Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Agrarinvestitionen in Russland, Ukraine und Kasachstan – „Land Grabbing“ oder Entwicklungschance?

15.12.2011
IAMO veranstaltet ein Fachpodium auf dem Global Forum for Food and Agriculture im Rahmen der Grünen Woche 2012

Landwirtschaftliche Nutzfläche ist zu einer kostbaren und gefragten Ressource geworden. Großflächige Landinvestitionen (oder „Land Grabbing“) sind in zunehmendem Maße Gegenstand der Aufmerksamkeit von Öffentlichkeit und Wissenschaft – im Mittelpunkt steht dabei jedoch bisher fast ausschließlich Afrika.

Doch Landinvestitionen großen Stils sind auch in den postsozialistischen Ländern zu beobachten, etwa in Russland, der Ukraine und Kasachstan. Sie stehen im Mittelpunkt eines Fachpodiums, das das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) im Rahmen der Grünen Woche ausrichtet. Die Veranstaltung mit dem Titel „Agrarinvestitionen in Russland, Ukraine und Kasachstan – „Land Grabbing“ oder Entwicklungschance?“ findet am 20. Januar 2012 von 13:00 bis 15:00 Uhr im ICC Berlin statt.

Welche Konsequenzen diese Investitionen für die ländliche Wirtschaft und die ländliche Bevölkerung haben, ist bisher nicht hinreichend geklärt. Einerseits kann eine derartige Konzentration landwirtschaftlicher Fläche wichtige und dringend nötige Impulse für die landwirtschaftliche und die ländliche Entwicklung setzen, andererseits können Konflikte zwischen Investoren und einheimischen Landwirten die Folge sein. Beispielsweise können Beschäftigungseffekte geringer ausfallen als erhofft, da bei landwirtschaftlichen Großprojekten oft arbeitssparende Technologien zum Einsatz kommen.

Das Fachpodium vereint Perspektiven aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Nach einer Einführung durch Prof. Dr. Alfons Balmann, Direktor des IAMO und Leiter der Abteilung Betriebs- und Strukturentwicklung im ländlichen Raum, präsentiert Dr. Oane Visser, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich für Kulturanthropologie und Entwicklungspolitik der Radboud University Nijmegen (Niederlande), Ergebnisse seiner Forschungsarbeit zu Landinvestitionen in Eurasien. Stefan Dürr, Gründer und Inhaber der deutsch-russischen Unternehmensgruppe EkoNiva, teilt die Erfahrungen, die er als Investor in der Praxis gesammelt hat. Mykola Prysjaschnjuk, Landwirtschaftsminister der Ukraine (angefragt) und Yevgeniy I. Aman, Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium Kasachstans (angefragt) steuern Einsichten aus der Politik zur Thematik bei. Martin Petrick, stellvertretender Leiter der Abteilung Rahmenbedingungen des Agrarsektors und Politikanalyse am IAMO, wird die Veranstaltung moderieren.

Die unterschiedlichen Blickwinkel auf ausländische, aber auch einheimische Investitionen in landwirtschaftliche Nutzfläche und ihre möglichen zukünftigen Auswirkungen auf den Agrarsektor und die ländliche Entwicklung in drei landwirtschaftlich bedeutenden postsowjetischen Ländern sollen im Rahmen des Podiums dargestellt und kritisch diskutiert werden.

Die Vorträge werden in die Sprachen Deutsch, Englisch und Russisch simultan übersetzt. Die Teilnahme ist kostenfrei, der Zugang zum ICC ist ohne Ticket für die Grüne Woche möglich. Es ist jedoch notwendig, sich vorab auf der Internetseite des Global Forum for Food and Agriculture zu registrieren.

Das Global Forum for Food and Agriculture wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Rahmen der Grünen Woche gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ausgerichtet. 2012 steht es unter dem Schwerpunkt „Ernährungssicherung durch nachhaltiges Wachstum – Landwirtschaftliche Nutzung knapper Ressourcen“.

Über das Fachpodium hinausgehend präsentiert sich das IAMO auf der Kooperationsbörse des GFFA am 21. Januar 2012 (9:00 bis 15:00 Uhr) mit einem eigenen Stand.

Über das IAMO
Das Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel-und Osteuropa (IAMO) ist eine international anerkannte Forschungsreinrichtung. Mit über 60 Wissenschaftlern und in Kooperation mit anderen renommierten Instituten widmet es sich wichtigen Fragen der Agrar- und Ernährungswirtschaft und der ländlichen Räume. Hauptuntersuchungsregionen sind Mittel- und Osteuropa sowie Zentral- und Ostasien. Seit seiner Gründung 1994 gehört das IAMO als außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft an.
Ansprechpartnerin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Rebekka Honeit
Tel. 0345 – 29 28 330
honeit@iamo.de

Rebekka Honeit | idw
Weitere Informationen:
http://www.gffa-berlin.de/
http://www.iamo.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017
17.10.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017
17.10.2017 | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Plant escape from waterlogging

17.10.2017 | Life Sciences

Study suggests oysters offer hot spot for reducing nutrient pollution

17.10.2017 | Life Sciences

Breaking: the first light from two neutron stars merging

17.10.2017 | Physics and Astronomy