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Aerogele – Die leichtesten Feststoffe der Welt: Internationales EU-Projekttreffen NanoHybrids an der TUHH

15.05.2017

Internationales Treffen für Leichtgewichte: Am 15. und 16. Mai steht das EU-Forschungsprojekt „NanoHybrids – New generation of nanoporous organic and hybrid aerogels for industrial applications: from the lab to pilot scale production“ und damit der Werkstoff Aerogel im Mittelpunkt an der Technischen Universität Hamburg (TUHH). Das Projekt wird federführend koordiniert vomTUHH-Institut für Thermische Verfahrenstechnik unter der Institutsleiterin Professorin Irina Smirnova.Weitere zwölf Partner wie die BASF Polyurethanes GmbH, die Dräger Safety AG & Co. KGaA, Nestlé sowie das German Aerospace Center (DLR Köln) sind an diesem Projekt beteiligt.

Nach dem Kick-off im November 2015 sind erste Erfolge zu verzeichnen und die zweite Projektphase beginnt. Entwickelt wurden anwendungsorientierte, neue Methoden zur Herstellung organischer und hybrider Aerogel-Partikel. Zudem konnten bereits erste Mengen organischer Aerogele für die Anwendung im Lebensmittelbereich produziert werden.

Diese aus verschiedenen Biopolymeren gewonnenen Stoffe eignen sich beispielsweise als Trägermaterial für Aromastoffe, Vitamine und Pharmazeutika. Der Festkörper ist hochporös und kann deshalb solche Stoffe aufnehmen, die dadurch minutiös an den Körper abgegeben werden können. Seine federleichte und dennoch kompakte Beschaffenheit bietet sich auch als Dämmmaterial und Isolator an.

Hergestellt werden die Aerogele unter anderem mit einer neuen Hochdruckanlage, die in den TUHH-Laboren des Instituts für Thermische Verfahrenstechnik entstanden ist. Ziel des Projektes „NanoHybrids – New generation of nanoporous organic and hybrid aerogels for industrial applications: from the lab to pilot scale production“ ist es, die bisher im Labor gewonnenen Aerogele so herzustellen, dass es möglich wird diese in Prototypen direkt bei den Industriepartnern zu testen. Dafür ist eine verfahrenstechnische Arbeit notwendig, die zum großen Teil an der TUHH umgesetzt wird.

Das Projekt wird mit Mitteln des größten europäischen Forschungs- und Innovationsprogramms Horizon 2020 gefördert. Innerhalb der Horizon 2020-Projekte unter der Leitlinie „Führende Rolle in Industrie - Nanotechnologien, fortgeschrittene Werkstoffe, fortgeschrittene Fertigungs- und Verarbeitungsverfahren“ hat NanoHybrids eine besondere Stellung, da die Koordination durch einen deutschen Partner erfolgt. Bei den Nanomaterialien werden seit 2014 nur zwei Innovationsprojekte von deutschen Institutionen koordiniert, eines davon ist NanoHybrids.

Horizon 2020 ist das Rahmenprogramm der Europäischen Union für Forschung und Innovation. Als Förderprogramm zielt es darauf ab, EU-weit eine wissens- und innovationsgestützte Gesellschaft und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen sowie gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Weitere Informationen:

http://http.//www.nanohybrids.eu/
https://www.tuhh.de/v8/home.html
http://www.basf.de/
http://www.polyurethanes.basf.de/pu/solutions/de
http://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/

Jasmine Ait-Djoudi | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.tuhh.de

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