Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Alterssimulation in Wissenschaft und Praxis

20.12.2013
Symposium des Netzwerks AlternsfoRschung

Mit den Möglichkeiten und Grenzen der Simulation des Alterns beschäftigt sich ein Symposium des Netzwerks AlternsfoRschung (NAR), das am Freitag, 10. Januar 2014, an der Universität Heidelberg stattfindet.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen so genannte Alterssimulationsanzüge, die altersbedingte körperliche Einschränkungen für Jüngere erlebbar machen. Zur Diskussion steht unter anderem, inwieweit der Einsatz solcher Anzüge dabei helfen kann, den Herausforderungen des demographischen Wandels gerechter zu werden. Zu der Tagung mit dem Titel „Alterssimulation in Wissenschaft und Praxis“ werden 50 Teilnehmer erwartet.

„Nach aktuellen Berechnungen werden im Jahr 2050 fast 40 Prozent aller Bundesbürger 60 Jahre oder älter sein. Vor diesem Hintergrund wollen wir die körperlichen Veränderungen, die das Altern mit sich bringt, besser verstehen, damit beispielsweise Produkte und Dienstleistungen an die Bedürfnisse von älteren Menschen angepasst werden können“, erklärt der Sportwissenschaftler Dr. Andreas Lauenroth vom Netzwerk AlternsfoRschung, der die Tagung organisiert.

Der Heidelberger Wissenschaftler hat untersucht, wie mit Hilfe eines Simulationsanzugs körperliche Begleiterscheinungen des Alterns nachempfunden und erlebt werden können.

Die Ergebnisse solcher Studien können unter anderem dabei helfen, die Aus- und Weiterbildung von helfenden Berufen zu verbessern. „Mit unseren Erkenntnissen können sich zugleich auch Arbeitgeber besser in die Situation älterer Arbeitnehmer hineinversetzen und so für deren Arbeitsorganisation sensibilisiert werden“, erklärt Andreas Lauenroth.

An dem Symposium nehmen neben Wissenschaftlern aus der Alternsforschung auch Vertreter von Betriebsräten und von pädagogischen Einrichtungen für helfende Berufe sowie Arbeitsmediziner und Entwickler von altersgerechten Produkten und Dienstleistungen teil. Referenten aus Wissenschaft und Praxis sprechen unter anderem darüber, wie Alterssimulationsanzüge in der Aus- und Weiterbildung in Verkehrsbetrieben eingesetzt werden können und wie „Demographiemanagement“ in einem Großunternehmen aussieht. Zu den weiteren Themen gehört unter anderem der sich verändernde Pflegebedarf.

Im Netzwerk AlternsfoRschung, dem sieben Einrichtungen in Heidelberg und Mannheim angehören, beschäftigen sich Geistes‐ und Naturwissenschaftler sowie Mediziner und Ökonomen interdisziplinär mit den verschiedenen Aspekten des Alterns.

Hinweis an die Redaktionen:
Die Tagung findet im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH), Hauptstraße 242, statt und beginnt um 9.00 Uhr.
Kontakt:
Dr. Andreas Lauenroth
Netzwerk AlternsfoRschung
Telefon (06221) 54-8248
lauenroth@nar.uni-hd.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.nar.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationale Konferenz zu Sprachdialogsystemen und Mensch-Maschine-Kommunikation in Saarbrücken
24.07.2017 | Universität des Saarlandes

nachricht Recherche-Reise zum European XFEL und DESY nach Hamburg
24.07.2017 | Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten