Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

All das bauen, was man sich vorstellen kann – 17.Fachtagung Rapid Prototyping

16.11.2012
Additive Fertigungsverfahren oder Rapid-Technologien zeichnen sich vor allem durch die Freiheit und Vielfältigkeit aus, die sie ermöglichen.
Mit ihnen können Bauteile ohne teure und zeitaufwändige Werkzeuge sowie fast ohne jegliche geometrische Einschränkungen hergestellt werden. Allein Fantasie und eine Fertigungsanlage braucht es, um all das zu bauen, was man sich vorstellen kann. Über die spannenden und aktuellen Entwicklungen dieser Verfahren klärt die heute an der Hochschule Ostwestfalen-Lippe stattfindende Fachtagung Rapid Prototyping auf.

Rapid Prototyping kommt heutzutage nicht nur in der Produktentwicklung und Produktion zum Einsatz, sondern auch in der Architektur, Archäologie, Kartografie oder Medizin. Diese Technologie ermöglicht das schichtweise Aufbauen von Bauteilen direkt aus Konstruktionsdaten. Eine Maschine erledigt das, was zuvor auf komplizierte Weise handwerklich oder in vielen Verfahrensschritten gefertigt werden musste oder gar nicht realisierbar war: „Es handelt sich hierbei um eine faszinierende Technologie“, erklärt Mit-Initiator der Tagung Professor Franz-Josef Villmer vom Fachbereich Produktion und Wirtschaft. „Es hat schon etwas von Magie, wenn man bauen kann, was die Vorstellungskraft hergibt.“ Allein in der Medizintechnik gibt es dafür zahlreiche Beispiele: Seien es Knie-Implantate, Zahnrestaurationen oder Im-Ohr-Hörgeräte, die sich dem menschlichen Körper anpassen müssen.

Bei der 17. Fachtagung zum Thema Rapid Prototyping an der Hochschule OWL stehen heute aktuelle Themen der generativen Fertigung, der Entwicklung von neuen Verfahren und der Produktion im Fokus. Fachleute aus Industrie, Hochschulen und Forschungsinstituten klären über den Stand der Technik auf und stehen zugleich für einen interdisziplinären Austausch zur Verfügung.

Nach der Begrüßung durch Dr. Oliver Herrmann, Präsident der Hochschule OWL, widmete sich Professor Jürgen Gausemeier vom Heinz-Nixdorf-Institut der Universität Paderborn in seinem Keynote-Vortrag den Forschungsstrategien für die additive Fertigung. Er fragte nicht nur nach der Beschaffenheit der aktuellen Forschungslandschaft, sondern auch nach den bisher kaum beachteten Bereichen, die durch Forschung noch erschlossen werden können. Weitere Vorträge von Experten drehen sich um die Vorstellung eines neuen Masterstudiengangs an der Hochschule OWL, um neue Materialien und Produktentwicklungen sowie um die Vorstellung der unterschiedlichen Verfahrensarten.

Überregionale Teilnehmer machen auch eine parallel stattfindende Ausstellung zu einem höchst informativen Ereignis. Dazu gehören neben verschiedenen Bereichen der Hochschule OWL selbst z.B. die H & H Gesellschaft für Engineering und Prototypenbau (Leopoldshöhe, Hamburg), die EOS GmbH (München) oder SLM Solutions (Lübeck). Sie stellen sich und ihre Vorgehensweise mit dem generativen Fertigungsverfahren vor.

Ausstellung und Tagung zeigen eindrucksvoll, wie wichtig die Rapid-Technologien sind. Mit ihnen kann die Zeit, die für die Entstehung eines Produkts benötigt wird, stark verkürzt werden. „Und immer schneller und mit immer besserer Qualität neue Produkte zu entwickeln, ist eine – vielleicht die entscheidende – Herausforderung im Wettbewerb“, sagt Professor Villmer. Die Fachtagung ist somit eine einzigartige Möglichkeit, innerhalb der Branche zusammenzukommen und sich weiterzuentwickeln.

Fachtagung Rapid Prototyping
Veranstalter der Fachtagung Rapid Prototyping ist seit 1996 der Fachbereich Produktion und Wirtschaft der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Sie wird mit Unterstützung der Firma H & H Gesellschaft für Engineering und Prototypenbau (Leopoldshöhe, Hamburg) im Audimax der Hochschule ausgerichtet. Immer am Puls der aktuellen Entwicklungen ist die Lemgoer Fachtagung mit ihren Vorträgen, Ausstellungen und Transferangeboten. Initiatoren der Veranstaltung sind Professor Franz-Josef Villmer von der Hochschule OWL sowie Raphael Hoffmann, Geschäftsführer der H & H Gesellschaft.

Julia Wunderlich | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-owl.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Kaba Ideen Netzwerk geht in die nächste Runde
17.04.2015 | Kaba GmbH

nachricht VDI-Expertenforum: Effiziente Softwareentwicklung in der Medizintechnik
17.04.2015 | VDI Verein Deutscher Ingenieure e. V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher verschieben Moleküle auf Oberflächen: Nur halb so viel Kraft nötig wie theoretisch gedacht

Forscher der Universität Regensburg haben ein interessantes Phänomen aus der Welt der Quantenphysik entdeckt: Um ein Kohlenmonoxidmolekül auf einer Oberfläche seitlich zu verschieben, ist nur halb so viel Kraft erforderlich, wie theoretisch zu erwarten wäre.

Ein Team um Prof. Dr. Franz J. Gießibl vom Institut für Experimentelle und Angewandte Physik machte diese Beobachtung bei Versuchen mit einem...

Im Focus: Autoklavierbare LEDs für die Medizintechnik

Das neue Keramik-SMD-Design der Solidur™ TO LED ermöglicht komplexe Chipkonfigurationen in einem einzigen LED-Modul.

SCHOTT stellte vor kurzem seine neue autoklavierbare und hochbeständige Solidur™ LED-Produktlinie für Geräte und Instrumente der Medizin- und Dentaltechnik...

Im Focus: Astronomers reveal supermassive black hole's intense magnetic field

Astronomers from Chalmers University of Technology have used the giant telescope Alma to reveal an extremely powerful magnetic field very close to a supermassive black hole in a distant galaxy

Astronomers from Chalmers University of Technology have used the giant telescope Alma to reveal an extremely powerful magnetic field very close to a...

Im Focus: Eine „Flipper-Maschine“ für Atome und Photonen

Physiker vom MPQ, Caltech und ICFO haben ein neues Konzept entwickelt, durch Kombination von Nano-Photonik mit ultrakalten Atomen Quanten-Vielteilchensysteme zu simulieren und neue Materiezustände zu erzeugen.

Ultrakalte Atome in optischen Gittern, die durch die kreuzweise Überlagerung von Laserstrahlen entstehen, haben sich bereits als die meist versprechenden...

Im Focus: A “pin ball machine” for atoms and photons

A team of physicists from MPQ, Caltech, and ICFO proposes the combination of nano-photonics with ultracold atoms for simulating quantum many-body systems and creating new states of matter.

Ultracold atoms in the so-called optical lattices, that are generated by crosswise superposition of laser beams, have been proven to be one of the most...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Kaba Ideen Netzwerk geht in die nächste Runde

17.04.2015 | Veranstaltungen

VDI-Expertenforum: Effiziente Softwareentwicklung in der Medizintechnik

17.04.2015 | Veranstaltungen

Impflücken schließen. Die Europäische Impfwoche beginnt

17.04.2015 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Kaba Ideen Netzwerk geht in die nächste Runde

17.04.2015 | Veranstaltungsnachrichten

ERP-Softwarehersteller HS zeigt mit neuer Webpräsenz Gesicht

17.04.2015 | Unternehmensmeldung

Schnelle und unkomplizierte Hilfe von HEIDENHAIN im Servicefall

17.04.2015 | Unternehmensmeldung