Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Accessibility Day“: Innovation durch Barrierefreiheit

02.12.2014

Barrierefreiheit sorgt dafür, dass alle Menschen Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen können. Dies gilt insbesondere für Menschen mit Behinderungen oder für Ältere.

An der Hochschule der Medien (HdM) stellen Referenten aus Politik, Industrie und Forschung am 5. Dezember 2014 von 14 bis 18 Uhr Innovationen durch Barrierefreiheit vor. Zu den Rednern zählt Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Gäste sind herzlich willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung wird von Professor Dr. Alexander Roos, Rektor der HdM, und Petra Clauss vom Referat für Menschen mit Behinderungen im Sozialministerium Baden-Württemberg eröffnet. Thorsten Katzmann, bei der IBM Deutschland zuständig für Technical Regulations & Standards und Mitglied in nationalen und internationalen Gremien zu den Themen Ergonomie und Barrierefreiheit, steuert die Industrie-Perspektive bei.

Markus Erle vertritt die Agentur- und Produzentensicht: Er war maßgeblich an der Entwicklung eines ISO-Standards für barrierefreie PDF-Dokumente beteiligt und hat sich mit seiner Agentur Wertewerk (Tübingen) auf barrierefreies Kommunikationsdesign und Wertemarketing spezialisiert. Prof. Dr. Gottfried Zimmermann von der HdM forscht an Konzepten für personalisierte Benutzerschnittstellen.

Dabei geht es darum, weg von der "one size fits all"-Mentalität zu einer auf den Benutzer und die Benutzungssituation zugeschnittenen Adaption von Informationsvermittlung und Interaktion zu kommen, also: "one size fits one". „Die Konzepte bringen eine verbesserte User Experience nicht nur für Menschen mit Behinderungen, sondern für alle. Denn insbesondere im mobilen Bereich variieren Bildschirmgrößen und andere Interaktionseigenschaften der Endgeräte stark“, erläutert Zimmermann.

In der abschließenden Podiumsdiskussion, die von Prof. Walter Kriha und Andreas Stiegler, beide HdM, moderiert wird, werden die Vortragsinhalte des „Accessibility Days“ aufgegriffen, um auszuloten, wie die Barrierefreiheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie weiter verbessert werden kann.

Begleitend zu den Vorträgen wird ein Prototyp einer Online-Banking-Anwendung vorgestellt, die sich auf verschiedene Benutzer einstellt. Für gehörlose Benutzer werden etwa bei schwierigen Formularen Erklärungen in Gebärdensprache eingeblendet, und für Benutzer mit Leseschwierigkeiten Piktogramme.

Die Veranstaltung wird von der Forschergruppe "Responsive Media Experience" (REMEX) organisiert. Die Wissenschaftler entwickeln Anwendungen und Technologien, die sich an den Benutzer, den Kontext und die Endgeräte adaptieren, um eine optimale Usability und User Experience zu erreichen. Für Besucher, die nicht vor Ort sein können, wird ein Live-Stream angeboten. Das Programm und weitere Informationen stehen unter http://remex.hdm-stuttgart.de/AccessibilityDay/ . Die Veranstaltung ist Teil des "Campus Kick-off", mit dem die HdM ihren gemeinsamen Standort und das neue Gebäude in der Nobelstraße 8 feiert.

Kontakt:
Prof. Dr. Gottfried Zimmermann
Telefon: 0711 8923 2751
E-Mail: zimmermanng@hdm-stuttgart.de


Weitere Informationen:

http://remex.hdm-stuttgart.de/AccessibilityDay/

Kerstin Lauer | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie