
Weitere Informationen:
http://www.offshore-summit.de
http://www.gadorecenter.de
http://www.windConsultant.de

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