Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Abschaffung des Alterns?

16.03.2012
Diskussionsabend an der Universität Tübingen zur Zukunft der Altersmedizin

Lässt sich Altern zukünftig medizinisch vermeiden? Und wenn ja - was spricht dafür und was spricht dagegen?

Solche Fragen werden am Freitag, 23. März, von 18 bis 20 Uhr an der Universität Tübingen bei der Veranstaltung „Abolishing Ageing?“ diskutiert. Der öffentliche Vortrag mit anschließender Diskussion (auf Englisch) findet im Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften, IZEW, statt (Wilhelmstraße 19, Raum 0.02, Erdgeschoß, rechts). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Veranstaltung ist der Auftakt des Projekts „Diskurs: Biogerontologie“, das seit Februar 2012 am IZEW und am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Tübingen durchgeführt wird. „Ziel des Projekts ist es,“ erklärt Dr. Hans-Jörg Ehni, der Projektleiter am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, „auch in Deutschland die Diskussion über ethische, rechtliche und soziale Fragen der biologischen Altersforschung in der Wissenschaft voranzutreiben und in die Öffentlichkeit zu tragen.“

Im Eröffnungsvortrag stellt der Biogerontologe Prof. Dr. David Gems (London) die neue Biologie des Alterns sowie deren Aussichten auf zukünftige medizinische Interventionen in biologische Alterungsprozesse des Menschen vor. Gems zufolge steht „eine Revolution des Alterns“ bevor: Anstatt vor allem altersbezogene Krankheitsverläufe zu therapieren, sollen auch die biologischen Alterungsprozesse selbst medizinisch behandelt werden, um Krankheit im Alter zu vermeiden und die gesunde Lebenserwartung des Menschen zu erhöhen.

Prof. Dr. Maartje Schermer (Medizinethik, Rotterdam), PD Dr. Hans-Joachim von Kondratowitz (Sozialgerontologie, Berlin) und Dr. Michael Fuchs (Philosophie, Bonn) werden den Vortrag kritisch kommentieren. Zusammen mit den weiteren Projektpartnern/-innen Dr. Wilfried Briest (Biogerontologie, Jena), Prof. Dr. Gerhard Eschweiler (Geriatrie, Tübingen), Dr. Ralf Lutz (Theologie und Psychologie, Tübingen), Dr. Uta Müller (Ethik, Tübingen), Dr. phil. habil. Thomas Rentsch und Dr. phil. Morris Vollmann (Philosophie, Dresden) sowie Prof. Dr. Wolfgang Schlicht (Gerontologie, Stuttgart) wird diskutiert, welche Chancen und Risiken diese biogerontologische Perspektive für ältere Menschen und unsere alternde Gesellschaft bergen könnte.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten, einjährigen Projekts „Diskurs: Biogerontologie“ werden unter anderem Lehrveranstaltungen für Studierende unter-schiedlicher Fachrichtungen entwickelt, in denen ethische, rechtliche und soziale Fragen der Biogerontologie diskutiert werden. „Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen sollen neben biogerontologischem Wissen vor allem die erforderlichen ethischen Kompetenzen erwerben, die sie befähigen, die Diskussion über altersmedizinische Innovationen auch eigenständig weiter zu verfolgen und mit zu gestalten“, betont die Projektleiterin am IZEW, Dr. Julia Dietrich.

Kontakt:
Mone Spindler (Soziologin M. A.)
Universität Tübingen
Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW)/ Institut für Ethik und Geschichte der Medizin
Telefon: +49 7071 29-77984
mone.spindler@izew.uni-tuebingen.de

Michael Seifert | idw
Weitere Informationen:
http://www.izew.uni-tuebingen.de/forschung/ethik-und-bildung/aktuelle-projekte/diskurs-biogerontologie.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie